Čimelice verbindet markante Baugeschichte mit einer Kulturlandschaft, die vom Schlossumfeld bis zu geschützten Gebieten reicht. Im Ortskern prägt die weithin sichtbare Kirche Kostel Nejsvětější Trojice das Bild. Beim Čimelický zámek kommen barocke Architektur, eine spätere Umgestaltung und ein englischer Landschaftspark zusammen. Wer die Geschichte des Ortes einordnen möchte, findet dabei unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Sakralbau, Schlossanlage und Naturraum.
Kirche mit mittelalterlichem Kern und barocker Kapelle
Der älteste Teil der Kirche Kostel Nejsvětější Trojice ist die Sakristei, die vermutlich aus dem ersten Drittel des 14. Jahrhunderts stammt. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts kam an der Nordseite die barocke Kapelle sv. Barbory hinzu. Sie ist mit einer Kuppel und einer Laterne überwölbt. Die Kirche ist einschiffig und ostwärts ausgerichtet. So lassen sich an einem Baukörper verschiedene Entstehungsphasen unterscheiden: Die vermutlich mittelalterliche Sakristei steht neben der späteren barocken Erweiterung. Zugleich ist die Kirche ein städtebaulich bedeutendes, weithin sichtbares Element im Ortskern von Čimelice.
Schloss, Park und gestaltete Landschaft
Das Čimelický zámek wurde 1728–1730 im Barock errichtet und 1817 umgestaltet. Die Daten markieren zwei Bauphasen und geben der Schlossgeschichte eine klare zeitliche Abfolge. Rund um das Schloss erstreckt sich ein englischer Landschaftspark. Eine barocke Allee verbindet den Čimelický zámek mit dem Rakovický state farm. Schloss, Park und Allee bezeichnen verschiedene Elemente der gestalteten Kulturlandschaft: die Anlage, ihren Landschaftspark und die Verbindung zu einem weiteren ausdrücklich benannten Ziel.
Eine andere räumliche Ebene bildet die Landschaftsdenkmalzone Čimelicko–Rakovicko, die im Gemeindegebiet von Čimelice liegt und 2002 ausgewiesen wurde. Sie ist damit vom unmittelbaren Schlossumfeld zu unterscheiden. Auch der Bach Skalice hilft bei der Orientierung im Ort: Er fließt durch beide Teile der Siedlung Čimelice.
Geschützte Natur im Umfeld
Das Naturdenkmal Kopáčovská liegt im Umfeld von Čimelice, an einem Waldkomplex bei der Straße Krsice–Rakovický mlýn. Geschützt wird dort eine 1,03 Hektar große Feuchtwiese mit geschützten Pflanzenarten; das Gebiet wurde 1985 ausgewiesen. Im Unterschied zur Landschaftsdenkmalzone handelt es sich hier um ein konkret beschriebenes Naturdenkmal mit benanntem Lebensraum und einer bestimmten Fläche. Prüfen Sie vor einem Besuch die örtlichen Zugangsregeln.
Besuche und praktische Angebote
Besichtigungen des Lapidáriums J. K. Hammera in Čimelice organisiert Hana Chvalová. Stimmen Sie den Besuch vorab mit ihr ab und prüfen Sie die Möglichkeit vor Ihrer Anfahrt: Sie erreichen sie unter +420 605 883 607.
Auch Sportstätten in Čimelice können gemietet werden. Eine Buchung ist mindestens 24 Stunden vor Beginn möglich; eine Stornierung ist mindestens vier Stunden vorher möglich. Für die Buchung gilt die Telefonnummer +420 602 618 005. Da sich Einrichtungen und Reservierungsabläufe ändern können, bestätigen Sie die Konditionen vor der Nutzung. Zu den Angeboten für eine Pause zählen Erfrischungen, Eis und eine Konditorei. Die Verfügbarkeit kann sich ändern; prüfen Sie deshalb vor Ort, was aktuell angeboten wird.
Straßenorientierung
Der Autobahnabschnitt D4 Čimelice–Mirotice umgeht die Gemeinden Čimelice und Rakovice. Das ordnet den Abschnitt in die regionale Straßenführung ein, ohne ihn mit einer Ortsdurchfahrt gleichzusetzen.
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