Malenice vereint mittelalterliche Bau- und Kunstgeschichte mit einer Höhle, deren Nutzung als Unterschlupf für Wildtiere während der Eiszeit durch Knochenfunde nahegelegt wird. Dazu kommen eine romanische Rotunde, eine Wallfahrt im September und ein Ausstellungsraum für Dauerausstellungen. Wenn Sie eine Ferienwohnung für einen Aufenthalt mit Kultur- und Naturthemen suchen, bietet Malenice mehrere konkrete Anknüpfungspunkte.
Baugeschichte und Kirchenkunst
Das Gebäude Fara Malenice steht auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Festung. In der Kirche St. Jakobus des Älteren befindet sich ein Presbyterium aus dem frühen 14. Jahrhundert; hinter dem Altar sind Reste von Wandmalereien aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erhalten. Ein Presbyterium ist der Altarbereich der Kirche. Die Merkmale erzählen unterschiedliche Teile der Ortsgeschichte: Bei der Fara geht es um die Fundamente einer Festung, in St. Jakobus um einen konkreten Kirchenraum und erhaltene Bildkunst.
Die Kapelle St. Wenzel zeigt eine andere architektonische Form: Sie wurde im Stil einer romanischen Rotunde errichtet. Eine Rotunde ist ein Rundbau; damit lässt sich die Kapelle baulich von der Kirche St. Jakobus mit ihrem Presbyterium unterscheiden. Zugleich dient die Kapelle bei der im September stattfindenden Wenzelswallfahrt als Wallfahrtsort. Architektur und religiöse Nutzung ergeben hier zwei verschiedene Ansatzpunkte, um den Ort einzuordnen.
Auf dem örtlichen Friedhof ruhen unter anderem der Architekt Josef Zítek und der Regisseur Zdeněk Podskalský. Der Ausstellungsraum des IKS-Zentrums Malenice wird für Dauerausstellungen genutzt; das Programm kann sich ändern. Wenn Sie einen Besuch dort oder eine Reise zur Wenzelswallfahrt planen, prüfen Sie vorab das aktuelle Ausstellungsangebot beziehungsweise den konkreten Wallfahrtstermin.
Die Höhle in der Jiřičků skála
Die Höhle in der Jiřičků skála ist eine natürliche Sehenswürdigkeit in einer Felsformation aus kristallinem Kalkstein. Entdeckt wurde sie 1920. Knochen, die in der Höhle gefunden wurden, weisen darauf hin, dass sie bereits während der Eiszeit Wildtieren als Unterschlupf diente. Damit verbindet die Höhle eine konkrete Gesteinsformation mit Hinweisen auf ihre mögliche Nutzung durch Wildtiere.
Auch die Zeitangaben führen zu unterschiedlichen Fragen: Das Jahr 1920 bezeichnet die Entdeckung der Höhle, während die Knochenfunde auf eine Nutzung in der Eiszeit hindeuten. Bei St. Jakobus markieren das frühe 14. Jahrhundert und die erste Jahrhunderthälfte dagegen die zeitliche Einordnung von Presbyterium und Wandmalereien. So können Sie zwischen mittelalterlicher Bau- und Bildkunst und naturgeschichtlicher Zeitspanne unterscheiden.
Malenice als Reiseziel einordnen
Für die Ortswahl helfen zwei Fragen: Interessieren Sie sich mehr für mittelalterliche Bau- und Bildkunst oder für die geologische und naturgeschichtliche Seite? Malenice vereint beides; die Themen lassen sich nach Ihrem eigenen Schwerpunkt ordnen, ohne ein einziges Hauptmotiv vorauszusetzen. Wenn diese Mischung Ihren Reiseplänen entspricht, können Sie anschließend gezielt nach einer Ferienwohnung in Malenice suchen.
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