Řemíčov verbindet die Geschichte des Silberbergbaus mit Wander- und Radwegen, die durch den Ort führen. Dazu kommen der Ortsteil Buková und die südböhmische Landschaft mit Feldern, Weiden, Feldgehölzen und größeren Waldflächen. Für Ihre Reiseplanung können Sie historische Spuren und Aktivitäten im Freien als zwei unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.
Silberbergbau und Ortsgeschichte
Die erste schriftliche Erwähnung von Řemíčov stammt aus dem Jahr 1456. Der Silbererzbergbau in der Umgebung begann unter František Küenburg in der Mitte des 18. Jahrhunderts.
Eine Marmortafel am Haus Nr. 1 erinnert an die dort im Jahr 1751 gegründeten Silberwerke. In den Gruben von Řemíčov gewannen die Küenburgs zwischen 1757 und 1762 insgesamt 2.713 kg reines Silber.
Auch das Haus Nr. 1 ist mit dem Bergbau verbunden: Es diente ursprünglich als Sitz des leitenden Bergbaubeamten, als Unterkunft für Bergleute und für weitere betriebliche Zwecke. Der Erbstollen „Leopoldova štola“ wurde in Řemíčov nahe diesem Haus geöffnet.
Ein weiterer Stollen, „Sv. Trojice štola“, entstand südlich von Řemíčov. An dieser Stelle entwickelte sich später die Bergbausiedlung Starý Cech. Die beiden Stollen stehen somit für unterschiedliche Punkte in der Bergbaugeschichte: Der eine liegt nahe dem Haus Nr. 1, der andere an dem Ort, an dem später eine Siedlung entstand.
Buková und die Landschaft
Im Ortsteil Buková von Řemíčov stehen eine Kapelle und eine Gedenkeiche. Zusammen erweitern sie den Blick über die Bergbaugeschichte hinaus um ein lokales Bauwerk und ein Naturdenkmal. Rund um Řemíčov prägen außerdem Felder, Weiden, Feldgehölze und größere Waldflächen die südböhmische Landschaft. Ihr Erscheinungsbild verändert sich mit der Jahreszeit.
Wandern und Radfahren
Der Lehrpfad „Stříbrná osmička“ führt über Řemíčov. Er ist etwa 50 km lang und auch für Radfahrer geeignet. Vor dem Aufbruch sollten Sie die aktuellen Wegbedingungen prüfen.
Ein grün markierter Wanderweg führt über Řemíčov und weiter über Mladá Vožice, Pavlov, Staniměřice und Smilovy Hory. Prüfen Sie vor einer Wanderung den aktuellen Verlauf und die Markierung.
Auch die Radroute Nr. 1177 führt über Řemíčov. Weiter verläuft sie über Louňovice pod Blaníkem, Předbořice, Kamberk, Skrýšov, Šebířov, Mladá Vožice, Stará Vožice, Hlasivo, Ratibořice, Jeníčkova Lhota, Čekanice und Tábor. Die Ortsfolge bietet eine konkrete Orientierung für die Routenplanung. Prüfen Sie vor einer Fahrt die aktuelle Beschilderung und den Zustand der Strecke.
Für die Wahl Ihrer Unterkunft können Sie zunächst überlegen, welchen Schwerpunkt Sie für den Aufenthalt setzen möchten. Die Jahreszahlen, Stollen und Bergbaugeschichte bieten einen historischen Zusammenhang; die Wander- und Radwege eröffnen andere Planungsmöglichkeiten entlang der genannten Orte. So lässt sich die Suche nach einer Ferienwohnung mit den Aktivitäten verbinden, die Sie tatsächlich in Řemíčov unternehmen möchten.
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