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Heroltice verbindet eine markante Karstlandschaft mit einer Ortsgeschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Der Ort liegt oberhalb des Tals der Svratka, südlich von Tišnov; zwischen Heroltice und dem Tal des Bílý potok erstreckt sich das Karstgebiet Lažánecko-Heroltický kras. Für die Reiseplanung ist die Zugänglichkeit wichtig: Die meisten Karsträume in diesem Gebiet sind praktisch unzugänglich.

Karst, Wasser und Artenvielfalt

Am Ort Na bílé nahe Heroltice tritt der Pejškovský potok wieder an die Oberfläche. Die Quelle Na Bílém versorgt Tišnov und Heroltice mit Wasser und tritt aus dem Fels aus, ohne zu gefrieren. Der Heroltický potok wurde 1999 mit Tümpeln, Feuchtgebieten und drei Teichen umgestaltet; dadurch entstand ein lokales Biocentrum. Dort kommen verschiedene Amphibienarten und die Teichmuschel Škeble rybničná vor. Diese Verbindung von Bach, Feuchtgebieten und Teichen gibt dem Naturthema neben dem Karst einen wasserbezogenen Schwerpunkt.

Im Katastergebiet von Heroltice kommen geschützte Pflanzen vor, darunter Brambořík nachový, Hořeček brvitý und Okrotice bílá, eine Orchidee. Zu den seltenen Tierarten in Heroltice gehören Feuersalamander, Glattnatter, Gottesanbeterin, Eisvogel und Neuntöter. Im Bereich des Biocentrums am Heroltický potok zählen Stockente, Graureiher, Teichrohrsänger und Eisvogel zu den beobachtbaren Vögeln.

Ortsgeschichte und Erinnerungsorte

Die ersten Erwähnungen von Heroltice stammen aus dem Jahr 1316. Damals ließ sich der Ritter Herult (Herolt) auf dem Hügel Horka nieder, auf dem eine Festung stand. Die Kapelle des heiligen Johannes von Nepomuk, des Patrons des Dorfes, wurde 1810 erbaut. Eine Gedenktafel aus weißem Stein befindet sich in einer Nische rechts neben dem Eingang der Kapelle. Die Gemeinde ließ 1907 die Statue des heiligen Johannes von Nepomuk aus dem Vermächtnis des aus Heroltice stammenden Tomáš Trtílek errichten.

Ziele in der näheren Umgebung

Bei Šárka liegt der Ostrov mit dem ehemaligen Standort der Rudomlýn-Mühle, auch Puchverk oder Stoupa genannt. Ab 1536 diente sie dort zum Zerkleinern von Erz. Der Standort steht damit für einen anderen Aspekt der Umgebung als die Naturziele: die historische Erzverarbeitung.

Die steingemauerte Quelle Studánka U Sovy mit einer Eulenstatue in einer Nische wurde 2008 errichtet. In der näheren Umgebung von Heroltice liegt bei Pravková der fast 20 ha große Urwald Slunná, der überwiegend aus Buchenwald besteht. Ebenfalls in der näheren Umgebung eröffnet eine Bank am Rand des Waldes Obceny Ausblicke in Richtung Veverská Bítýška und auf die darüber gelegene Burg Veveří.

Čertova hráz ist der Rest einer 32 m langen steinernen Staumauer im Tal des Pejškovský potok. Im weiteren Verlauf des Tals folgt ein Rast- und Erfrischungsplatz für Fußgänger und Radfahrer. Für die Schwerpunktwahl lassen sich die Ziele unterscheiden: Slunná steht für Buchenwald, die Bank am Obceny für den Ausblick und Čertova hráz für ein Bauzeugnis im Tal.

Veranstaltungen und Aufenthalt planen

Jedes Jahr finden in Heroltice unter anderem ein Karneval, ein Fest zur Begrüßung des Frühlings, ein Kirchweihfest unter dem Maibaum, ein Kinder-Sommerkino, ein Drachenfest und ein Laternenumzug statt. Wenn Sie Ihren Aufenthalt an einem dieser Feste ausrichten möchten, prüfen Sie die örtlichen Termine und Programme vor der Reise. Für die Wahl einer Ferienwohnung können Ihr Interesse an Ortsgeschichte, Natur oder den Zielen der näheren Umgebung den Ausschlag geben.

Weitere Reiseziele entdecken: Kuřimská Nová Ves, Nesvačilka, Přibice, Žďárec, Přibyslavice U Velké Bíteše, Hostěnice, Synalov, Stanoviště.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Brno-Venkov.

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