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Die Weinkellersiedlung Nechory umfasst 408 Weinkeller. Zusammen mit dem regionalen Weinlehrpfad, der spätbarocken Pfarrkirche und den örtlichen Bräuchen gibt das dem Aufenthalt in Prušánky mehrere mögliche Schwerpunkte: Wege durch die Weinbaugebiete, Architektur oder Feste mit langer Tradition. Nechory erreichen Sie von Prušánky zu Fuß, mit dem Fahrrad über einen Weinradweg oder mit dem Auto.

Weinwege und Anreise planen

Der Weinlehrpfad Podluží führt durch Prušánky und Nechory. Die regionale Route eignet sich für Gravel-, Mountain-, Trekking- und Elektrofahrräder; die Oberflächenverhältnisse können variieren. Prüfen Sie vor der Abfahrt die Wegführung und Beschilderung. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kann Nechory von Prušánky aus ebenfalls erreichen. Für die Planung lassen sich die Anreise zum Kellerareal und die Wahl des Verkehrsmittels so getrennt betrachten.

Zu den vier benannten Weinbauflächen in Prušánky gehören Nechory, Úlehle, Podkovné und Čtvrtky. Die Namen geben einen Überblick über die Weinbaugebiete des Ortes, ohne dass sie eine einzelne, festgelegte Besucherroute bilden.

Prušánky ist durch regelmäßige Busverbindungen mit den umliegenden Gemeinden verbunden. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in der Nachbargemeinde Moravská Nová Ves, 4 km von Prušánky entfernt. Prüfen Sie die Zugverbindungen und Fahrpläne vor Ihrer Reise, damit die Anreise zu Ihrem gewählten Termin passt.

Weinkeller und Festtraditionen

In den Oberen und Unteren Nechory begann die Entwicklung der Keller um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Einige Keller sind bis heute an Türen und Fenstern reich mit slováckischen Ornamenten verziert. Die Zahl von 408 Kellern und die erhaltenen Verzierungen vermitteln zwei unterschiedliche Einblicke in Nechory: in die Größe der Siedlung und in ihre lokale Gestaltung.

Ein besonderer Brauch in Prušánky ist Zarážání hory, das traditionell am ersten Samstag im September bei Sonnenuntergang stattfindet. Dabei wird ein geschmückter Holzstamm aufgerichtet; an seiner Spitze sind roter und weißer Wein sowie rote und weiße Trauben befestigt. Nach der Zeremonie gehen einige Teilnehmende und ihre Gäste in die Weinkeller, trinken Wein und singen Volkslieder.

Die traditionellen Hody dauern vier Tage und finden im August unter einem Dach aus grünen Laubzweigen statt. Zum regelmäßigen Auftakt gehört eine Samstagsveranstaltung bei Zymbalmusik, bei der der örtliche Slovácký krúžek mit einem Männer- und einem Frauenchor auftritt. Am Sonntag zieht ein Trachtenumzug mit Blasmusik zum Bürgermeister, um die Genehmigung zur Durchführung der Feier zu erbitten. So unterscheiden sich die im August gefeierten Hody sowohl im Ablauf als auch in ihrer Dauer vom auf einen Abend im September ausgerichteten Brauch Zarážání hory.

Im Sommer ist K Nechorám do sklepa eine Veranstaltung in Nechory mit einer Verkostung lokaler Weine. Termine und Buchungsmodalitäten können sich ändern; prüfen Sie die aktuellen Angaben vorab. Eine weitere Perspektive auf die Weinberge bietet der Pochod slováckými vinohrady: Diese Fernwandertradition entstand in den 1970er Jahren, die erste Ausgabe fand 1977 statt. Seit der 36. Ausgabe verlaufen die Strecken in der Region Podluží und enden im Weinkellerareal Nechory bei Prušánky. Die Strecken können jährlich variieren, informieren Sie sich deshalb vorab über den jeweiligen Verlauf.

Spätbarocke Kirche in Prušánky

Auch die Pfarrkirche St. Isidor setzt einen eigenen architektonischen Akzent: Der spätbarocke Bau entstand von 1751 bis 1758. In der Kuppel sind gut erhaltene zeitgenössische Fresken aus der Bauzeit von 1758 bewahrt. Damit ergänzt die Kirche die Weinbaugeschichte um ein konkretes Baudenkmal aus derselben Epoche, während die Kellerentwicklung in Nechory um die Wende zum 19. Jahrhundert einzuordnen ist.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Hodonín.

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