Ivanovice na Hané verbindet Schloss- und Kirchengeschichte mit einem eigenen Landschaftsthema: Ein 32,4 Kilometer langer Rundweg führt durch die leicht hügelige Haná-Landschaft mit Teichen. Auch eine Robinie im Stadtpark gehört zum Bild des Ortes. Für Ihre Aufenthaltsplanung stehen damit zwei unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl: historische Bauwerke und eine längere Runde durch die Haná.
Lage und Orientierung
Der Ort liegt am Fluss Haná neben der Autobahn D1 und der Eisenbahnstrecke Brünn–Přerov. Busverbindungen bestehen nach Vyškov und Brünn. Fahrpläne können sich ändern; prüfen Sie vor Ihrer Fahrt die aktuellen Verbindungen. Im Stadtpark steht eine etwa 340 Jahre alte Robinie, die zu den ältesten erhaltenen Bäumen dieser Art in Mähren gehört.
Schloss und Andreaskirche
Das spätrenaissancezeitliche Schloss besitzt einen wertvollen Arkadenhof. Die Familie Bukůvka begann 1608 mit dem Bau; ausgeführt wurde er von Antonín Pariz aus Brünn mit Unterstützung des Steinmetzmeisters Jan Foncun. Am 24. August 2026 war das Schloss für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Prüfen Sie den Zugang vor Ihrer Reise erneut.
Die Kirche des heiligen Andreas steht am Kopf des Stadtplatzes und gilt als bedeutendes Wahrzeichen; südöstlich von ihr liegt das Schloss. Die Kirche besitzt einen gotischen Kern, wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts umgebaut und im 18. Jahrhundert verändert. Ihre barocke Überformung gehört ebenso zur Baugeschichte wie der Glockenturm aus dem Jahr 1759 mit seinen barocken Skulpturen. Die Abfolge der Bauphasen macht an einem Gotteshaus verschiedene Epochen nachvollziehbar. Die Andreaskirche zählt zu den historischen Denkmälern der Stadt.
Weitere Zeugnisse der Stadtgeschichte
Die Friedhofskapelle des heiligen Josef wurde 1824 von František, Markgraf von Lusignan, errichtet; unter dem Laubengang befindet sich seine Familiengruft. Das Skulpturenensemble des heiligen Florian ist eine hochbarocke sakrale Anlage aus den Jahren 1721 bis 1729. Auf dem monumentalen Sockel sind der heilige Florian, der heilige Wenzel, Johannes der Täufer und der Schutzengel dargestellt.
Der jüdische Friedhof am östlichen Rand von Ivanovice na Hané weist Grabsteine aus dem frühen 17. Jahrhundert auf. Die jüdische Gemeinde in Ivanovice na Hané bestand seit 1940 nicht mehr. Auch die Marktgeschichte ist durch historische Daten geprägt: 1507 erhielt die Stadt das Privileg für einen Jahrmarkt; 1547 genehmigte Ferdinand I. einen dritten Jahrmarkt am Dienstag nach Pfingsten. Diese Privilegien gehören zur Geschichte der Stadtmärkte.
Haná-Landschaft und Rundweg
Der Rundweg beginnt in Ivanovice na Hané an der Mlýnská-Straße und führt durch die leicht hügelige Haná-Landschaft mit Teichen. Seine Länge beträgt 32,4 Kilometer. Routenbedingungen können sich ändern; prüfen Sie den Verlauf und die Bedingungen vor dem Start. Die Runde setzt damit einen anderen Schwerpunkt als die historischen Bauwerke: Sie führt als längere Strecke durch die Landschaft.
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