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In Zelená Hora treffen unterschiedliche Zeitschichten aufeinander: eine prähistorische Wallburg, eine später errichtete steinerne Burg und die bewegte Geschichte des Ortes. Auch die Landschaft gehört zum Bild: Zelená Hora liegt größtenteils in den Gipfelbereichen der Drahanská vrchovina. In Nad Bochtálem bietet sich heute ein schöner Ausblick auf die Haná.

Wallburg und steinerne Burg

Das archäologische Gebiet Zelená Hora ist eine bedeutende archäologische Fundstelle. Dazu gehört eine 1,1 Hektar große prähistorische Wallburg auf einer dreieckigen Landspitze über dem Pustiměřský potok. Ein Wall und ein Graben befestigten die Anlage. Fläche, Lage und Befestigung geben der Wallburg eine konkrete Gestalt in der Geschichte des Ortes.

Auf demselben archäologischen Gebiet wurde später eine steinerne Burg errichtet. Ihre Entstehung wird in die Mitte des 13. Jahrhunderts datiert; wahrscheinlich wurde sie bereits im 14. Jahrhundert aufgegeben. Wallburg und Burg stehen damit für unterschiedliche Epochen und sind zwei verschiedene historische Anlagen. Wer sich für die Entwicklung des Ortes interessiert, findet hier sowohl eine prähistorische Befestigung als auch eine mittelalterliche Burganlage.

Gründung und Ortsgeschichte

Die offizielle Gründung Zelená Horas erfolgte 1763. Zuvor hatten Holzknechte sechs Häuser in einem gerodeten Wald errichtet, und zwar in einem Teil, den Bischof Maxmilián, Graf Hamilton, ihnen geschenkt hatte. So gehören die sechs Häuser, die Rodung und die Schenkung gemeinsam zur Gründungsgeschichte. Das Datum bezeichnet den offiziellen Beginn des Ortes; die genannten Vorgänge erklären, unter welchen Umständen die ersten Häuser entstanden.

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts ist von einem tiefen Einschnitt geprägt: 1941 wurden die Einwohner von Zelená Hora zwangsweise ausgesiedelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrten sie 1945 zurück. Die beiden Jahreszahlen markieren eine Zäsur und die Rückkehr der Bevölkerung; sie helfen, die Ortsgeschichte nicht nur als Gründungsgeschichte, sondern auch als Geschichte von Verlust und Neubeginn zu lesen.

Nad Bochtálem und der Blick auf die Haná

In der Zwischenkriegszeit standen in Nad Bochtálem zwei Windmühlen. Nach der Aussiedlung der Gemeinde 1941 wurden sie nach und nach abgebaut. Heute bietet Nad Bochtálem einen schönen Ausblick auf die Landschaft der Haná. Der Ort verbindet damit eine Erinnerung an die früheren Windmühlen mit einem gegenwärtigen Landschaftsbezug. Die Windmühlen gehören zur Geschichte des Platzes; die Aussicht beschreibt, was Nad Bochtálem heute auszeichnet.

Ein Sandsteinkreuz auf dem Dorfplatz

Ein weiteres historisches Detail steht auf dem Dorfplatz: Dort befindet sich ein Sandsteinkreuz aus dem Jahr 1869. Zusammen mit der Wallburg, der steinernen Burg und der Ortsgeschichte ergänzt es das Bild Zelená Horas um ein datiertes Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert. So reichen die benannten Spuren von der Vorgeschichte bis in die jüngere Ortsgeschichte, während der Blick auf die Haná einen eigenen Landschaftsbezug setzt.

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