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Hostěradice verbindet mittelalterliche Ordensgeschichte mit barocken Bildwerken und einem konkreten Naturbezug. Wer eine Ferienwohnung in Hostěradice sucht, kann die Wahl des Reiseziels an diesen unterschiedlichen Interessen ausrichten. Die Bauwerke und historischen Spuren erzählen nicht dasselbe Kapitel: Die ehemalige Komturei, die Kirche St. Kunigunde, die barocke Säule und das Naturdenkmal setzen jeweils eigene Akzente. So lässt sich vor der Reise abwägen, ob Ortsgeschichte, Bildhauerei oder Natur den Schwerpunkt bilden soll.

Mittelalterliche Ordens- und Kirchengeschichte

Im Mittelpunkt der älteren Ortsgeschichte steht die Kirche St. Kunigunde, eine wertvolle mittelalterliche Kirche, die mit der ehemaligen Komturei des Deutschen Ordens verbunden ist. Die Komturei wurde nach 1237 gegründet. Erhaltene Gebäude der früheren Komturei sind heute Bestandteil des Pfarrhauses; weitere Überreste befinden sich im Pfarrgarten. Im südlichen Teil des Pfarrkomplexes ist außerdem ein Rest des Grabens erhalten. Das Bild der ehemaligen Anlage setzt sich damit aus unterschiedlichen baulichen Spuren zusammen, statt sich auf ein einziges vollständig erhaltenes Gebäude zu beschränken.

In der Kirche ist der Grabstein von Jan Gatnar erhalten, dem letzten utraquistischen Pfarrer. Hostěradice zählt zu den historischen utraquistischen Pfarreien. Der Grabstein nennt eine konkrete Person; die Einordnung als historische utraquistische Pfarrei setzt dazu den breiteren kirchengeschichtlichen Rahmen. Wer sich für die religiöse Vergangenheit interessiert, findet so neben der Verbindung zur Komturei einen weiteren, davon unterscheidbaren Aspekt der Ortsgeschichte.

Barocke Werke im Ortsbild

Ein anderer Schwerpunkt liegt in der barocken Bildhauerei. Der Mariánský sloup ist ein hochbarockes Werk des Bildhauers Štěpán Pagan aus dem Jahr 1728. An den Ecken der Säule stehen Statuen des heiligen Josef, des heiligen Joachim, des heiligen Sebastian und des heiligen Urban. Die vier Figuren machen das Figurenprogramm konkret; Jahreszahl und Bildhauer geben der Säule zugleich eine klare zeitliche und künstlerische Einordnung. Barock ist in Hostěradice damit nicht nur eine allgemeine Epochenbezeichnung, sondern durch ein datiertes Werk und seine benannten Statuen greifbar.

Auf dem Dorfplatz bilden die spätbarocke Kapelle Nanebevzetí Panny Marie und ein nahe gelegenes Steinkreuz gemeinsam eine dominante Sehenswürdigkeit und prägen die Gestaltung des Platzes. Dieser Platzbezug unterscheidet sich von der Säule: Bei der Kapelle und dem Kreuz steht die gemeinsame Gestaltung des Dorfplatzes im Vordergrund, beim Mariánský sloup das datierte Werk mit seinen vier Heiligen.

Naturbezug und Anreise

Auch der Naturbezug ist konkret benannt. Das Naturdenkmal U Kapličky weist wärmeliebende Pflanzengesellschaften mit Sand-Schwertlilie und einem reichlichen Vorkommen der Wiesen-Kuhschelle auf. Neben Bau- und Kirchengeschichte steht damit eine eigene botanische Besonderheit. Wer bei der Wahl des Reiseziels Natur stärker gewichten möchte, kann diesen Schwerpunkt der Kulturgeschichte gegenüberstellen.

Hostěradice ist mit dem Auto oder dem Bus erreichbar, liegt an der Strecke Znojmo–Moravský Krumlov und ist in das Verkehrssystem IDS JMK eingebunden. Wenn Sie mit dem Bus planen, prüfen Sie den für Ihre Reisedaten geltenden Fahrplan; einzelne Zeiten können sich ändern.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Znojmo.

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