Eine Wegkapelle unter einer breit ausladenden Linde, Erinnerungszeichen aus zwei Weltkriegen und eine frühere Windmühle geben Bořenovice unterschiedliche historische Bezugspunkte. Auch Radfahrende können den Ort in ihre Planung einbeziehen: Ein befestigter Feldweg führt durch die Gemeinde, daneben verläuft ein mikroregionaler Radrundweg durch mehrere Orte. So verbindet ein Aufenthalt hier lokale Geschichte mit einer konkreten Auswahl an Routen.
Kapellen und Wegeheiligtümer
An der Straße zwischen Holešov und Bořenovice, näher bei Bořenovice, steht die Kaplička pod lípou – Boží muka. Das kleine Wegheiligtum befindet sich unter einer breit ausladenden Linde und wurde wahrscheinlich Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet. Eine weitere Kapelle an der Straße zwischen den beiden Orten liegt näher bei Holešov; sie entstand um 1874. Straßenlage und Bauzeit sind hilfreiche Anhaltspunkte, um die beiden religiösen Bauwerke auseinanderzuhalten.
An der Straße nach Pacetluky steht die barocke Kapelle der Familie Šinkyřík. Sie wurde 1885 errichtet und ist der Geburt der Jungfrau Maria geweiht. Von dieser Kapelle aus zogen die Einwohner von Bořenovice einst betend zum Wallfahrtsort Svatý Hostýn. Damit gehört zur Geschichte des Gebäudes auch eine überlieferte Pilgertradition: Die Kapelle ist nicht nur ein Bauwerk mit einem bestimmten Baustil und einer Datierung, sondern zugleich Ausgangspunkt dieser historischen Prozession.
Erinnerungsorte und Gemeindeglockenturm
Die steinerne Statue der Panna Maria Svatohostýnská steht rechts an der Ausfahrt in Richtung Pacetluky. Sie wurde 1946 geschaffen, um an das Ende des Zweiten Weltkriegs zu erinnern und dafür zu danken, dass Bořenovice in diesem Krieg kein Todesopfer zu beklagen hatte. Am Ortseingang von Holešov kommend steht das Kreuzdenkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten. Es wurde am 1. September 1922 errichtet und erinnert an sieben Gefallene aus Bořenovice. Die beiden Erinnerungszeichen beziehen sich somit auf unterschiedliche Kriege: Die Statue ist mit Kriegsende und Dank verbunden, das Kreuz mit den gefallenen Einwohnern.
Die Bořenovská zvonice wurde 2010 zum Kulturdenkmal erklärt. Sie wurde wahrscheinlich während der Herrschaft von Maria Theresia errichtet und diente historisch sowohl als Warnsignal als auch zum Aufruf zum Gebet. Zugleich gehört sie zu den ältesten erhaltenen Gemeindeglockentürmen im Zlínský kraj. Die wahrscheinliche Datierung und die überlieferten Funktionen geben diesem Wahrzeichen einen anderen historischen Bezug als den Gedenkorten an den Straßen.
Windmühlengeschichte und Radverbindungen
Die Bořenovský-Windmühle wurde 1795 in Bořenovice errichtet und stand östlich des Dorfes bis 1976. Die aus dem nahe gelegenen Bořenovice überführte hölzerne Windmühle deutschen Typs befindet sich im Freilichtmuseum Rymice. Die Geschichte des Bauwerks lässt sich daher über zwei Orte einordnen: Sein früherer Standort lag östlich von Bořenovice, während sich die überführte Mühle im Freilichtmuseum in Rymice befindet.
Für eine Fahrt zwischen Pacetluky und Holešov führt ein befestigter Feldweg durch Bořenovice; in Holešov können Radfahrende auf die regionale Radroute 5033 wechseln. Daneben verläuft ein mikroregionaler Radrundweg durch Holešov, Bořenovice, Pacetluky, Karlovice, Kostelec u Hol., Roštění und Rymice. Die Routenangaben bieten zwei unterschiedliche Planungsansätze: Der Feldweg beschreibt die Verbindung von Pacetluky über Bořenovice nach Holešov samt Anschlussmöglichkeit, der Rundweg führt durch eine Reihe mehrerer Orte. Prüfen Sie vor der Fahrt den Zustand der Wege.
Weitere Reiseziele entdecken: Chvalčov, Žeranovice, Roštění, Litenčice, Vítonice, Sulimov, Věžky, Dřínov
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Kroměříž.