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Hoštice verbindet Spaziergänge an Kastanienalleen mit barocker Baukunst und einer vielschichtigen Schlossgeschichte. Für die Orientierung lohnt es sich, die Wege nach ihren genannten Zielen zu unterscheiden: Bei einem Spaziergang stehen Kastanienalleen und der Wald im Mittelpunkt, ein anderer führt zu einer Waldkapelle. Kirche und Bildstock ergänzen das Bild mit unterschiedlichen Beispielen historischer Baukunst.

Spaziergänge an Kastanienalleen

Die „Kaštanová vycházka“ verläuft auf der gelb markierten Wanderroute von der Kastanienallee bis zum Wald. Der Spaziergang führt außerdem vom Schloss Hoštice über eine zweite Kastanienallee zum Wald. So gehören sowohl eine Allee als auch der Schlossbereich zu den genannten Orientierungspunkten. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Weg- und Zugangsbedingungen: Markierungen und Zugang können sich ändern, ebenso die Details des Weges.

Ein anderer Rundgang, „Lesem Hříběcích hor z Hoštic ke kapličce Na Strašné“, führt von Hoštice über eine alte Schlossallee zur Waldkapelle Na Strašné. Wer einen benannten Zielpunkt in den Mittelpunkt stellen möchte, findet ihn bei diesem Rundgang in der Kapelle; die „Kaštanová vycházka“ ist dagegen über Alleen und Wald beschrieben. Die alte, weitläufige Kastanienallee zwischen Litenčice und Zdislavice führt ebenfalls nach Hoštice.

Die Kastanienallee der „Kaštanová vycházka“ wird durch Eschen und Walnussbäume ergänzt. Insgesamt umfasst sie 332 Bäume und gehört zu den geschützten Gedenkbaumalleen. Diese konkrete Baumzahl und die geschützte Einordnung geben der Allee einen eigenen Bezug zur Landschaftsgeschichte des Ortes.

Kirche, Malerei und barocke Baukunst

Die barocke St.-Ägidius-Kirche in Hoštice wurde nach einem Entwurf von Jakub Pánek errichtet. Ihre Wandmalereien werden Sebastini zugeschrieben, auch František Antonín Šebesta genannt. Entwurf und Zuschreibung betreffen dabei verschiedene Aspekte: Der erste ordnet die Kirche architektonisch ein, die zweite die Malereien. Ein weiteres Beispiel barocker Volksarchitektur ist der Bildstock Boží muka in Hoštice. Er ist hochbarock und hat einen rechteckigen Grundriss. Im unteren Teil befinden sich Nischen mit Konchen, im oberen flache Nischen mit Heiligendarstellungen. Ein pyramidenförmiges Dach mit zweiflügeligem Eisenkreuz schließt den Bildstock ab.

Schlossgeschichte und Garten

Das Schloss Hoštice hatte bereits im 12. Jahrhundert eine Festung als Vorgänger und wurde später zu einem Schlösschen umgebaut. Zum Schloss gehörte historisch ein formaler Ziergarten, der sich über zwei Terrassen erstreckte. Auf der unteren Terrasse sind Rosskastanien erhalten, die in regelmäßigem Raster gepflanzt wurden. Im Schlosspark befindet sich außerdem eine Büste der Schriftstellerin Marie Ebner-Eschenbach aus weißem Marmor auf einem steinernen Sockel.

Das Schloss ist heute nicht öffentlich zugänglich. Durch das Gittertor des Schlosses kann man in den Park hineinblicken. Beziehen Sie diese Zugangsbeschränkung in Ihre Planung ein und prüfen Sie die Zugangsinformationen vor der Anreise.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Kroměříž.

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