Eine prähistorische befestigte Siedlung, eine Kirche mit gotischem Vorgänger und ein markierter Lehrpfad geben Bílovice verschiedene Schwerpunkte. Kulturgeschichte und Wanderung sind dabei unterschiedliche Gründe, sich näher mit dem Ort zu befassen. Der historische Bogen reicht von der frühen Besiedlung bis zum Aufenthalt des Malers Josef Mánes im 19. Jahrhundert; für Bewegung im Freien gibt es eine neun Kilometer lange Route.
Hrad u Bílovic: Befestigung und Lage
Die erhaltene Befestigung von Hrad u Bílovic umfasst zwei Wälle und Gräben. Sie gehört zu einer prähistorischen befestigten Siedlung auf einer markanten, ovalen Landzunge oberhalb des Flüsschens Romže. Geländeform und Befestigung geben dem historischen Thema zwei Seiten: Die Landzunge beschreibt die Lage, Wälle und Gräben den erhaltenen Aufbau. Die markante ovale Form und die benannten Befestigungselemente machen Hrad u Bílovic als frühe Siedlungsanlage konkret.
Kirche und Bildwerke im Ort
Die römisch-katholische Kirche sv. Jana Křtitele befindet sich im Zentrum von Bílovice. Sie wurde ungefähr in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts an der Stelle einer gotischen Sakralstätte errichtet, die 1366 erwähnt wurde. Die Jahreszahl bezieht sich auf die ältere Sakralstätte; der Kirchenbau gehört ungefähr in die spätere Zeit. Ebenfalls im Zentrum steht an der Hauptkreuzung eine Skulpturengruppe mit Johannes Nepomuk, Vendelín und Antonín. Während Kirche und Skulpturengruppe im Ortszentrum liegen, befindet sich ein Kruzifix nördlich von Bílovice an der Straße nach Topolná.
Geschichte, Schloss und Kunst
Bílovice war spätestens im 13. Jahrhundert besiedelt und wurde zu einem bischöflichen Lehen. Diese frühe Ortsgeschichte bildet einen anderen Zeithorizont als der Aufenthalt des Malers Josef Mánes, der sich von 1854 bis 1856 in Bílovice aufhielt und dort das Gemälde Verunka Čudová schuf. Ein kleines barockes Schloss namens Zámek Bílovice befindet sich ebenfalls im Ort; auf dem Friedhof befindet sich ein zusammenhängender Freskenzyklus von J. Kohler. Die Kunstbezüge unterscheiden sich: Bei Mánes ist ein einzelnes Gemälde mit seinem Aufenthalt verknüpft, am Friedhof ein zusammenhängender Zyklus mit einem bestimmten Künstler.
Wandern und Radfahren
Der Lehrpfad „Po hranici devíti katastrů“ ist 9 km lang, mit grüner Wanderwegmarkierung gekennzeichnet und verläuft in überwiegend ebenem, leichtem Gelände. Streckenlänge und Geländeprofil beantworten dabei verschiedene Planungsfragen: Die eine Angabe beschreibt den Umfang, die andere die Beschaffenheit der Route. Entlang des Lehrpfads gibt es mehr als zehn Informationstafeln sowie Rastplätze mit Sitzgelegenheiten. Die Radwege von Bílovice verlaufen über Feldwege, sind ausgeschildert und an die wichtigsten Radrouten angebunden. Beim Lehrpfad sind Distanz und Geländeprofil die zentralen Anhaltspunkte; beim Radwegenetz stehen Feldwegführung und Anschluss an die wichtigsten Radrouten im Vordergrund.
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