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Am Übergang zwischen dem Dolnomährischen Becken und dem Chřiby-Gebirge liegt Polešovice. Der Aussichtsturm Floriánka macht die Landschaft mit einem weiten Blick erlebbar; dazu kommen eine Barockkirche, Weintraditionen und Wege mit sehr unterschiedlichen Streckenlängen. So lässt sich der Aufenthalt nach Interesse gestalten, ohne alle Sehenswürdigkeiten in ein einziges Programm zu packen.

Landschaft, Aussicht und Wege

Floriánka ist 20,2 Meter hoch. Von der Südseite des Aussichtsturms reicht der Blick über die gesamten Weißen Karpaten und die Hostýnské vrchy bis zu den Pálava-Bergen. Für einen kürzeren Weg bietet sich die Stezka pod Floriánkou an: Sie ist knapp zwei Kilometer lang und führt durch den Waldpark Skalka in Polešovice. Unterwegs gehören zehn unterhaltsame Aufgaben dazu; entlang der Weinberge lässt sich außerdem eine hölzerne Kugelbahn ausprobieren.

Eine deutlich längere Radoption ist die 42 Kilometer lange Stezka Muškátu moravského. Ihre Route führt über Uherské Hradiště, Kostelany nad Moravou, Nedakonice, Polešovice, Boršice, Buchlovice, Zlechov und Staré Město zurück nach Uherské Hradiště. Die Radroute Moravská vinná verläuft ebenfalls durch das Katastergebiet von Polešovice. Für die Auswahl stehen damit ein knapp zwei Kilometer langer Weg, eine längere Rundroute mit ausgewiesener Streckenlänge und eine weitere Radroute mit Bezug zum Gemeindegebiet im Raum.

Kirche, Geschichte und Tracht

Die erste schriftliche Erwähnung von Polešovice stammt aus dem Jahr 1220. Damals gehörte der Ort dem neu gegründeten Zisterzienserkloster in Velehrad. Die Kirche St. Peter und Paul ist das größte Bauwerk auf den Besitzungen dieses Klosters. Trotz mehrerer Erneuerungen und Restaurierungen hat sie ihre ursprüngliche barocke Gestaltung außen wie innen bewahrt. Geschichte und Architektur treffen hier an einem konkreten Bauwerk zusammen.

Auch die Polešovicer Tracht verweist auf die regionale Kultur: Sie gehört zu den doláckischen Trachten des uherskohradišťer Typs im unteren Marchgebiet. Bei den Slovácké hody s právem treten 150 bis 200 kostümierte Teilnehmer auf; die Veranstaltung findet am zweiten Sonntag im Oktober statt. Für die Reiseplanung ist das jeweilige Jahresprogramm maßgeblich. Ein anderes historisches Detail liegt an einem Feldweg: Das steinerne Sühnekreuz von Polešovice ist etwa 1,5 Meter hoch und stammt wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert.

Weintradition und Verkostung

Wein gehört in Polešovice sowohl zur Geschichte als auch zu konkreten Besuchsmöglichkeiten. Der älteste belegte Weinbergsname ist Mniška aus dem Jahr 1454; er belegt einen klösterlichen Weinberg. Floriánka, der Name des Aussichtsturms, stammt von einer weißen Keltertraubensorte. Diese wurde an der örtlichen Weinzüchtungsstation gezüchtet und 2010 in das Staatliche Sortenbuch eingetragen.

Auf der Šlechtitelská stanice vinařská gibt es ein Wein-Informationszentrum mit Verkaufsstelle und den Verkostungsraum Golanské výšiny. Ein jährlich zu Ostern stattfindender Termin ist der Košt vína, bei dem örtliche und auswärtige Weinbauern zusammenkommen. Zusammen mit den herbstlichen Slovácké hody s právem ergibt sich ein Jahreslauf mit unterschiedlichen Anlässen für einen Besuch. Prüfen Sie für Ihren Reisezeitraum das jeweilige Veranstaltungsprogramm.

Weitere Reiseziele entdecken: Babice U Uherského Hradiště, Traplice, Tupesy, Nedachlebice, Staré Město, Kostelany Nad Moravou, Ořechov, Vlčnov.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Uherské Hradiště.

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