Der Janovský potok durchfließt einen großen Teil des bebauten Gebiets von Janová und mündet im Ortszentrum in die Vsetínská Bečva. Die Landschaft wechselt zwischen Weiden und Waldflächen sowie langen, schmalen Tälern und Kammabschnitten mit weiten Ausblicken in die Umgebung. Ein beträchtlicher Teil des Katastergebiets liegt im Landschaftsschutzgebiet Beskydy. Landschaft und Ortsbild geben damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt.
Wanderwege mit unterschiedlichen Zielen
Ein gelb markierter Wanderweg führt von Janová nach etwa drei Kilometern zu U Karolů, einer Gruppe alter walachischer Holzhäuser. Der Weg bietet durchgehend Ausblicke auf den Kamm der Vsetínské vrchy und die Grenzberge Javorníky. Ein weiterer gelb markierter Wanderweg führt vom Tal Hořansko durch den Wald nach Vsetín. Dort sind gelegentliche Ausblicke in die Täler Janová–Hořansko und Vsetín–Jasenice Teil der Route.
Die beiden Wege unterscheiden sich sowohl durch ihr Ziel als auch durch die beschriebenen Aussichten: U Karolů verbindet den Weg mit einer Gruppe historischer Holzhäuser und durchgehenden Ausblicken auf zwei Gebirgszüge. Die Route von Hořansko nach Vsetín führt durch den Wald und bietet einzelne Blicke in zwei Täler. Bei der Wahl zwischen den Wanderungen können Ziel und Aussicht den Ausschlag geben.
Ortsgeschichte und Handwerk
Mehrere Bauwerke in Janová sind mit konkreten Jahreszahlen verbunden. Die Friedhofskapelle wurde 1890 errichtet, der alte Glockenturm stammt aus dem Jahr 1891. Der neue Glockenturm wurde 1994 errichtet; seine Glocke kam durch eine finanzielle Sammlung unter den Einwohnern von Janová hinzu. Die Daten zeigen unterschiedliche Etappen der Baugeschichte, während die Sammlung die Beteiligung der Einwohner an der Anschaffung der Glocke festhält.
Der geschnitzte Eingang der Friedhofskapelle wurde 2002 nach dem ursprünglichen Projekt des Baumeisters Michal Urbánek fertiggestellt. Auch das Denkmal für die Ortsgeschichte hat einen klaren zeitlichen Bezug: Es wurde 1938 für 27 einheimische Männer errichtet, die auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs gefallen waren. Kapelle und Denkmal stehen für unterschiedliche Themen – die Baugeschichte des Ortes und das Gedenken an die Gefallenen.
Eine weitere historische Perspektive bietet das lokale Handwerk. Im 19. Jahrhundert war Janová für die Herstellung von Houně-Wolldecken und hohen Tuchpantoffeln bekannt. Damit ergänzt die Geschichte der Textil- und Schuhherstellung die Bau- und Gedenkgeschichte des Ortes.
Radfahren und Anreise
In Janová gibt es Möglichkeiten für Ausflüge mit dem Mountainbike. Die Cyklostezka Bečva eignet sich zum Radfahren, Inline-Skaten und Gehen; Inline-Skater können ausgewählte Abschnitte nutzen. So stehen neben den gelb markierten Wanderwegen auch Radaktivitäten und weitere Nutzungsarten der Bečva-Route im Blick.
Janová ist der zweite Halt auf der Bahnstrecke 282 zwischen Vsetín und Velké Karlovice. Für konkrete Abfahrten prüfen Sie bitte den aktuellen Fahrplan.
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