Eine geschützte hölzerne Glockenstube mit einer Glocke aus dem Jahr 1737 ist eines der besonderen historischen Zeugnisse in Oznice. Dazu kommen Gedenkorte, eine lange Handwerkstradition und Wege durch die Hostýnské vrchy. Je nachdem, ob Sie sich eher für Ortsgeschichte oder für eine längere Strecke interessieren, setzt Ihr Aufenthalt andere Schwerpunkte.
Geschichte an Glockenstube und Gedenkorten
Bei Forajtka steht die hölzerne Glockenstube mit zwei Glocken; eine davon stammt aus dem Jahr 1737. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Bauwerk an seinen heutigen Standort versetzt. Ursprünglich stand es bei Haus Nummer 15 der Familie Hrabovský in Lípí. Nahe dem Gemeindeamt erinnert ein Steinkreuz an einen anderen Abschnitt der Ortsgeschichte: Es wurde 1906 auf Kosten des Ehepaars Zetek neben der durch Oznice führenden Straße errichtet.
Im Sattel Píšková steht ein schlichtes steinernes Denkmal für T. G. Masaryk. Es befindet sich auf einer begrünten Lichtung mit Ziersträuchern und jungen Linden. Oberhalb von Oznice steht an einem Hang ein restaurierter Partisanenbunker, der 1980 rekonstruiert wurde. Dort kam der Partisan Augustin Bártek aus Brňov am 1. März 1945 im Kampf mit deutschen Polizeikräften ums Leben.
Ein Sandsteinblock auf dem Kamm an der Katastergrenze von Oznice und Banky trägt die Inschrift „Kaiser Franz Josefs - Hohe 1898“. Er erinnert an den Aufenthalt Kaiser Franz Josephs I. im Jahr 1898. Ebenfalls auf einem Kamm der Hostýnské vrchy, an der Grenze zwischen Oznice und Branky, steht nahe dem Gehöft bei Mrnuštíků zwischen zwei ausgewachsenen Linden ein hölzernes Marienbildstöckchen. Das schlichte Häuschen hat ein Dach und eine Statue der Jungfrau Maria. Bei Mrnuštíků findet im Mai eine Pfingstmesse statt.
Zum historischen Handwerk der Einwohner gehörten das Flechten von Besen sowie die Herstellung walachischer Schuhe, Karren, Schlitten, Holzwerkzeuge und weiterer Gegenstände aus Holz. Zusammen mit den Kreuzen und Gedenkorten gibt diese Handwerkstradition der Ortsgeschichte mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Markierte Wege und eine Radrunde
Durch den östlichen Ausläufer der Hostýnské vrchy führt ein etwa 13,5 Kilometer langer gelb markierter Weg. Die Strecke bietet zahlreiche Panoramablicke auf nahe Kämme und die gegenüberliegenden Vsetínské vrchy. Ihr Startpunkt ist die Bushaltestelle Oznice ČSAD; von dort führt der Weg über Kuželek, Lázy, Háje, Pod Chladnou und U Holáňů bis zur Brücke in Pržno.
Eine längere Option auf dem Rad ist die 45 Kilometer lange Runde „Na Kelečský zámek z Valmezu“. Sie führt von Valašské Meziříčí über Poličná, Branky, Kelč, Kunovice, Loučka, Podolí, Oznice, Mikulůvka und Jarcová zurück nach Valašské Meziříčí. Die Runde eignet sich für E-Bikes, Gravelbikes und Mountainbikes. In Richtung Oznice verläuft sie zunächst auf der Radroute 6220 und durch den Ort. Ab der Kreuzung „Nad Oznicí“ führt sie auf einer gelb markierten Strecke weiter und wechselt anschließend auf die grüne Markierung.
Für die Routenwahl geben die Längen einen konkreten Vergleich: etwa 13,5 Kilometer auf dem gelb markierten Weg gegenüber 45 Kilometern auf der Radrunde. Das sind unterschiedliche Maßstäbe für einen Aufenthalt, ohne die beiden Strecken miteinander gleichzusetzen.
Oznička: Aussicht und Zustieg
Der private, fast acht Meter hohe hölzerne Aussichtsturm Oznička liegt oberhalb von Oznice in den Hostýnské vrchy und an der Strecke zwischen Mikulůvka und Oznice. Er besteht seit 2019; seine Aussichtsplattform wurde 2023 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die überdachte Plattform liegt in fünf Metern Höhe. Von dort blickt man auf die angrenzende Siedlung und die umliegenden, von Weiden geprägten Hügel. Bei passenden Sichtverhältnissen ist durch eine Öffnung im Nordosten auch der Gipfel Radhošť in den Beskiden zu sehen.
Der Zugang von Oznice führt über eine etwa 1.200 Meter lange, steil ansteigende Strecke bis zu einem Sattel. Für die letzten 200 Meter eignet sich eher ein Mountainbike als ein Rennrad; Wetter und Pflege können die Bedingungen beeinflussen. Die Plattform ist frei zugänglich, der Aufstieg erfolgt auf eigene Gefahr. Da die Oznička in Privatbesitz ist, prüfen Sie den Zugang vor Ihrem Besuch.
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