Nedašova Lhota ist ein Grenzort zur Slowakischen Republik im Gebiet Závrší und liegt im Landschaftsschutzgebiet Bílé Karpaty. Hier kommen eine heutige Grenzlage, eine geschützte Landschaft und eine weit zurückreichende Ortsgeschichte zusammen. Für Ihre Reiseplanung lassen sich Natur, Bewegung und Kulturerbe als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten. Wander- und Radrouten bieten dabei einen anderen Zugang als die benannten Zeugnisse der Ortsgeschichte.
Landschaft, Wacholder und Routen
Geschützte Wacholderstandorte gibt es in Rovnice, bei Maleník, in Potůčky und in Zadky. Diese konkreten Ortsnamen ergänzen die allgemeine Perspektive auf das Landschaftsschutzgebiet. Wer sich für die Natur des Gebiets interessiert, kann so auch die benannten Wacholderstandorte in den Blick nehmen.
Der 23 km lange Wanderweg „Valašské pastorále“ führt durch die Hügellandschaft um Závrší im Tal des Flusses Nedašovka. Návojná, Nedašov und Nedašova Lhota gehören zu dieser Hügellandschaft. Der Weg steht damit für einen räumlichen Blick über den einzelnen Ort hinaus: Seine Beschreibung umfasst mehrere Gemeinden und den Talraum der Nedašovka.
Für Radtouren sind zwei weitere Strecken benannt. Die 28 km lange Route „Na kole po Závrší“ führt zum Beginn von Nedašova Lhota und steigt anschließend durch den Ort an. Die 35 km lange, grenzüberschreitende Rad- und Lehrroute „Naučná cyklotrasa Hugolína Gavloviča“ führt von Valašské Klobouky über Nedašov und Nedašova Lhota bis nach Pruské. Im Vergleich stehen damit eine Wanderung über 23 km und zwei Radrouten über 28 beziehungsweise 35 km zur Wahl. Die längste der drei ist die grenzüberschreitende Radroute. So können Sie zuerst nach Aktivität und Streckenlänge auswählen; die Details dieser Route sollten Sie vor der Abfahrt lokal prüfen.
Grenzgeschichte und Kulturerbe
Nedašova Lhota wurde 1503 erstmals schriftlich erwähnt. Damals wurde die Siedlung in den Landtafeln als Teil der Herrschaft und der Burg Brumov genannt. Die Burg bewachte die damalige Staatsgrenze am Vlárský průsmyk zu Ungarn. Der heutige Grenzort zur Slowakischen Republik und dieser historische Bezug zu einer früheren Staatsgrenze gehören zu unterschiedlichen Zeiten der Ortsgeschichte.
Zu den erhaltenen Zeugnissen gehören ein denkmalgeschützter hölzerner Blockbau-Glockenturm aus dem Jahr 1867 und ein gemauerter Glockenturm aus dem Jahr 1933. Außerdem zählt eine kleine Glocke aus dem Jahr 1775 zum Kulturerbe. Die Jahreszahlen laden zu einem konkreten zeitlichen Vergleich ein: Die Glocke ist älter als beide Türme, und bei den Türmen stehen unterschiedliche Bauweisen im Mittelpunkt. So zeigt sich das Kulturerbe nicht nur in den Daten, sondern auch in den verschiedenen Materialien.
Über Glocken und Türme hinaus sind auch historische Arbeitsgeräte und Anlagen vertreten. Bei Fojtík Jan Nr. 14 befindet sich eine hölzerne Obsttrocknungsanlage. In der Feuerwache von Nedašova Lhota steht eine vierrädrige Handfeuerspritze aus dem Jahr 1902. Zusammen mit den Glockentürmen geben diese Zeugnisse einen Einblick in unterschiedliche Seiten des örtlichen Kulturerbes: Bauwerke, eine Glocke, die Obsttrocknung und historische Feuerwehrausrüstung.
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