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Rudimov liegt südlich des malerischen Poolšaví zwischen bewaldeten Hügeln im Tal des Bachs Třešňůvka; die durchschnittliche Höhe beträgt 334 m. Das gesamte Katastergebiet gehört zum Landschaftsschutzgebiet Bílé Karpaty. Naturraum und Ortsgeschichte stehen hier nebeneinander: Obstwiesen und ökologische Rückzugsräume treffen auf Handwerkstradition, Holzdenkmäler und archäologische Zeugnisse.

Landschaft und Natur

Extensive hochstämmige Obstwiesen prägen die Landschaft der Weißen Karpaten. Dort wachsen ursprüngliche regionale Obstsorten, die an die natürlichen Bedingungen angepasst sind. Auch Rudimovs extensive Obstwiesen haben eine ökologische Funktion: Sie bieten Orchideen und spezialisierten Insekten sowie Vögeln, die aus der intensiv bewirtschafteten Agrarlandschaft verdrängt wurden, einen Rückzugsraum. So lässt sich die Landschaft nicht nur über ihre bewaldeten Hügel und das Tal der Třešňůvka, sondern auch über diese Lebensräume und die regionalen Obstsorten einordnen.

Handwerk und historische Zeugnisse

Eine lokale Handwerkstradition ist die Tierkastration: Sie ist in Rudimov seit 1545 belegt und wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von beinahe allen erwachsenen Männern ausgeübt. Ein hölzerner Blockbau-Glockenturm aus dem Jahr 1780 wird im Verzeichnis unter der Nummer 2063 geführt. Das reich geschnitzte hölzerne Kreuz schuf 1820 ein volkstümlicher Künstler; im Verzeichnis trägt es die Nummer 2064.

Auch die archäologischen Funde reichen weit zurück: Sie stammen aus dem Äneolithikum, der Hallstattzeit, der keltischen Zeit und dem frühen Mittelalter. Die Überreste des slawischen Burgwalls Gradca liegen im Flurgebiet Zachrástí–Ploštiny. Geschützte Grabhügel befinden sich in den Fluren Gradca, Spalica und Paličky. Das Kriegerdenkmal für die örtlichen Opfer des Ersten Weltkriegs besteht aus einer künstlich angelegten, pyramidenförmigen Gruppe unbearbeiteter Sandsteinblöcke; eine Figurengruppe zeigt eine Frau und einen sterbenden Soldaten. Ein zweites Kriegerdenkmal erinnert an rumänische und sowjetische Soldaten, die bei einem Artillerieangriff nahe der Gemeinde während des Zweiten Weltkriegs ums Leben kamen.

Wander- und Radrouten

Ein gelb markierter Wanderweg verläuft durch das Katastergebiet und verbindet Slavičín mit Bojkovice. Prüfen Sie vor der Tour, ob die Markierung aktuell ist. Auch die Radrouten 5054 von Slavičín nach Luhačovice und 5056 von Bojkovice nach Luhačovice führen durch das Katastergebiet. Der mittelschwere Rundweg „Ze Slavičína na Petrůvku“ ist 15 km lang, weist 238 m Höhenunterschied auf und führt rund um Rudimov.

Die Angaben bieten unterschiedliche Orientierung für die Tourenwahl: Beim Rundweg sind Länge, Höhenunterschied und Schwierigkeitsgrad benannt, beim Wanderweg die Verbindung zwischen seinen Endpunkten und bei den Radrouten Nummern und Zielorte. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuelle Beschilderung und die Oberflächenbedingungen; für den Rundweg sollten Sie sich ebenfalls über die aktuellen Wegbedingungen informieren.

Museum, Baden und lokale Produkte

Das Luftfahrtmuseum in Rudimov zeigt eine Sammlung von Flugzeug- und Schiffsmodellen. Im Juli und August ist es samstags und sonntags von 14 bis 16 Uhr geöffnet; bestätigen Sie die Besuchszeiten vorab. Wenn das Museum zu Ihren Reiseplänen gehört, kann dieses Zeitfenster auch die Suche nach einer Ferienwohnung in Rudimov mitbestimmen.

Ein Bericht vom 12. August 2024 nennt am Ortseingang hinter dem Sportareal ein Biotop beziehungsweise Mehrzweckbecken zum Baden. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Badebedingungen und den Zugang. Im Laden von Maso z lúky / Farma Rudimov werden Fleisch, Würste, Jerky, getrocknete Pflaumen, Birnen, Chutneys, Soßen und weitere lokale Produkte verkauft. Informieren Sie sich vor dem Besuch über die Öffnungszeiten. Eine direkte Abholung von Produkten ist in Rudimov 105, 763 21, möglich; stimmen Sie die Abholung vorab ab.

Zur Esskultur gehört auch eine historische Tradition: Auf zahlreichen Bauernhöfen gab es Obsttrockner. Getrocknetes Obst wurde in großem Umfang aus dem Ort ausgeführt, und an mehreren Stellen wurde Powidl gekocht. Zusammen mit dem heutigen Produktangebot zeigt diese Geschichte zwei unterschiedliche Seiten lokaler Lebensmittelkultur, ohne die frühere Verarbeitung mit einem heutigen Besucherangebot gleichzusetzen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Zlín.

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