Zwischen Welterbe, Museumssammlungen und Küche bietet Tunis mehrere konkrete Ansatzpunkte für eine Kultur- und Genussreise. Die Medina, das Bardo-Museum, Architektur rund um die Bourguiba Avenue und Speisen aus den Souks sprechen unterschiedliche Interessen an. Bei der Planung können Sie entscheiden, ob Stadtgeschichte, Museen, Architektur oder Küche den Ausschlag geben soll.
Medina von Tunis: ein Welterbe aus mehreren Teilen
Das UNESCO-Welterbe Medina von Tunis umfasst die zentrale Medina aus dem 8. Jahrhundert sowie nördliche und südliche Vorstädte aus dem 13. Jahrhundert. Zum Ensemble gehören Souks, Wohnviertel, Denkmäler und Stadttore. Die Medina gilt als eines der am besten erhaltenen Beispiele ihrer Art in der islamischen Welt. Die Datierung ordnet den Kern und die Vorstädte zeitlich ein; Souks, Wohnviertel, Denkmäler und Tore bilden verschiedene Bestandteile des städtischen Ensembles.
Museen und Sammlungen
Die Sammlungen des Bardo-Museums spiegeln die Geschichte Tunesiens von der Vorgeschichte bis in die Moderne wider und umfassen römische Altertümer. Sie sind auf drei Ebenen ausgestellt: im Erdgeschoss und auf zwei Obergeschossen. Durch das Umbau- und Erweiterungsprojekt von 2009 bis 2012 wurde die Fläche des Bardo-Museums nahezu verdoppelt. Der moderne Flügel hat eine Eingangshalle mit dem Mosaik „Triumph des Neptun“ und umfasst einen großen Bereich für Wechselausstellungen. Historische Spannweite und konkrete Details der Präsentation geben Ihnen zwei verschiedene Betrachtungsweisen der Sammlungen.
Tunis bietet darüber hinaus zwei weitere kulturelle Bezugspunkte. Das Sidi Qacem Jellizi-Keramikmuseum ist einem Keramikmeister des 15. Jahrhunderts gewidmet. Das Museum für Volkskunst und Traditionen von Tunis befindet sich im Palast Dar Ben Abdallah, einem Palast des 19. Jahrhunderts in der Medina. Diese Häuser setzen unterschiedliche Akzente: Keramikgeschichte auf der einen, Volkskunst und Traditionen im historischen Palast auf der anderen.
Architektur und Küche
Rund um die Bourguiba Avenue finden sich Gebäude im Art-Nouveau- oder Art-déco-Stil. Die Viertel gelten außerdem als Bereiche mit beliebten Cafés und Modeboutiquen.
Auch die Küche hat in der Medina einen konkreten Bezug: Zu den Speisen in den Souks der Medina von Tunis gehören Brik à l’œuf, Fricassé, Kaftaji und Lablabi. Diese Auswahl ergänzt die historischen und architektonischen Themen um einen kulinarischen Blick auf denselben Stadtraum. Welche Speisen ein bestimmter Händler anbietet, kann variieren; bei einem besonderen Wunsch lohnt sich eine Nachfrage vor Ort.
Den Aufenthalt planen
Wenn Sie ein Hotel in Tunis suchen, können Sie Ihre Suche mit dem Schwerpunkt des Aufenthalts verbinden: Welterbe und Medina, die Sammlungen des Bardo oder Architektur und Küche? Eine solche Priorisierung hilft, die eigenen Interessen zu ordnen, bevor Sie einzelne Unterkünfte vergleichen. Sie müssen dabei nicht alle Themen in einen einzigen Reiseplan packen; entscheidend ist, welche davon Ihren Aufenthalt prägen sollen.
Weitere Reiseziele entdecken: La Goulette, Rades, Sidi Bou Saïd, Carthago, Zougueg, Gammarth, Manouba.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tunis.