Zum Inhalt

An der Fassade der Kecskeméter Városháza erklingt das Glockenspiel seit 1983 in jeder Tagesstunde. Es wurde anlässlich des 100. Geburtstags von Zoltán Kodály in Auftrag gegeben. Dieser musikalische Akzent ist ein guter Einstieg in eine Stadt, deren Sehenswürdigkeiten Architektur, Geschichte und Mitmachen auf unterschiedliche Weise verbinden.

Stadtgeschichte, Architektur und Ausstellungen

Die Cifrapalota ist ein Bauwerk der ungarischen Secession. In ihren Ausstellungen begegnen sich mehrere Themen: Neben wechselnden Präsentationen gibt es dauerhafte historische, archäologische und ethnografische Ausstellungen. Zu sehen ist dort auch der awarische Schatz von Kunbábony, der aus 155 Goldgegenständen besteht.

Auch die Városháza erzählt Stadtgeschichte durch ihre Bauweise. Lechner Ödön und Pártos Gyula entwarfen das Rathaus; errichtet wurde es zwischen 1893 und 1897.

Der römisch-katholische Nagytemplom gilt als größte Kirche der Kiskunság und wurde im klassizisierenden spätbarocken Copf-Stil errichtet. Die Architektur dieser Kirche wurde beim Bau von Kirchen in zahlreichen Ortschaften zum Vorbild. 1993 erhielt der Nagytemplom durch eine Entscheidung von Papst Johannes Paul II. den Rang einer Konkathedrale.

Eine weitere Perspektive auf die Stadt eröffnet die Ausstellung „Kecskemét, hirös város“ im Kecskeméti Városháza Látogatóközpont. Sie behandelt die Geschichte Kecskeméts vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

Musik, Mitmachen und Besucherinformation

In der Leskowsky Hangszergyűjtemény steht nicht nur das Betrachten von Instrumenten im Vordergrund: Besucher können Instrumente aus fünf Kontinenten selbst zum Klingen bringen. Die Sammlung umfasst Saiten-, Blas- und Schlaginstrumente. Das unterscheidet sie von den historischen Ausstellungen, in denen vor allem Exponate und ihre Themen den Zugang bestimmen. Wer Musik und aktives Ausprobieren interessant findet, kann diesen Schwerpunkt bei der Auswahl der Kecskeméter Kulturangebote berücksichtigen.

Das Természet Háza in Kecskemét ist das Besucherzentrum des Kiskunsági-Nationalparks. Dort gibt es Informationen zu den Lehrpfaden des Nationalparks, zu Besuchsbedingungen für Schutzgebiete, zu ökotouristischen Programmen und zu Waldschulen. Damit ergänzt es die kunst- und stadtgeschichtlichen Themen um eine Anlaufstelle für Fragen zu Naturangeboten im übergeordneten Reiseziel Bács-Kiskun.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Bács-Kiskun: weitere Ziele mit eigenem Schwerpunkt

Im übergeordneten Reiseziel Bács-Kiskun gibt es weitere eigenständige Kultur- und Naturthemen. In Tiszaalpár vermittelt der Lehrpfad Tiszaalpár, Földvár die Geschichte der bronzezeitlichen Befestigungsanlage Tiszaalpári Földvár und die Lebensweise der Menschen in der Bronzezeit. Tiszaalpári Földvár ist eine besonders geschützte archäologische Fundstätte in Bács-Kiskun; die Einstufung erfolgte auf Grundlage der Verordnung 3/2003. (I. 25.) NKÖM. Ebenfalls in Tiszaalpár stellt eine aus Anlass des Millenniums errichtete Rekonstruktion eines Dorfes aus der Árpád-Zeit die bei örtlichen Ausgrabungen entdeckte Siedlungsstruktur dar.

Im Kiskunhalasi Csipkeház und Csipkemúzeum geht es um die Geschichte der Halaser Spitze, die 1902 begann. Besucher können dort jahrhundertealte Spitzenarbeiten bewundern und den Prozess des Spitzenstickens sehen. In Bugac wiederum bietet der Boróka-Lehrpfad Informationstafeln und Erlebnisstationen, darunter ein Waldxylophon und ein Spiel-Fernrohr. Der Lehrpfad ist 1.100 Meter lang; seine Ausstattung verbindet Informationen mit spielerischen Stationen.

Der Szelidi-See bei Dunapataj ist ein natürlicher Altarm, der sich nach der Eiszeit aus einem Seitenarm der Donau entwickelte. Der Lehrpfad zu den Blaualgen am See ist ganzjährig zu Fuß und mit dem Fahrrad zugänglich. Seine zwölf Informationsstationen behandeln die Entwicklung des Sees, die Eigenschaften des Wassers, die dort lebenden Organismen und die Tierwelt der Umgebung. Da sich örtliche Bedingungen ändern können, empfiehlt sich vor der Wegplanung ein Blick auf die aktuelle Situation.

Auch die Wegbeschreibung zum Pásztormúzeum ist konkret: Vom Informationszentrum Puszta Kapuja führt ein Feldweg zu Fuß dorthin; die Entfernung beträgt etwa 1,5 Kilometer. Diese ungefähre Distanz und die Beschaffenheit des Weges geben eine praktische Orientierung für die Planung dieses Besuchs.

Die beschriebenen Schwerpunkte bieten dafür verschiedene Ansatzpunkte, ohne sie zu einer festen Route zusammenzufassen.

Weitere Reiseziele entdecken: Lakitelek, Jakabszállás, Lajosmizse, Ágasegyháza, Ladánybene, Szentkirály, Orgovány, Fülöpháza.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kecskeméti.