Ein 24 Meter hoher Holzturm am Standort des früheren Pulverturms, dazu Museen mit unterschiedlichen Ausstellungs- und Mitmachthemen: Szendrő lässt sich über Geschichte, Natur und Handwerk entdecken. Für die Planung lohnt es sich, die Schwerpunkte der einzelnen Orte zu unterscheiden. So können Sie Ihre Zeit zwischen Ausstellungen, Geschichte und Aktivitäten zum Mitmachen aufteilen. Bei mehreren Einrichtungen sind Besuche saisonal geregelt oder eine vorherige Kontaktaufnahme ist vorgesehen.
Aussicht und Geschichte der Felsővár
Am Standort des ehemaligen Pulverturms der Felsővár wurde ein stilisierter, 24 Meter hoher Holzturm wiederaufgebaut und als Aussichtsturm genutzt. Von dort reicht das 360-Grad-Panorama über die Stadt im Bódva-Tal; wie weit der Blick reicht, hängt von den Sichtverhältnissen ab. Im unteren Geschoss zeigt eine Ausstellung Ergebnisse der Ausgrabungen. Aussicht und archäologische Funde verbinden damit den Blick auf Szendrő mit der Geschichte des Ortes.
Auch die Ereignisse, die den heutigen Ort des Turms prägen, lassen sich zeitlich klar einordnen: Der Pulverturm der Felsővár wurde 1699 bei einer Explosion zerstört. 1707 ordnete Fürst II. Rákóczi Ferenc die Zerstörung der Burg an; noch im selben Jahr wurde sie ausgeführt. Der wiederaufgebaute Turm steht somit am Standort eines früheren Bauwerks, dessen Geschichte bis zu diesen Ereignissen zurückreicht.
Museen zum Entdecken und Mitmachen
Im Kincses Ház trägt die Dauerausstellung den Titel „A Bódva Völgy Természeti Kincsei“. Interaktiv vermittelt sie architektonische Werte sowie die Pflanzen- und Tierwelt entlang der Bódva; außerdem gibt es einen 3D-Kurzfilm über die Höhlenwelt. Das Thema verbindet Natur und gebaute Umgebung, während der Film einen weiteren Zugang zur Ausstellung bietet.
Das Kékfestőház Múzeum zeigt historische Geräte des in Ungarn verbreiteten Blaudruckhandwerks. Im Kékfestő Műhely im ehemaligen Csáky-Schloss können Besucherinnen und Besucher selbst ein Duftsäckchen aus modernem Blaudruckstoff gestalten. Das Säckchen ist teilweise vorbereitet: Sie verzieren es mit Druckmustern, füllen es, beduften es und nähen es zu. Für Besuche während der saisonalen Zeit ist eine vorherige Kontaktaufnahme vorgesehen. Museumsbesuch und Werkstatt setzen dabei unterschiedliche Akzente: Hier stehen historische Geräte im Mittelpunkt, dort das eigene Gestalten.
Die Iskolatörténeti kiállítás knüpft an die 1982 in Szendrő eröffnete Oktatástörténeti Gyűjtemény an. In der Ausstellung können Sie historische Schulgeräte ausprobieren, mit Feder und Tinte schreiben sowie mit früheren Hilfsmitteln lesen und rechnen. Besuche sind saisonal; nehmen Sie vorab Kontakt auf, wenn Sie diesen Programmpunkt einplanen möchten. Im Szend-Erőd élménypark stehen dagegen historische Duelliergeräte und ein Geschicklichkeitsparcours zum Ausprobieren im Mittelpunkt. Informieren Sie sich vor dem Besuch über die aktuellen Besuchsarrangements.
Weitere Spuren der Ortsgeschichte
Die römisch-katholische Kirche in Szendrő wurde 1635 als Klosterkirche des ehemaligen Franziskanerklosters erbaut. Im Tornamúzeum ist unter den Turngeräten ein Pauschenpferd zu sehen. Das Museum hat saisonale Schließzeiten; eine vorherige Kontaktaufnahme gehört daher zur Besuchsplanung. Wer sich für eine andere Art historischer Sammlung interessiert, findet im jüdischen Friedhof einen weiteren Ort des Gedenkens: Er ist umfriedet und gepflegt und umfasst derzeit 163 Grabzeichen. Diese Zahl kann sich ändern.
Die Angebote reichen damit von der Natur- und Höhlenvermittlung im Kincses Ház bis zu Handwerk, Schulgeschichte und den Funden an der Felsővár. Für einen kurzen Aufenthalt können Sie einen Schwerpunkt wählen oder verschiedene Zugänge kombinieren: etwa die Ausstellung und den Ausblick am Turm mit einem Besuch der Blaudrucksammlung. Saisonale Besuchsregelungen und die notwendige Kontaktaufnahme sollten Sie berücksichtigen, bevor Sie solche Programmpunkte fest einplanen.
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