In Hímesháza reicht das kulturgeschichtliche Spektrum von einer Sammlung historischer Arbeitsgeräte bis zu sakralen Bauwerken und Erinnerungszeichen. Das Német Nemzetiségi Tájház Himesháza stellt Alltags- und Arbeitsgegenstände in den Mittelpunkt; Kirche, Grabkreuz, Kalvarienkapelle und Székelykapu ergänzen den lokalen Blick um konkrete Orte und Daten.
Arbeitswelt und Textilien im Tájház
Das Német Nemzetiségi Tájház Himesháza zeigt historische Arbeitsgeräte und Gebrauchsgegenstände. In der Sammlung werden sieben verschiedene Berufe, der Wochenmarkt, Weinbau, Ernte und Bergbau präsentiert. Der thematische Bogen reicht damit von Berufen und Markt über landwirtschaftliche Tätigkeiten bis zum Bergbau – die Auswahl geht also über ein einzelnes Handwerk hinaus.
Ein Székely-Zimmer ergänzt die Sammlung um verzierte Bettwäsche und farbenfrohe gewebte Textilien. Während die Arbeitsgeräte Tätigkeiten in den Blick rücken, lenkt das Zimmer die Aufmerksamkeit auf textile Gestaltung. So stehen unterschiedliche Aspekte der Sammlung nebeneinander: Gegenstände aus Arbeit und Gebrauch sowie die beschriebenen Textilien des Székely-Zimmers.
Bauwerke und Erinnerungszeichen
Die römisch-katholische Kirche in Hímesháza wurde 1754 von Bischof György Klimo zu Ehren von Kisboldogasszony errichtet. Ein Grabkreuz aus dem Jahr 1775 erinnert auf dem Kirchenplatz an die letzte Ruhestätte von Johann Michel Ahn. Eine Kalvarienkapelle wurde 1798 errichtet. Die Jahreszahlen bilden eine zeitliche Folge; zugleich stehen Kirchenbau, Gedenken und Kapelle für unterschiedliche Formen des lokalen Kulturerbes.
Auf dem Hősök tér steht ein Székelykapu. Es ergänzt die datierten Bau- und Erinnerungszeichen um ein weiteres klar benanntes Element der örtlichen Sehenswürdigkeiten. Wer sich für Geschichte interessiert, findet damit in Hímesháza verschiedene thematische Anknüpfungspunkte: eine Sammlung, sakrale Bauwerke, ein Grabkreuz und ein Tor.
Kultur, Natur und Genuss in Branau
Im übergeordneten Reiseziel Branau liegen weitere Kulturthemen unter anderem in Pécs. Die frühchristliche Nekropole von Sopianae umfasst verzierte Gräber aus dem 4. Jahrhundert, die als unterirdische Grabkammern mit oberirdischen Gedenkkapellen errichtet und mit reich ausgestalteten christlichen Wandmalereien versehen wurden. Ebenfalls in Pécs befindet sich das Zsolnay-Kulturviertel. Zu seinen Ausstellungen zählen „Golden Age of Zsolnay“, „Pink Exhibition“ sowie die Ausstellung zur Familien- und Fabrikgeschichte. Das Angebot für Kinder umfasst Freiluftspielplätze, ein interaktives Lab, ein Planetarium, das Bóbita-Puppentheater, eine Keramikmalwerkstatt und Kurse in der Hercules-Werkstatt. Die Nutzung des Außenbereichs des Viertels ist während der Öffnungszeiten kostenlos; prüfen Sie die Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch.
Das Ős-Dráva-Besucherzentrum nahe Szaporca bietet eine interaktive Ausstellung, einen landwirtschaftlichen Vorführbereich mit praktischer Bewirtschaftung und drei thematische Lehrpfade. Diese vermitteln Wissen über traditionelle Landwirtschaft, das Ős-Dráva-Programm und die Tierwelt entlang der Drau. Im Landwirtschaftsbereich werden einheimische ungarische Haustiere gezeigt, darunter Graurinder, Mangalitza-Schweine, Huzulenpferde sowie alte Schaf- und Geflügelrassen.
Die Burg Siklós ist eine der am besten erhaltenen militärischen Anlagen Ungarns und zugleich eines der bedeutendsten ungarischen Bauwerke der Renaissance. Durch die Modernisierung des Museumstrakts wurde der zuvor für Besucher unzugängliche gotische Bereich zugänglich gemacht. Für einen anderen regionalen Schwerpunkt bietet Villánys Kellerzeile ganzjährig die Möglichkeit, von Keller zu Keller zu gehen und Weine sowie schmackhafte Speisen zu verkosten.
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