Das Weinbaugebiet von Pellérd umfasst 60 Hektar; zugleich erzählen denkmalgeschützte Architektur, erhaltene Häuser und archäologische Funde von unterschiedlichen Kapiteln des Ortes. Diese Verbindung aus Weinbau und Geschichte gibt Ihnen konkrete Anhaltspunkte, wenn Sie Pellérd als Reiseziel für einen Aufenthalt auswählen.
Weinbau und Orientierung
Das Szőlőhegy ist ein touristisches Programm, bei dem Besucherinnen und Besucher Wein in landschaftlich reizvoller Umgebung verkosten können. Damit steht neben der Bau- und Ortsgeschichte ein eigener Schwerpunkt rund um den Weinbau. Das Informationsschild-System von Pellérd deckt Sehenswürdigkeiten im bebauten Ortsgebiet ab und umfasst auch Angaben zu bewirtenden Kellern. Die Angaben zu bewirtenden Kellern ergänzen die Hinweise auf Sehenswürdigkeiten im bebauten Ortsgebiet um einen weiteren Aspekt des Wein- und Kellerangebots.
Historische Häuser und Bauwerke
Das Brázay-kastély ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in Pellérd. Es wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im neoklassizistischen Stil errichtet. Im Park des Brázay-kastély befindet sich eine romantisch konzipierte künstliche Grotte. Zahlreiche Bauernhäuser mit vorgelagerten Veranden sowie Handwerkerhäuser sind in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Zusammen geben diese Gebäude einen Eindruck von unterschiedlichen Teilen der örtlichen Baugeschichte.
Zum architektonischen Erbe zählen außerdem die Szent Margit Templom und die Szent Kereszt Kápolna. Wer Bauwerke in den Mittelpunkt seiner Reiseplanung stellt, kann diese Namen neben dem Brázay-kastély und den erhaltenen Häusern als eigene Orientierungspunkte berücksichtigen.
Urkunden und archäologische Spuren
Pellérd erscheint erstmals 1305 in einer Urkunde, in der der Ortsname als „Pellart“ geschrieben ist. Im selben Jahr diente der Ort als Versammlungsort des Komitats Baranya. Eine Pfarrei gab es im 14. Jahrhundert; sie ist in päpstlichen Zehntaufzeichnungen dokumentiert, die zwischen 1332 und 1335 zusammengestellt wurden.
Die archäologischen Hinweise reichen weiter zurück. Zur spätbronzezeitlichen Geschichte gehören Objekte, die 1961 ausgegraben wurden: ein kleines facettiertes Gefäß, ein Fragment eines Gefäßes mit Henkel und eine Spinnwirtel. Westlich von Pellérd kamen bei Erdarbeiten Funde aus der Römerzeit zutage. Ein römischer Hortfund mit 69 Stücken wurde 1825 in der Umgebung entdeckt. Aus der Awarenzeit stammen ein Eisenmesser und ein Gefäß, die bei Erdarbeiten nahe dem Pécsi-víz gefunden wurden. In der Nähe der römisch-katholischen Kirche kamen während Straßenbauarbeiten mittelalterliche Scherben, Sargnägel und ein verziertes Rauchfass ans Licht. Zusammen ergänzen diese Funde die schriftliche Überlieferung um mehrere frühere Epochen.
Eine grobe Orientierung für die Anfahrt
Pellérd liegt ungefähr zehn Kilometer von der nahegelegenen Stadt entfernt; mit dem Auto sind es etwa 15 Minuten. Die Fahrzeit ist ein Richtwert und kann je nach Route variieren.
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