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Bő verbindet eine mittelalterlich geprägte Ortsgeschichte mit religiösen Bildwerken und einer Radverbindung nach Bük und Bükfürdő. Auch die Répce ist eng mit dem Ort verbunden: Der Fluss umgibt Bő unmittelbar und bietet Besuchern eine angenehme Umgebung zur Erholung.

Radverbindung und Geschichte der Répce

Bő ist Teil des Termál-Radtourenwegs. Ein vollständig ausgebauter Radweg verbindet den Ort mit Bük und Bükfürdő. Diese Verbindung ist ein konkreter Anhaltspunkt für alle, die bei ihrer Reiseplanung eine Radroute berücksichtigen möchten. Dazu kommt eine ältere Verkehrsgeschichte: Auf der Flussterrasse der Répce verlief seit alters her eine wichtige Fernstraße. In der Antike war sie zwischen Scarbantia, dem heutigen Sopron, und Savaria, dem heutigen Szombathely, an die römische Bernsteinstraße angeschlossen. Die historische Fernstraße gehört zur Geschichte der Gegend; die Radverbindung nach Bük und Bükfürdő ist ein davon unterscheidbares Thema für die Reiseplanung.

Vom Templerkonvent zur Marktgemeinde

Im 12. Jahrhundert gelangte Bő in den Besitz der Templer, die dort ein Konvent errichteten. Dieses fungierte als sogenannter „hiteles hely“ für Grundstücksgeschäfte. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts stand bereits ein Vorgänger der Szent-Imre-Kirche. Die frühe Ortsgeschichte umfasst damit sowohl das Konvent als auch eine kirchliche Baugeschichte.

1499 gewährte König II. Ulászló Bő weitere Privilegien, darunter Zehnt- und Zollfreiheit sowie das Recht, Märkte abzuhalten. Dadurch wurde Bő zur Marktgemeinde. 1666 wurde die Berechtigung zur Abhaltung von Märkten bestätigt. Zur Blütezeit der Stadt gab es jährlich vier landesweite Viehmärkte; außerdem bestanden Zünfte der Schuhmacher und Weber. Die Angaben unterscheiden dabei zwischen dem später bestätigten Marktrecht und den Märkten und Zünften der Blütezeit.

Szent-Imre-Kirche und religiöse Bildwerke

Bei einer umfassenden archäologischen Untersuchung der Szent-Imre-Kirche im Jahr 2008 wurden sechs Bauphasen festgestellt. Die 2010 abgeschlossene Renovierung machte die früheren Bauphasen vor Ort anschaulich. Für einen Blick auf die Kirchengeschichte gehören damit sowohl der mittelalterliche Vorgängerbau als auch die festgestellten Bauphasen zur Entwicklung des Gebäudes.

Mehrere religiöse Bildwerke sind mit konkreten Straßen und Plätzen in Bő verbunden. Am Köztársaság tér steht die Statue des Nepomuki Szent János in einer kapellenartigen Nische an der Straße zur Répce-Überquerung. Ebenfalls am Köztársaság tér zeigt die Statue der Fájdalmas Szűz die schmerzhafte Mutter mit dem im Schoß liegenden, am Kreuz gestorbenen Christus.

Andere Darstellungen verteilen sich auf weitere Straßen: Die Statue Magyarország Nagyasszonya mit dem Jesuskind steht am Ende der Hunyadi utca und wurde 1917 errichtet. In der Széchenyi utca befindet sich die 1913 errichtete Statue der Boldogasszony mit dem Jesuskind. Das Feszület in der Petőfi utca zeigt Jesus am Kreuz und darunter die schmerzhafte Mutter. Die Motive reichen so von Marienbildern mit dem Jesuskind bis zur Darstellung der Mutter unter dem Kreuz.

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