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Eine renovierte Barockkirche, ein Schloss aus dem 19. Jahrhundert und der Blick vom István-hegyi kilátó geben Bögöte unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Für die eigene Ortswahl stehen damit Baugeschichte, Erinnerung an Ervin Batthyány und Landschaft im Vordergrund – Themen, die sich jeweils für sich betrachten lassen.

Kirche und Schloss: zwei Bauzeiten

Die römisch-katholische Kirche Keresztelő Szent János ist eine renovierte Barockkirche. Felsőbüki Czompó János ließ sie 1756–1757 errichten. Das Horváth-kastély in Bögöte wurde 1875 im eklektischen Stil fertiggestellt. Die beiden Bauwerke setzen unterschiedliche historische und architektonische Akzente: Barock und Eklektizismus stehen hier für zwei verschiedene Stilrichtungen, während die Entstehungsdaten vom 18. bis ins späte 19. Jahrhundert führen.

Schulgeschichte und Batthyány-Erinnerung

Im Batthyány Ervin Művelődési Ház befindet sich eine Dauerausstellung zur Schulgeschichte. An der Wand des Hauses hängt außerdem ein Porträt von Graf Ervin Batthyány, geschaffen vom Munkácsy-Preisträger Tamás Gaál. So finden sich in diesem Haus sowohl ein Thema der Ortsgeschichte als auch die Darstellung einer historischen Persönlichkeit.

Auf dem Hauptplatz steht eine Gedenkstatue für Ervin Batthyány von Tamás Gaál. Ebenfalls dort befindet sich ein von Gaál aus Stein gehauener Trinkbrunnen. Zusammen mit dem Porträt im Kulturhaus tritt die Erinnerung an Ervin Batthyány damit in zwei unterschiedlichen Formen hervor: als Bildnis im Haus und als Denkmal auf dem Platz. Der Brunnen ergänzt diesen öffentlichen Ort um ein weiteres Werk des Künstlers.

Der Blick vom István-hegyi kilátó

Ein anderer Zugang zu Bögöte führt über den István-hegyi kilátó: Von dort reicht der Blick auf das Somlóer Weinanbaugebiet und das Bakony-Gebirge. Das ergänzt die Bau- und Kulturgeschichte um einen Landschaftsaspekt. Wer bei der Ortswahl eher nach Aussicht als nach Architektur sucht, findet hier einen konkreten Bezugspunkt.

Weitere Perspektiven im übergeordneten Reiseziel Plattensee - Nord

Im übergeordneten Reiseziel Plattensee - Nord kommen andere Themen hinzu. In der Tapolcai-tavasbarlang werden Bootsfahrten angeboten; außerdem bietet sie die geführte Ausstellung „Csodálatos karszt“ („Wunderbares Karst“). Die Höhle ist Teil eines unter der Stadt gelegenen Höhlensystems, das bislang auf 14,6 Kilometer Länge erforscht wurde. Das verbindet ein Angebot auf dem Wasser mit einem Einblick in die Karstlandschaft.

Hegyestű liegt zwischen Zánka und Monoszló und ist 337 Meter hoch. Dort wird die Innenseite eines vor etwa acht Millionen Jahren aktiven Basaltvulkans freigelegt. Am Aussichtspunkt am westlichen Rand des Steinbruchgeländes können Besucher mithilfe einer Panoramatafel die umliegenden Hügel bestimmen. Zu Hegyestű gehört außerdem ein Steingarten aus charakteristischen Gesteinsarten Transdanubiens. Geologie, Aussicht und die Einordnung der umliegenden Hügel bilden hier drei verschiedene Blickwinkel auf denselben Ort.

Auch Badacsony verbindet Landschaft und Geologie: Der Vulkanberg bietet Wanderwege und Panoramen für Wanderer; besondere Formationen dort werden als Basaltorgelpfeifen bezeichnet. An seinen Hängen werden besondere Trauben angebaut, aus denen Badacsony-Wein hergestellt wird. Die Themen reichen damit von geologischen Formen bis zum Weinbau. Bögötes eigene Orientierung über Bauwerke, Kunst und den Blick vom István-hegyi kilátó bleibt davon klar unterscheidbar.

Weitere Reiseziele entdecken: Rábapaty, Sarvar, Csénye, Bögöt, Hosszúpereszteg, Sitke, Zsédeny, Meggyeskovácsi.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sárvári.

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