Zum Inhalt

Hajdúbagos lässt sich über drei unterschiedliche Themen einordnen: einen baulichen Wandel in der reformierten Kirche, besondere Geländeformen im Földikutya-Reservat und das breite Tätigkeitsspektrum des Élő Tájház. Sie führen zu verschiedenen Fragen an den Ort – von seiner Kirchengeschichte über die Landschaft bis zu Handwerk und kreativer Arbeit. Für eine weiter gefasste Auswahl an Natur- und Kulturthemen kommt Hajdú-Bihar als übergeordnetes Reiseziel hinzu.

Kirchengeschichte, Landschaft und Handwerk

Die Hajdúbagosi Reformierte Kirche wurde beim Wiederaufbau in eine reformierte Kirche umgewandelt. Dabei trug man die Sakristei an der Südseite ab. Auch die Öffnungen zwischen Sakristei und Chor veränderten sich: Tür und Fenster wurden zugemauert. An diesen konkreten Eingriffen lässt sich der bauliche Wandel nachvollziehen – nicht nur an der Umwandlung selbst, sondern auch an den Veränderungen einzelner Gebäudeteile.

Das Földikutya-Reservat Hajdúbagos liegt am Rand von Hajdúbagos. Auf höher gelegenen Wiesenflächen weisen flache, maulwurfshügelähnliche Erhebungen auf Blindmulle hin. Sie sind teils etwa einen Meter breit und meist in Reihen angeordnet. So prägen nicht nur einzelne Hügel, sondern auch ihre wiederkehrende Anordnung das Landschaftsbild. Wenn Sie einen Besuch des Reservats planen, klären Sie die aktuellen Zugangsmöglichkeiten vorab.

Im Élő Tájház reicht das Themenspektrum von Malen und Zeichnen über Holzschnitzen, Seilherstellung, Filzen und Perlenweben bis zu Sticken, Gobelinarbeit, Glasmalerei und der Herstellung volkstümlicher Spiele. Die Bandbreite umfasst also bildnerische Arbeit, textile Techniken, Materialbearbeitung und Spielzeugherstellung. Damit bildet das Tájház einen anderen kulturellen Schwerpunkt als die baulichen Veränderungen an der Kirche. Wenn Sie eine bestimmte Tätigkeit erleben möchten, klären Sie vorab, welche der genannten Tätigkeiten Besuchern aktuell zugänglich sind.

Weitere Natur- und Kulturthemen in Hajdú-Bihar

Im übergeordneten Reiseziel Hajdú-Bihar öffnet sich ein größerer Landschaftsrahmen: Der Welterbestättenbereich Hortobágyi Nemzeti Park – die Puszta umfasst nahezu 75.000 Hektar in der Großen Ungarischen Tiefebene im Osten Ungarns. Als Kulturlandschaft bewahrt sie sichtbare Zeugnisse einer mehr als 2.000 Jahre alten traditionellen Weidewirtschaft. Das Teichsystem Hortobágyi-halastó ist Ramsar-Gebiet, Important Bird Area, Teil der Welterbestätte und Natura-2000-Gebiet. Diese Einordnungen geben einen weiteren Zugang zu den Naturthemen des übergeordneten Reiseziels.

Für Spaziergänge über den Naturlehrpfad Hortobágyi-halastó stehen Strecken von 3,6, 5,4 oder 10 Kilometern zur Auswahl; schwierige Abschnitte gibt es dort nicht. Die drei Längen ermöglichen eine Auswahl nach gewünschter Strecke. Eine anders ausgerichtete Naturerfahrung bietet der Hortobágyi Wildpark mit buchbaren Landrover-Safaris und fachkundiger Führung zu Wildpferden und Auerochsen. Der Park zeigt außerdem die ursprüngliche Tierwelt der ungarischen Puszta, darunter Wölfe, Przewalski-Pferde, Geier und Pelikane. Wenn Sie die Safari einplanen, prüfen Sie die Buchungsbedingungen vorab.

Auch die Hirtenkultur gehört zu den regionalen Themen in Hajdú-Bihar. Das Hirtenmuseum präsentiert das Leben der Hirten sowie handgefertigte Kleidung, Werkzeuge und verzierte persönliche Gegenstände. Es befindet sich in einem ehemaligen Wagenremisengebäude, das zum Hortobágyi-Csárda-Komplex gehörte. So stehen neben den Landschafts- und Naturthemen auch Alltagsgeschichte und ein historischer Gebäudebezug als eigene kulturelle Perspektiven zur Wahl.

Weitere Reiseziele entdecken: Mikepércs, Derecske, Hosszúpályi.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Derecske-Létavértesi.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.