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Novajs Profil verbindet Kirchen- und Dorfgeschichte mit überlieferten lokalen Bräuchen. Die historischen Bezugspunkte reichen von der ersten Kirche und dem Pfarrhaus bis zum Denkmal im Süden des Ortes; hinzu kommen das Remélés und die Pflege lokaler Volkstraditionen durch den Asszonykórus. Damit bietet die Ortsgeschichte mehrere klar unterscheidbare Themen für die Auswahl eines Reiseziels – von Architektur- und Baugeschichte bis zu Maskierung, Liedern und Kleidung.

Kirche und Pfarrhaus: historische Stationen

Die erste Kirche in Novaj wurde vermutlich 1288 erbaut und nach der Zerstörung durch die Osmanen wieder aufgebaut. Laut der Hevenessy-Volkszählung von 1696 befand sich die verfallene Steinkirche in Novaj in calvinistischem Besitz. 1756 wurde die Kirche um eine neue Sakristei und ein Oratorium erweitert. Diese Daten markieren unterschiedliche Stationen der Kirchengeschichte: den vermuteten frühen Bau, den verfallenen Zustand der Steinkirche im Jahr 1696 und den Ausbau im 18. Jahrhundert. Sakristei und Oratorium benennen zwei konkrete Ergänzungen der Kirche. Eine Sakristei ist ein Nebenraum; ein Oratorium dient dem Gebet.

Das Pfarrhaus in Novaj bestand bereits 1332; das heutige Gebäude stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Jahresangaben unterscheiden das frühe Bestehen des Pfarrhauses vom Alter des heutigen Baus. Auch eine Kirchenglocke ist mit dem Haus verbunden: Weil sie wegen ihrer Größe dort aufbewahrt wurde, befand sie sich im Pfarrhaus. Die Glocke wurde damals nicht mehr verwendet und für die Zwecke der Ungarischen Revolution von 1848 angeboten.

Remélés und lokale Traditionen

Beim Novajer Remélés ziehen junge, unverheiratete Männer maskiert als Scheinhochzeitszug unter Scheppern und Musik durch die Straßen des Dorfes. Zum Brauch gehören außerdem Besuche in Häusern, in denen junge Frauen leben. Dort schwärzen die Teilnehmer die wohnenden jungen Frauen und Ehefrauen und erhalten dafür Eier und Speck. Das Remélés umfasst damit sowohl den Zug durch die Dorfstraßen als auch Hausbesuche, bei denen eine Gabe erwidert wird. Diese klar beschriebenen Handlungen geben dem Brauch eine eigene Form innerhalb der lokalen Traditionen.

Der Novaji Asszonykórus pflegt lokale Volkstraditionen; seine Gründung wurde 1971 durch die Palóc-Forschung unterstützt. Bei Auftritten singt der Chor Lieder in einem besonderen lokalen Dialekt und trägt Kleidung aus dem 19. Jahrhundert aus Novaj. Sprache und Kleidung stehen dabei gemeinsam für unterschiedliche Ausdrucksformen des lokalen Kulturerbes. Ein Denkmal zur Erinnerung an die Türken befindet sich im südlichen Teil von Novaj und setzt einen weiteren, räumlich klar benannten historischen Bezugspunkt.

Im übergeordneten Reiseziel Hewesch

Ein eigener regionaler Themenrahmen ist das übergeordnete Reiseziel Hewesch. Im südlichen Teil des Komitats Heves liegt das Landschaftsschutzgebiet Hevesi Füves Puszták. Es umfasst 16.114 Hektar, wurde 1993 ausgewiesen und erhielt nach Erweiterungen 2005 und 2008 seine heutige Ausdehnung. Der 6,5 Kilometer lange Ilona-völgyi-Lehrpfad am Ilona-Bach führt an geologischen Werten des Östlichen Mátra-Gebirges und Zeugnissen des früheren Erzbergbaus entlang.

Zu den kulturellen Themen im übergeordneten Hewesch zählt auch das Szépasszony-Tal, das Egers größtes zusammenhängendes Weinbergkellergebiet umfasst. Weinkultur und die damit verbundene Gastronomie gehören dort zu wichtigen touristischen Anziehungspunkten. Das Hevesi szőttes ist ein textiles Kulturerbe aus dem Komitat Heves, verbunden mit Heves, Mátraderecske und Bodony. Zusammen bilden diese regionalen Themen einen weiteren Rahmen für die Reiseplanung neben Novajs Kirchengeschichte, Dorfbräuchen und Chorgesang.

Weitere Reiseziele entdecken: Egerbakta, Felsőtárkány, Maklár, Egerszólát, Kerecsend, Egerszalók, Demjén, Szarvaskő

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Egri.

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