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Dunaharaszti lässt sich über mehrere kulturelle Themen erschließen: die barocke Laffert Kúria, die neoromanische Szent-István-Kirche, die Geschichte und Gegenwart der schwäbischen Gemeinschaft sowie der Lehrpfad auf der Sport-sziget. Diese Schwerpunkte unterscheiden sich deutlich: Architektur und historische Erinnerung stehen neben Kulturveranstaltungen und einer Darstellung heimischer Pflanzen und Tiere. Für die eigene Reiseplanung hilft die Auswahl dabei, vorab zu entscheiden, ob Sie vor allem Bauformen, lokale Geschichte, regelmäßige Kulturangebote oder Naturthemen berücksichtigen möchten. So lässt sich der Aufenthalt nach den Interessen ausrichten, ohne alle Themen zu einem festen Ablauf verbinden zu müssen.

Die Laffert Kúria: Architektur und Kultur

Die Laffert Kúria ist ein zweigeschossiges Barock-Kuriengebäude, das 2010 bis 2011 restauriert wurde. Es umfasst knapp 560 m² Fläche; zum Ensemble gehört ein 3.300 m² großer Garten in barocker Gestaltung. Hinzu kommt ein moderner Ausstellungsraum von 135 m². Gebäude, Garten und Ausstellungsraum setzen jeweils einen eigenen Maßstab. Auch stilistisch treffen an der Kúria barocke Architektur und ein moderner Ausstellungsraum aufeinander. Das macht sie zu einem Ort, an dem historische Bauform und heutige Ausstellungsnutzung als unterschiedliche Aspekte nebeneinanderstehen.

Die Kúria übernimmt zentrale kulturelle Aufgaben der Stadt Dunaharaszti und veranstaltet als Galerie regelmäßig Kunstausstellungen. In den Salons finden außerdem Musik- und Literaturveranstaltungen, Kammeraufführungen, Filmvorführungen und Bildungsangebote statt. Die Salons bieten Platz für 50 bis 100 Personen. Das kulturelle Programm reicht damit von bildender Kunst bis zu Musik, Literatur und Film. Wenn Sie ein bestimmtes Angebot in Ihre Planung aufnehmen möchten, prüfen Sie den jeweiligen Veranstaltungstermin vorab, denn einzelne Termine können wechseln.

Baugeschichte und Erinnerung

Die römisch-katholische Szent-István-Kirche wurde 1903–1904 im neoromanischen Stil erbaut. Ein Vergleich mit der barocken Kúria macht die unterschiedlichen architektonischen Stile in Dunaharaszti sichtbar. Ein weiteres Thema der Stadtgeschichte ist das 2019 errichtete Denkmal für die deutschen Vorfahren, die sich in Dunaharaszti ansiedelten. Kirche und Denkmal stehen für verschiedene Blickwinkel: Die Kirche ist ein neoromanisches Bauwerk aus dem frühen 20. Jahrhundert, während das Denkmal ausdrücklich an die Ansiedlung der deutschen Vorfahren erinnert. So lassen sich Architekturgeschichte und die Erinnerung an eine Gemeinschaft als eigene, ergänzende Themen betrachten.

Schwäbische Gemeinschaft und Naturthemen

Das Sváb Tájház vermittelt die Geschichte und Traditionen der schwäbischen Gemeinschaft von Dunaharaszti sowie deren bis heute lebendige Bräuche. Die Darstellung nutzt Filme, einen virtuellen Rundgang, Bildberichte und eine Erzählung. Im Mittelpunkt steht damit nicht nur ein einzelnes Gedenkzeichen, sondern eine Gemeinschaft mit ihrer Geschichte, ihren Traditionen und ihren lebendigen Bräuchen. Die verschiedenen Formate vermitteln diese Themen auf unterschiedliche Weise und ergänzen den Blick auf die Baugeschichte und das Denkmal um die Geschichte der schwäbischen Gemeinschaft.

Eine andere inhaltliche Perspektive setzt der Lehrpfad auf der Sport-sziget am Kis-Duna. Im Dezember 2022 beschrieb die Gemeinde die Informationstafeln am Lehrpfad: Sie stellen die dort heimischen Pflanzen, Fische, Reptilien und Vögel vor. Damit richtet sich der Fokus auf konkrete Gruppen aus der örtlichen Pflanzen- und Tierwelt. Wer Kulturgeschichte und Naturthemen in der eigenen Auswahl gegenüberstellen möchte, findet hier einen eigenständigen Schwerpunkt neben Architektur, Veranstaltungen und Gemeinschaftsgeschichte.

Weitere Reiseziele entdecken: Szigetszentmiklós, Délegyháza, Dömsöd, Kiskunlacháza, Halásztelek, Tököl, Taksony, Áporka.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ráckevei.

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