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Kimle verbindet die Mosoni-Duna-Landschaft mit einer Ortsgeschichte, die sich in drei Namen spiegelt: Horvátkimle, Magyarkimle und Novákpuszta. Kirchen und die Kastanienallee A hősök útja geben der Orientierung konkrete Anknüpfungspunkte. Wenn Sie eine Unterkunft in Kimle suchen, kann die Frage nach Ihrem Schwerpunkt helfen: Möchten Sie den Flussraum, einen lokalen Erinnerungsort oder die Baugeschichte der Kirchen in den Blick nehmen?

Flusslandschaft und Ortsgeschichte

Kimle liegt in einer acht Kilometer langen Flussschleife der Mosoni-Duna. Diese geografische Angabe setzt den landschaftlichen Rahmen für den Ort. Seine Entstehungsgeschichte bietet eine zweite Perspektive: 1966 wurden Horvátkimle, Magyarkimle und Novákpuszta bei der Eröffnung einer neuen Brücke zusammengeschlossen. Brückeneröffnung und Zusammenschluss gehören also zu demselben historischen Zusammenhang. Während die Flussschleife Kimles Lage beschreibt, erklären die drei Ortsnamen die Entstehung des heutigen Kimle. Landschaft und Ortsgeschichte geben damit zwei unterschiedliche Orientierungspunkte für die Beschäftigung mit dem Ort.

Kirchen und Baugeschichte

In Horvátkimle steht die Szent Mihály-Kirche. Ihre heutige Form erhielt sie 1780; gotische Details im Chorraum weisen zugleich auf einen älteren Ursprung hin. Die beiden Hinweise stellen unterschiedliche Zeitschichten nebeneinander: 1780 bezeichnet die heutige Form, während die gotischen Details auf eine frühere Geschichte verweisen. Wer sich für Architektur interessiert, kann hier sowohl eine klar datierte Form als auch ältere Merkmale im Chorraum betrachten. Die Kirche lässt sich so als Bau mit einer späteren Gestalt und älteren Elementen lesen.

In Magyarkimle steht die Sarlós Boldogasszony-Kirche an der Stelle einer Kirche, die bereits im 13. Jahrhundert bestand. Der historische Bezug liegt damit auch im Kirchenstandort: Schon im 13. Jahrhundert gab es dort eine Kirche. Der Vergleich mit Horvátkimle verschiebt den Blick: Dort stehen heutige Form und gotische Details nebeneinander, hier die Vorgeschichte des Kirchenstandorts. Die beiden Kirchen bieten unterschiedliche historische Anhaltspunkte, ohne dass ihre jeweiligen Zeitangaben verwechselt werden.

In Novákpuszta wird die neu errichtete Apor Vilmos-Kirche als Sehenswürdigkeit genannt. Sie fügt einen dritten Ortsteil und eine weitere benannte Kirche zur Betrachtung der sakralen Architektur in Kimle hinzu.

Gedenkorte und weitere Details

Eine Kastanienallee namens A hősök útja führt in Horvátkimle von der Szent Mihály-Kirche bis zum Friedhofstor. Ihre Endpunkte machen sie zu einem anderen Kulturthema als die Kirchen: Hier steht eine benannte Verbindung im Ortsbild im Vordergrund, dort Baugeschichte oder ein früherer Kirchenstandort. Als lokales Erinnerungsmerkmal lässt sich die Allee neben der Architekturgeschichte betrachten. Im faluház in Kimle befindet sich eine Statue von Béla IV.

Der übergeordnete Rahmen

Im übergeordneten Reiseziel Raab-Wieselburg-Ödenburg ergänzen weitere eigenständige Kultur- und Landschaftsthemen den Blick über Kimle hinaus. Das Benediktinerkloster in Pannonhalma wurde 996 gegründet. Zum Welterbeobjekt der Erzabtei und ihrer natürlichen Umgebung gehören der Klosterkomplex, die Basilika, Bildungsgebäude, die Kapelle Unserer Lieben Frau, die Millenniumskapelle sowie botanische und Kräutergärten. Auch die Kulturlandschaft Fertő/Neusiedler See mit Feuchtgebieten, salzhaltigen Böden, Schilfbeständen und Uferflächen gehört zu diesem übergeordneten Rahmen. Kimles eigene Orientierungspunkte bleiben dabei die Mosoni-Duna-Schleife, die örtlichen Kirchen, die Gedenkallee und das faluház.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mosonmagyaróvári.

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