Ein Soldatenfriedhof mit mehr als 2.000 Bestatteten, eine reformierte Kirche mit sternbemalter Decke und eine nicht mehr genutzte Festetics-Kapelle geben Böhönye drei klar unterscheidbare historische Anknüpfungspunkte. Die Themen reichen vom Gedenken an die Toten des Zweiten Weltkriegs bis zu Kirchenbauten des 18. Jahrhunderts. Wenn Sie ein Hotel in Böhönye suchen, können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts danach wählen, ob Sie sich für Friedhofsgeschichte, reformierte Baugeschichte oder das Erbe der Familie Festetics interessieren.
Soldatenfriedhof: Gräber und Gedenken
Der Soldatenfriedhof liegt am südlichen Ortsrand von Böhönye an der Kreuzung der Hauptstraßen Nr. 61 und Nr. 68. Die Straßenkreuzung bietet eine klare Orientierung zur Lage des Friedhofs. Als Sammel- und Bestattungsfriedhof des Volksbunds im Komitat Somogy ist er die letzte Ruhestätte für mehr als 2.000 Tote des Zweiten Weltkriegs.
Am hinteren Ende markieren Granitkreuze die Grabstätten. Auf beiden Seiten der Kreuze stehen jeweils zwei Namen der dort Bestatteten; auch die Gräber unbekannter Kriegstoter sind mit Kreuzen gekennzeichnet. An der Gedenkstätte und entlang des Friedhofswegs tragen Granitplatten die Namen von Soldaten, deren sterbliche Überreste nicht mehr geborgen werden können. Die Gestaltung unterscheidet damit zwischen markierten Grabstätten und dem namentlichen Gedenken an nicht geborgene Tote.
In der Mitte des Friedhofs befinden sich ein Blumenbeet und ein steinernes Denkmal mit zweisprachiger Inschrift. Der Soldatenfriedhof wurde am 2. Oktober 1993 für die Öffentlichkeit geöffnet. Wenn Sie einen Besuch einplanen, prüfen Sie die heutigen Besuchsmöglichkeiten vorab.
Reformierte Kirche und Festetics-Kapelle
Die Böhönyei Reformierte Kirche steht zurückgesetzt von der Hauptstraße der Siedlung in einem Häuserblock. Festetics Lajos initiierte und finanzierte 1787 den Bau einer Steinkirche für die örtliche reformierte Gemeinde. Ihre Decke ist blau grundiert und mit goldgelben Sternen bemalt. Lage, Baugeschichte und Deckengestaltung geben unterschiedliche Anhaltspunkte, um die Kirche im Ort und in seiner Geschichte einzuordnen.
Im westlichen Teil von Böhönye, auf dem Gelände des früheren Illés-major, liegt die Szent-Illés-Kirche, auch Festetics-Kapelle genannt. Die Familie Festetics ließ zwischen 1760 und 1765 in Illésmajor eine Barockkapelle zu Ehren des Propheten Elija errichten. Damit entstand die Kapelle vor der reformierten Steinkirche von 1787. Die Kapelle ist nicht mehr in Gebrauch.
Einordnung in Plattensee - Süd
Im übergeordneten Reiseziel Plattensee - Süd kommt neben der Ortsgeschichte von Böhönye ein anderer Akzent hinzu: Das Zselici Tájvédelmi Körzet erhielt 2009 wegen der geringen Lichtverschmutzung den Titel Internationaler Sternenpark. Der Zselici Csillagpark wurde im Herzen des Schutzgebiets errichtet. Dieser regionale Landschafts- und Sternenhimmel-Schwerpunkt unterscheidet sich thematisch von den Gedenk- und Kirchenorten in Böhönye und eröffnet eine weitere Perspektive auf das übergeordnete Reiseziel.
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