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In Nagyatád liegen unterschiedliche Schwerpunkte nah beieinander: ein Kreuzweg in naturnaher Umgebung, ein Skulpturenpark, historische Bauwerke und Ausstellungen. Auch beim Thema Wasser gibt es eine klare Wahl zwischen dem ganzjährig Gäste empfangenden Heilbad und dem Csónakázó-tó, der nicht zum Baden geeignet ist. So lässt sich die Reiseplanung an den Interessen ausrichten, ohne die verschiedenen Angebote gleichzusetzen.

Wege, Park und Wasser

Der etwa 1.500 Meter lange Kreuzweg beginnt an der rund 300 Jahre alten Szentháromság-Statue vor der Kirche. Seine 14 Stationen führen in Nagyatád durch naturnahe Umgebung am Hang und am Bachufer. Damit ist er eine konkrete Möglichkeit, einen Spaziergang mit den Stationen des Kreuzwegs zu verbinden.

Am Széchenyi tér bietet der baumbestandene Park Spazierwege, Bänke und Skulpturen. Er eignet sich zum Spazierengehen und Verweilen. Die Hősök szobra und das Bors-István-Denkmal erinnern dort an die Opfer Nagyatáds aus den beiden Weltkriegen. Wege, Sitzgelegenheiten und Denkmäler geben dem Park damit sowohl einen Erholungs- als auch einen Erinnerungsbezug.

Der Csónakázó-tó liegt im Stadtzentrum und eignet sich vor allem zum Angeln, nicht zum Baden. Im Winter wird dort auch Schlittschuh gelaufen. Wer ein Badeangebot sucht, findet im Nagyatádi Termál és Gyógyfürdő Innen- und Außenbecken, Sauna und Massagen. Das Heilbad empfängt ganzjährig Gäste; die konkreten Betriebsdetails können sich ändern.

Skulpturen und Architektur

Im Szoborpark umfasst die Freiluftsammlung heute annähernd 60 Skulpturen und kann das ganze Jahr über besichtigt werden. Der Bestand kann sich ändern. Das Angebot setzt einen anderen Akzent als der Spaziergang am Kreuzweg: Hier steht die Skulpturensammlung im Freien im Mittelpunkt, dort der Weg mit seinen 14 Stationen.

Auf dem Széchenyi tér bilden die Szent Kereszt Felmagasztalása Plébániatemplom und das Franziskanerkloster ein denkmalgeschütztes Ensemble. Es wurde um die Mitte des 18. Jahrhunderts im neobarocken Stil errichtet. Am Ortseingang liegt die Szent Rókus-kápolna: Ferenc Czindery ließ sie 1743 im Barockstil erbauen. Beide Orte geben Einblick in die Baugeschichte Nagyatáds, unterscheiden sich aber in ihrer überlieferten Entstehungszeit und Funktion.

Ausstellungen und Stadtgeschichte

Das T25 zeigt Kunstausstellungen, ein Gedenkzimmer für Bertók László und eine Fotoausstellung über das Flüchtlingslager der Stadt während der Jugoslawienkriege. Die Ausstellungsinhalte können wechseln. Im selben Gebäude ist das Városi Múzeum seit 2025 tätig. Seine Sammlung zeigt Relikte der Stadtgeschichte und Erinnerungsstücke aus der Blütezeit Nagyatáds um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. So stehen im T25 künstlerische, persönliche und stadtgeschichtliche Themen nebeneinander.

Eine weitere Ausstellung zur Militärgeschichte befindet sich im Turisztikai Központ. Sie umfasst mehr als hundert Uniformen sowie Waffen, militärische Ausrüstung, Dokumente, Abzeichen und Auszeichnungen. Die aufgeführten Sammlungsbereiche geben ihr einen anderen Schwerpunkt als die Stadtgeschichte im Városi Múzeum.

Regionale Einordnung

Im übergeordneten Reiseziel Plattensee - Süd erhielt das Zselici Tájvédelmi Körzet 2009 wegen der geringen Lichtverschmutzung den Titel Internationaler Sternenpark. Der Zselici Csillagpark wurde im Herzen des Schutzgebiets errichtet. Diese regionale Einordnung ergänzt die stadtspezifischen Themen Nagyatáds um einen Blick auf den Schutz von Landschaft und dunklem Nachthimmel.

Weitere Reiseziele entdecken: Kutas, Kaszó, Segesd.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nagyatádi.

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