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In Kakasd führen verschiedene Erinnerungsorte zu unterschiedlichen Kapiteln der Ortsgeschichte. Das Faluház verbindet seine Funktion als Kulturhaus mit dem Székely-Turm und einer öffentlichen Skulpturenkomposition. Im Tájház stehen benannte Sammlungsräume für verschiedene Überlieferungen; Gedenkstätte, Tafel und Schiffsmodell setzen weitere Akzente. Wer sich für Architektur, persönliche Nachlässe oder die Erinnerung an historische Ansiedlungen interessiert, kann diese Themen einzeln betrachten, statt sie zu einer einzigen Geschichte zusammenzufassen.

Faluház: Kulturhaus und Székely-Turm

Das Faluház dient als Kulturhaus der Gemeinde Kakasd und als Veranstaltungsort für zahlreiche örtliche und regionale Veranstaltungen. Sein großer Saal eignet sich für Hochzeiten und Firmenveranstaltungen. Er ist mehr als 300 Quadratmeter groß und bietet Platz für höchstens 299 Personen. Da sich Veranstaltungsdetails ändern können, sollten Sie Angaben zum Saal vor einer Planung beim Veranstaltungsort bestätigen.

Vor dem Faluház steht die Skulpturenkomposition „Együttélés – Zusammenleben“. Zu ihr gehört ein Schiff, das auf die Ansiedlung der Schwaben über die Donau verweist. Ein weiteres Schiffsmotiv befindet sich im Emlékpark an einer Straße in Kakasd: Dort steht eine verkleinerte Nachbildung eines 20 Meter langen Schiffs, die an die Ansiedlung der Deutschen erinnert. Die Darstellungen unterscheiden sich in ihrer Form und ihrem Bezug: Hier ist das Schiff Teil einer Komposition mit einem benannten Bezug zur Donau, dort bildet das verkleinerte Schiff selbst das Erinnerungszeichen.

Der Székely-Turm des Faluház greift die Erinnerung an die frühere Heimat in der Bukowina auf. Vor seinem Eingang erinnern fünf Székely-Tore an fünf Gemeinden: Hadikfalva, Andrásfalva, Józseffalva, Istensegíts und Fogadjisten. An der äußeren Fassade des Turms ist die Außenfassade der abgerissenen Kirche aus Andrásfalva dargestellt. Der Name Andrásfalva erscheint damit sowohl in der Reihe der fünf Gemeinden als auch bei der dargestellten Kirche.

Das Székely-Tor von Kakasd steht in einem Park an der Straße 6. Der Park wird von Faluárok, der Straße Belac und dem Rákpatak begrenzt. Auf der Grünfläche neben dem Tor wurde 2020 ein restaurierter Székely-Wagen des Typs fürgentyűs aufgestellt. Die Jahresangabe beschreibt die Aufstellung und gibt zugleich einen konkreten zeitlichen Bezug zu diesem Ausstellungsstück.

Sammlungsräume im Tájház

Im Tájház tragen zwei Räume Namen, die ihre jeweiligen Schwerpunkte kenntlich machen. Das Schwabenzimmer „Amri néni szobája“ ist nach der in Kakasd geborenen Hebamme Váradi Józsefné Studer Anna benannt; dort wird ihr Nachlass gezeigt. Das bukowinische Székely-Wohnzimmer „Kisház“ versammelt dagegen Nachlässe der Bukowina-Székely und der Oberungarn. So stehen in einem Raum die Erinnerung an eine konkrete, in Kakasd geborene Hebamme und ihr Nachlass im Mittelpunkt, im anderen die Überlieferungen zweier Gruppen.

Gedenkzeichen und Ortsgeschichte

Die Gedenkstätte in Kakasd erinnert an die Opfer des Ersten und des Zweiten Weltkriegs. Auf ihren Tafeln stehen die Namen der Deportierten, Vermissten und Gefallenen. Eine andere Form der Erinnerung bietet die Tafel hinter der Ulmer Schachtel: Als Kupferrelief zeigt sie die gekürzte Geschichte der Ansiedlungen in Kakasd auf Ungarisch und Deutsch. Damit unterscheiden sich die beiden Orte sowohl im Gegenstand als auch in der Art der Darstellung – die Gedenkstätte nennt Betroffene, die Tafel fasst die Ortsgeschichte der Ansiedlungen zusammen.

Auch die Turul-Statue gehört zu den jüngeren datierten Erinnerungszeichen im Ort: Sie wurde 2020 aufgestellt. Gemeinsam mit den Toren, der Darstellung der Kirche und den Sammlungsräumen bietet sie einen weiteren Zugang zum kulturellen Erbe Kakasds, ohne dass diese unterschiedlichen Zeugnisse dieselbe Geschichte erzählen.

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