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Die spätbarocke evangelische Kirche von Kalaznó wurde zwischen 1787 und 1790 erbaut. In ihrem Garten steht ein 1934 eingeweihtes Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, ein Werk des Bildhauers László Schmidmann. Bauzeit und Denkmal setzen zwei unterschiedliche Erinnerungsdaten in Beziehung.

Kirche und Bildprogramm

Die Kirche besitzt eine bemalte U-förmige Emporenbrüstung. Die Tafeln nahe dem Altar zeigen die Evangelisten und Apostel; die Emporenteile zur Orgel hin stellen Szenen aus dem Leben Jesu dar. Die Motive sind damit räumlich geordnet: biblische Personen nahe dem Altar, Szenen aus Jesu Leben auf den Teilen zur Orgel hin.

Heimatgeschichte in Sammlung und Ausstellung

Die Kalaznói Helytörténeti Gyűjtemény zeigt 180 inventarisierte Objekte, darunter Trachten, Möbel, Arbeitsgeräte und weitere Gebrauchsgegenstände. Sie sind in deutschen, széklerischen und oberungarischen Zimmerecken angeordnet. So treffen konkrete Alltagsgegenstände auf drei unterschiedliche Raumdarstellungen.

Auf Tafeln stellt die Ausstellung außerdem Imkerei, Schafhaltung, Weberei und Brotbacken vor. Diese Themen ergänzen die Objekte um weitere Einblicke in Arbeit und Herstellung. Der Blick wechselt zwischen Dingen, die in der Sammlung gezeigt werden, und Tätigkeiten, die auf den Ausstellungstafeln behandelt sind.

Ein eigener biografischer Schwerpunkt widmet sich Elekes Dénes. Fotografien, zeitgenössische Dokumente und persönliche Gegenstände zeichnen seinen Lebensweg nach. Elekes wurde 1945 in Kalaznó angesiedelt und ist dort begraben. Die persönlichen Zeugnisse und die beiden Ortsbezüge – Ansiedlung und Begräbnis – geben diesem Teil der Ausstellung einen eigenen biografischen Rahmen.

Gebäude und Wege im Ort

Neben der Kirche gehören traditionelle schwäbische Langhäuser und Fachwerkscheunen zu Kalaznós baulichem Erbe. Als Merkmale dieser Gebäude werden gemusterte Verandasäulen, Totenpforten, Jugendstil-Putzornamente und Fenster mit Fensterläden genannt. Damit stehen neben dem spätbarocken Kirchenbau auch Merkmale traditioneller Wohn- und Wirtschaftsgebäude im Blick.

Am rechten Ufer des Donát-Bachs verläuft zwischen zwei Fußgängerpassagen ein Spazierweg. Wer neben den Kulturthemen auch Zeit für einen Weg im Freien einplanen möchte, kann diesen Bachabschnitt als eigenen Schwerpunkt berücksichtigen.

Die Becker-Quelle liegt neben der Asó-Passage und ist nach der Familie Becker benannt, die früher in der Nähe wohnte. Neben der Quelle steht eine Feuerstelle für Ausflügler. Damit verbinden sich an diesem benannten Ort die Geschichte des Familiennamens und ein konkreter Bezug zu Ausflügen.

Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Tolnau

Im übergeordneten Reiseziel Tolnau gibt es weitere, eigenständige Themen. In Tamási bietet das Tamási Termálfürdő eine Saunawelt, Erlebnisbecken und Heilwasser; bei einem geplanten Badbesuch empfiehlt es sich, die aktuellen Öffnungsarrangements zu prüfen. Die Pacsmagi-Seen sind ein bedeutendes ungarisches Habitat der streng geschützten Moorente. In Szekszárd befindet sich das Babits-Mihály-Gedenkhaus im mehr als zweihundert Jahre alten Kelemen-Haus; es ist eine literaturgeschichtliche Gedenkstätte.

Weitere Reiseziele entdecken: Miszla, Magyarkeszi, Kisszékely, Koppányszántó, Tamasi, Felsonyék, Szakadát, Hőgyész.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tamási.

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