Kékkút lässt sich über zwei unterschiedliche Themen erschließen: Der Theodora Tanösvény steht für eine klar bezifferte Gehstrecke, Kirche und Tájház für Bau- und Alltagsgeschichte. So können Sie bei der Ortswahl abwägen, ob Sie den Schwerpunkt auf Naturwerte oder historische Gebäude und Lebenswelten legen.
Zu Fuß auf dem Theodora Tanösvény
Der Theodora Tanösvény ist ein acht Kilometer langer Rundweg, der zu Fuß begehbar ist. Er beginnt am Abfüllbetrieb der Kékkúti Ásványvíz Zrt. an der Theodora-Kereki-Quelle und verläuft am Sásdi-Bach entlang in Richtung Kornyi-See. Die 15 Stationen stellen die Naturwerte der Umgebung vor; englischsprachige Informationstafeln erleichtern ausländischen Besuchern die Orientierung. Damit können Sie Streckenlänge, Rundwegcharakter und naturkundliche Vermittlung gemeinsam in Ihre Auswahl einbeziehen. Der Weg kann das ganze Jahr über kostenlos besucht werden.
Quelle und Ortsgeschichte
Die Theodora-Quelle ist heute ein beliebter Rastplatz für Fuß- und Fahrradtouristen. Hohe, Schatten spendende Bäume und aufgestellte Bänke prägen den Platz. Das Wasser der Theodora-Quelle ist seit der Römerzeit bekannt; die Abfüllung des Kékkúter Mineralwassers begann 1907.
Die Szent-Dömötör-Kirche in Kékkút wurde 1716 erbaut; ihre heutige barocke Form stammt aus dem Jahr 1760. Die beiden Daten halten unterschiedliche Zeitbezüge fest: 1716 bezeichnet den Bau, 1760 die heutige Gestalt der Kirche.
Das Kékkúti Tájház befindet sich im ältesten Haus von Kékkút, das die Familie Egyed 1799 errichten ließ. Das Wohnhaus ist ein volkstümliches Baudenkmal aus dem 18. Jahrhundert; zu ihm gehören eine Rauchküche, ein Strohdach und der dazugehörige Stall. Die Ausstellung widmet sich bäuerlicher Haushaltsführung, Sachkultur und Landwirtschaft des frühen 20. Jahrhunderts. Architektur und Ausstellung führen so in verschiedene Zeitabschnitte: Das Haus steht für die Baugeschichte des 18. Jahrhunderts, die gezeigten Themen für den bäuerlichen Alltag des frühen 20. Jahrhunderts.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Plattensee - Nord
Auch im übergeordneten Reiseziel Plattensee - Nord gibt es Natur- und Kulturthemen an anderen Orten. In der Tapolcai-tavasbarlang werden Bootsfahrten angeboten; außerdem gibt es die geführte Ausstellung „Csodálatos karszt“ („Wunderbares Karst“). Die Höhle ist Teil eines unter der Stadt gelegenen Höhlensystems, das bislang auf 14,6 Kilometer Länge erforscht wurde. Hegyestű ist ein 337 Meter hoher Berg zwischen Zánka und Monoszló. Dort ist die Innenseite eines vor etwa acht Millionen Jahren aktiven Basaltvulkans freigelegt. Am Aussichtspunkt am westlichen Rand des Steinbruchgeländes können Besucher mithilfe einer Panoramatafel die umliegenden Hügel bestimmen; ein Steingarten zeigt charakteristische Gesteinsarten Transdanubiens. Badacsony bietet Wanderwege und Panoramen für Wanderer. Dort finden sich auch die als Basaltorgelpfeifen bezeichneten Formationen; an den Hängen werden Trauben für Badacsony-Wein angebaut.
Weitere Reiseziele entdecken: Lesencetomaj, Szigliget, Badacsonytomaj, Kapolcs, Balatonrendes, Balatonhenye, Kisapáti, Szentbékkálla
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tapolcai.