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Pölöske verbindet eine bewegte Burggeschichte mit Feuchtzonen und fortbestehenden Weinbergen. Das Teleki-Kastell und die Pölöske-Seen ergänzen die Ortsgeschichte um bauliche und landschaftliche Themen. Im näheren Umfeld liegt das Sohollári-Tal mit Gedenkorten und einem Arboretum.

Burggeschichte und Gedenken

Die Burg von Pölöske wurde 1664 nach mehreren erfolglosen Belagerungen von den Türken eingenommen und angezündet. Nach ihrer baldigen Rückeroberung wurde sie wiederhergestellt; 1702 ließ Leopold I. sie auf seinen Befehl abreißen. Über den Überresten wächst heute ein buschiger Wald. Das Denkmal der Helden von 1664 erinnert an die Pölöskeer Kämpfer, die im Kampf gegen die Osmanen starben, sowie an die Helden der Grenzfestungen von Zala. Das Kriegerdenkmal in Pölöske trägt 101 Namen.

Teleki-Kastell und Pferdezucht

Zum Teleki-Kastell in Pölöske gehörten zwei große, zweigeschossige Speicher mit Walmdächern, eine kleine Kapelle an der Straße und ein großes ehemaliges Gestüt zur Pferdezucht. Zum Park des Kastells gehört ein Mammutbaum mit Ästen bis zum Boden und einer leicht kegelförmigen Krone. Auch die Geschichte der Pferdezucht ist datiert: Graf István Széchenyi gründete 1855 ein Gestüt; dafür wurden auch Pferde aus England eingeführt.

Seen, Feuchtzonen und Weinbau

Die offenen Wasserflächen der Pölöske-Seen sind von größeren und kleineren Inseln durchzogen. An den Ufern liegen Schilfgürtel und eine sumpfige Moorzone. Am Pölöske-See lassen sich häufig verschiedene Wildenten- und Wildgänsearten beobachten. So gehören sowohl die Inseln und Feuchtufer als auch die Vogelwelt zu den beschriebenen Landschaftsmerkmalen.

In Kishegy und Öreghegy werden weiterhin Weinberge bewirtschaftet. Zugleich nutzt die jüngere Generation die Weinkeller in den Hügeln zunehmend als Wochenendhäuser. Ein großer Teil der Weinreben wurde gerodet; überwiegend werden noch Tafeltrauben für den Eigenbedarf angebaut. Diese Details zeigen zwei gleichzeitige Entwicklungen der lokalen Landnutzung: Weinberge werden in den beiden Lagen weiter bewirtschaftet, während sich die Nutzung der Keller und der Reben verändert.

Im näheren Umfeld: das Sohollári-Tal

Im näheren Umfeld von Pölöske, im Sohollári-Tal, befindet sich der Gedenkort Hét Vezér mit Gedenkpfählen. Daneben stehen zwei Gruppen etwa hundertjähriger, unter Naturschutz stehender Fichten. Auf der anderen Straßenseite steht der Gedenkbaum der Jäger. Damit liegen dort Gedenkzeichen und geschützte Bäume in unmittelbarer räumlicher Folge.

Rund um das Jagdhaus im Sohollári-Tal liegt das 1972 angelegte Sohollári-Arboretum. Darin befindet sich ein kleiner angelegter See mit einer Insel in der Mitte. Seit Jahren findet im Arboretum die zentrale Eröffnungsveranstaltung der Jagdsaison in Zala statt; ihr wichtigster Teil ist eine Hubertusmesse. Die Szent-Hubertus-Kapelle wurde 2001 geweiht und eigens für die Eröffnungen der Jagdsaison errichtet. Wenn Sie die Veranstaltung einplanen möchten, prüfen Sie den Termin vor der Reise.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pacsai.

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