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Rötliche, verfestigte Sandsteinsäulen tragen die rund 70 Zentimeter dicke Decke der Grutas del Palacio. Die Säulen sind durchschnittlich zwei Meter hoch; die Höhlen entstanden durch Wassererosion. In Uruguay gelten die Grutas als emblematischste Stätte des UNESCO Global Geoparks und geben ihm seinen Namen. Der Geopark liegt im Departamento de Flores, im Süden Zentraluruguays.

Sein Angebot umfasst Naturlandschaften sowie geologische, paläontologische, archäologische, historische und kulturelle Sehenswürdigkeiten. So treffen in Flores Landschaftsformen und Spuren der Vergangenheit aufeinander. Für die Führungen auf dem Weg zur Grotte sind Termine im Stundentakt angegeben: Die erste Tour beginnt um 10 Uhr, die letzte um 16 Uhr. Prüfen Sie den Zeitplan vor Ihrer Anreise.

Landschaft und Spuren früherer Zeiten

Östlich von Trinidad erstreckt sich das geschützte Gebiet Localidad Rupestre de Chamangá über mehr als 12.000 Hektar. Es liegt im Einzugsgebiet des Río Negro und im Teileinzugsgebiet des Bachs Chamangá. Dessen Quellen befinden sich an der Cuchilla Grande Inferior. Diese Lage beschreibt die Landschaft auch über ihre Gewässer: Das Gebiet gehört zu einem größeren Flusssystem und zugleich zum Einzugsgebiet eines kleineren Bachs.

Die Felsmalereien von Chamangá sind auch im Museo Histórico Departamental de Flores Dr. Fernando Gutiérrez in Trinidad präsent. Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Bahnhof, der 1916 erbaut wurde. Zu den Ausstellungsstücken gehören versteinerte Dinosaurierreste und archäologisches Material im Zusammenhang mit den Felsmalereien des Schutzgebiets.

Weitere archäologische Funde stammen aus Arenales de Paso del Palmar: Dazu zählen Projektilspitzen, Bolas, Kernsteine und zahlreiche Abschläge. Sie werden mit Menschen in Verbindung gebracht, die dort vor Tausenden von Jahren lebten, möglicherweise schon vor mehr als 10.000 Jahren. Die vorsichtige zeitliche Einordnung lässt Raum für die Unsicherheit, die mit dieser frühen Vergangenheit verbunden ist.

Auch die Flora- und Fauna-Reserve Dr. Rodolfo Talice hat eine eigene Entstehungsgeschichte. Sie ging aus dem Projekt „Flores por la vida“ hervor und wurde am 30. Juli 1991 eingeweiht.

Tiere und Aktivitäten am Wasser

Im Ecoparque Tálice können Sie mit einem Elektrobus den Park erkunden und Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Das Schutzgebiet umfasst ein mehr als 40 Hektar großes Areal, in dem große Herden von Hirschen und Pekaris leben. Für das Gebiet werden 1.500 Tiere aus 120 Arten angegeben; diese Bestandszahlen können sich ändern. Auf dem See können Besucherinnen und Besucher außerdem mit weißen Schwanenbooten fahren. Die Naturerfahrung ist als lehrreich und unterhaltsam für Menschen jeden Alters beschrieben.

Eine weitere Perspektive auf Natur und Landschaft bietet die Zone der Lagos de Andresito. Dort gibt es nautische Aktivitäten, Sportfischerei, Geotourismus und Naturtourismus. Mit dem Boot „Andresito“ können Touristen die Ufer von Arenales de Paso del Palmar erreichen. Erkundigen Sie sich vorab nach der aktuellen Verfügbarkeit dieser Fahrt.

Kunst entlang der Nationalstraße

Das Kunstwerk Zooilógico del Futuro von Martín Arregui besteht aus 13 ausgeschnittenen Eisenplastiken. Sie stehen in gleichen Abständen entlang der Nationalstraße Nr. 3. Ihre Motive verbinden kosmische Themen mit einheimischen Tieren; unter jeder Skulptur befindet sich ein Werkzeug. Die wiederkehrende Anordnung und die unterschiedlichen Figuren bilden einen eigenen künstlerischen Akzent im kulturellen Angebot von Flores.

Weitere Reiseziele entdecken: Andresito, Trinidad, Ismael Cortinas, Lavalleja, Maldonado, Canelones, Tacuarembó, Departamento De Salto.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Uruguay.

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