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Das Poi-Kalon-Minarett wurde 1127 errichtet und ist 45,6 Meter hoch. Es ist Teil einer Stadtlandschaft mit einer langen Baugeschichte: In Bukhara sind mehr als 140 über ein Jahrhundert alte Monumente aus verschiedenen Epochen erhalten. Das historische Zentrum gehört zum UNESCO-Welterbe und wurde 1993 in die Welterbeliste aufgenommen.

Monumente aus verschiedenen Epochen

Das Ensemble Poi-Kalon steht am Fuß des Kalon-Minaretts auf dem Registan-Platz in Bukhara. Zu ihm gehören die Medresen Miri-Arab und Amir-Alimkhan, das Minarett und eine gleichnamige Moschee. Eine andere Seite der Stadtgeschichte erzählt die Festung Ark: Sie diente fast anderthalb Jahrtausende lang als Residenz der Herrscher von Bukhara.

Auch die Magoki-Attori-Moschee ist Teil des historischen Zentrums; sie gilt als älteste Moschee in Bukhara. Das Samaniden-Mausoleum wurde zwischen 892 und 907 errichtet und 1993 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Die Bauwerke setzen unterschiedliche zeitliche und architektonische Akzente, ohne dass sich die Entdeckungen auf ein einzelnes Ensemble beschränken.

Tim Abdullah Khan ist ein im 16. Jahrhundert errichteter Handelsdom im historischen Zentrum. Besucher können dort Bukhara-Teppiche, Kunsthandwerk, Gemälde und Musikinstrumente kaufen. Das Ensemble Lyabi-Hauz gehört zu den zentralen Monumenten des alten Bukhara; dort finden Konzerte, Modenschauen usbekischer Kleidung und weitere Veranstaltungen statt. Wenn Sie eine Veranstaltung einplanen möchten, prüfen Sie die konkreten Termine.

Palast, Handwerk und regionale Küche

Im Palast Sitorai-Mohi-Khosa trifft ein im europäischen Stil errichteter Komplex auf orientalische Innenausstattung. Der Palast ist in einen Männer- und einen Frauenteil geteilt; heute beherbergt er ein Museum für dekorative und angewandte Kunst. Die Verbindung der unterschiedlichen Stilmerkmale gibt dem Besuch einen eigenen architektonischen Schwerpunkt.

In Gijduvan werden Stickereien vollständig von Hand mit Seidenfäden gefertigt. Auch die Küche bietet eine regionale Entdeckung: Gijduvan-Schaschlik gilt als bekannte, mit Gijduvan verbundene Grill- beziehungsweise Kebabspezialität. In Bukhara können Besucher außerdem an einem gastronomischen Meisterkurs teilnehmen und gemeinsam mit lokalen Köchen Oshi Sofi, ein traditionelles Gericht aus Bukhara, zubereiten. Erkundigen Sie sich vorab, ob aktuell ein Meisterkurs zur Zubereitung von Oshi Sofi verfügbar ist.

Handwerkswerkstätten in der touristischen Mahalla Kurgan ermöglichen Touristen, lokale Gastfreundschaft und traditionelle Lebensweise kennenzulernen. Auf dem Gelände der antiken Festung Gijduvan Kurgan sind kulturelle und historische Stätten für touristische Besuche vorbereitet, darunter das Alte Steinhammam und die Moscheen Bozori Qaymoq, Boloyi Kassobon und Boborakhimboy.

Wüste, Geschichte und Orientierung in der Provinz

Die Provinz Bukhara liegt im Südwesten Usbekistans und grenzt an Turkmenistan sowie an andere usbekische Regionen. Bukhara ist das Zentrum der Region. Ihr Landschaftsbild reicht über die Stadt hinaus: Der größte Teil der Region ist von den Sandflächen der Kysylkum-Wüste bedeckt. Die Ruinen der mittelalterlichen Siedlung Paykend wurden über Jahrtausende vom Wüstensand verschluckt, wodurch ihre Überreste bis heute erhalten blieben.

Auch die spezialisierte Aufzuchtstation Jeyran gehört zum Bild der Region. Die Station liegt zwischen Kogon und Karaulbazar an der A-380 im Bukhara-Distrikt; dort werden unter besonderen Bedingungen Dschirane gezüchtet.

Für eine spirituelle Perspektive ist der Gedenkkomplex Chor Bakr Bestandteil eines offiziellen Reiseprogramms mit Pilgerritualen. Der Bakhautdin-Nakschbandi-Komplex liegt 12 Kilometer von Bukhara entfernt. Dort gibt es ein Museum mit Exponaten und Informationen über sein Leben und Wirken. Für die Anreise von Taschkent nach Bukhara dauert die Fahrt mit dem Hochgeschwindigkeitszug Afrosiyob ungefähr vier Stunden.

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