Karst über und unter der Oberfläche
Der UNESCO-Geopark Non Nuoc Cao Bang zeigt anhand von Höhlen mit Tropfsteinbildungen sowie unterirdischen und oberirdischen Flüssen einen vollständigen tropischen Karstentwicklungszyklus. Damit reicht die geologische Perspektive von sichtbaren Wasserläufen bis in Höhlen und unterirdische Bereiche. Wer sich für Geologie interessiert, kann den Karst hier als Entwicklungsprozess betrachten und muss ihn nicht auf eine einzelne Form reduzieren.
Die bewaldeten Kalksteinberge des Geoparks sind außerdem Lebensraum des seltenen und gefährdeten Östlichen Schwarzhaubengibbons. Neben den geologischen Formen gehören damit auch Biodiversität und der Lebensraum einer seltenen Art zur Naturperspektive auf Cao Bằng.
Das Seensystem Thang Hen besteht aus 36 natürlichen Seen, die durch unterirdische Höhlen miteinander verbunden sind. Diese Verbindung prägt den Charakter des Systems: Die Seen sind nicht nur einzelne Wasserflächen, sondern durch Höhlen miteinander verknüpft. Der Berg Mắt Thần setzt daneben einen anderen Akzent. Eine große, annähernd kreisförmige Öffnung führt durch den Gipfel, sodass man auf die andere Seite sehen kann. Thang Hen macht eine Verbindung unter der Oberfläche zum Thema, Mắt Thần dagegen eine sichtbare Öffnung durch den Berg. So stehen zwei unterschiedliche geologische Erscheinungsformen nebeneinander.
Geschichte und Handwerk in Cao Bằng
Rừng Trần Hưng Đạo verankert eine klar datierte Geschichte in Cao Bằng: Dort wurde am 22. Dezember 1944 die Đội Việt Nam Tuyên truyền Giải phóng quân gegründet. Der Ort liegt im Huyện Nguyên Bình. Während Karst und Seen über Formen und Zusammenhänge sprechen, ist die Bedeutung dieses Ortes an ein konkretes Ereignis und ein genaues Datum gebunden.
In Quảng Hòa in Cao Bằng ist Pác Rằng ein Ziel für Gemeinschaftstourismus und für die traditionelle Schmiedekunst der Nùng An bekannt, deren Geschichte mehrere hundert Jahre zurückreicht. Besucher können Handwerkern beim Schmieden landwirtschaftlicher Geräte zusehen und selbst versuchen, ein Messer zu schmieden. Beobachten und Ausprobieren sind zwei verschiedene Zugänge zu derselben überlieferten Fertigkeit. Wenn Sie den eigenen Schmiedeversuch einplanen, bestätigen Sie vor der Reise die lokale Verfügbarkeit.
Im Weiler Dia Tren wird eine weitere traditionelle Handwerkskunst der Nùng An ausgeübt: das Papierschöpfen. Die Rinde des May-Sla-Baums wird nach überlieferten Techniken zu Opferpapier verarbeitet; die Praxis ist eine lebendige traditionelle Handwerkskunst. Anders als bei der Schmiedekunst steht hier die Verarbeitung eines pflanzlichen Materials zu einem bestimmten Produkt im Mittelpunkt. Damit unterscheiden sich die beiden Handwerksthemen sowohl in der Tätigkeit als auch im Ergebnis.
Phja Oắc: ein Ausflug aus dem Jahr 2021
Bei einem eintägigen Ausflug im Jahr 2021 wurde der 1.931 Meter hohe Gipfel Phja Oắc im Nationalpark Phja Oắc–Phja Đén im Huyện Nguyên Bình bestiegen. Wenn Sie eine Besteigung erwägen, prüfen Sie die aktuelle Zugangssituation vor der Reise.
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