Haiphong verbindet eine eindrucksvolle Meereslandschaft mit archäologischen Stätten und Kulturtraditionen. Ein geografischer Anker ist das Gebiet Ha Long Bay – Cat Ba Archipelago: Es liegt innerhalb der Stadt Hai Phong und der Provinz Quảng Ninh. Das Reiseziel führt damit von der Geschichte Hai Phongs in einen weitläufigen Insel- und Küstenraum.
Inseln, Kalkstein und Meer
Das UNESCO-Welterbegebiet umfasst 65.650 Hektar und 1.133 Inseln und Inselchen. Seine Meereslandschaft besteht aus bewachsenen Kalksteininseln und hohen Kalksteinpfeilern, die in unterschiedlichen Größen und Formen aus dem Meer ragen. Gerade diese Mischung aus bewachsenen Inseln und markanten Felsformationen prägt den Charakter des Gebiets.
Das Cát-Bà-Archipel wurde 1986 zum Nationalpark und 2010 zum Meeresschutzgebiet erklärt. Die Insel Cát Bà ist zudem der einzige Ort, an dem der Goldkopflangur (Trachypithecus poliocephalus) vorkommt. Wer sich für Natur und Artenschutz interessiert, begegnet hier also einer Landschaft, deren Besonderheit sich nicht nur an den Felsen, sondern auch an einer weltweit einzigartigen Tierart ablesen lässt.
Zu den Besuchsrouten des Nationalparks gehört die 12 Kilometer lange Route Ao Ếch–Việt Hải. Da sich die Wegbedingungen saisonal ändern können, prüfen Sie diese am besten vor Ihrer Planung. Der Fähranleger Đồng Bài–Cái Viềng ist eine Verkehrseinrichtung im Tourismusgebiet Cát Bà; wenn Sie ihn in Ihre Reiseplanung einbeziehen, prüfen Sie den Fahrplan vorab.
Archäologie und Geschichte
Núi Voi–Xuân Sơn ist eine archäologische Stätte. Dort gefundene Werkzeuge und Waffen, die im Núi-Voi-Museum ausgestellt sind, belegen eine Entwicklungsphase der Đông-Sơn-Kultur. Die Fundstücke stellen so eine konkrete Verbindung zwischen dem Ort und seiner kulturellen Geschichte her. Für Besucher und Forschungsinteressierte sind im Núi-Voi-Gebiet hergerichtete Einrichtungen vorhanden, darunter die Họng-Voi-Höhle, die Höhlen Nam Tào und Bắc Đẩu sowie ein Museum. Die Einrichtungen werden unterhalten; prüfen Sie ihren Zustand vor Ihrem Besuch.
Zum traditionellen Fest von Núi Voi gehören kulturelle und sportliche Aktivitäten. Es findet jährlich in der Mitte des ersten Mondmonats statt und dauert drei Tage: am 15., 16. und 17. des Monats. Die Hang Quân Y eröffnet einen anderen historischen Blick auf das Cát-Bà-Archipel. Sie wurde zwischen 1963 und 1965 während des Vietnamkriegs zu einem Feldlazarett im Berginneren umgebaut und ist ein touristisches Ziel auf Erkundungsreisen durch das Archipel.
Auch das Hai-Phong-Museum widmet sich der Stadtgeschichte: Seine 17 ständigen Ausstellungsräume vermitteln der Öffentlichkeit die Natur sowie die historische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung Hai Phongs. Das macht es zu einem ergänzenden Zugang neben den archäologischen Fundorten und den historischen Stätten im weiteren Reiseziel.
Tempel, Küstenlandschaft und Traditionen
Auf Hòn Dấu bewahrt eine nahezu unberührte Naturlandschaft mit alten Bäumen und felsigen Ufern einen eigenen Charakter. Dort befinden sich außerdem der Tempel des Nam Hải Thần Vương, der religiöse Traditionen der Küstenbevölkerung bewahrt, und der Leuchtturm Hòn Dấu. Mit ihm ist die Geschichte des Widerstands gegen ausländische Invasionen während des Vietnamkriegs verbunden. Natur, religiöses Erbe und Kriegsgeschichte sind auf der Insel so mit konkreten Orten verknüpft.
In Đền Nghè finden die Weihrauchzeremonie und die Wasserprozession statt, die zum jährlichen Büffelkampffest von Đồ Sơn gehören. Das Fest ist als nationales immaterielles Kulturerbe anerkannt. Auch der Gắm-Tempel gehört zum Kulturerbe Hai Phongs: Er wurde 1992 als nationales historisch-kulturelles Denkmal eingestuft.
Erlebnisse in der Lan-Hạ-Bucht und lokale Küche
In der Lan-Hạ-Bucht können Besucher baden und Korallen beobachten, Boot fahren und klettern. Bei Bootfahrten und Kletterangeboten können die konkreten Aktivitäten je nach Anbieter variieren; klären Sie Einzelheiten vorab. So lassen sich die unterschiedlichen Möglichkeiten der Bucht besser in die eigene Reiseplanung einordnen, ohne sie mit einem festen Ablauf zu verbinden.
Auch die lokale Küche eröffnet einen eigenen Zugang zu Haiphong. Im Mai 2026 wurden Foodtour-Angebote beschrieben, bei denen Besucher Gerichte wie bánh đa cua, bún cá und nem cua bể sowie Meeresfrüchte kennenlernen konnten. Die genannten Speisen geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte, wenn Sie sich für regionale Küche interessieren.
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