Khanh Hoa verfügt über 200 km Küste und mehr als 200 Inseln und Inselgruppen. In der Bucht vor Nha Trang ist die Landschaft von 19 Inseln und Inselchen geprägt. Die Zahlen beziehen sich auf unterschiedliche Maßstäbe: auf die Provinz einerseits und auf eine einzelne Bucht andererseits. Zusammen geben sie einen Eindruck von der Vielfalt, die neben Küste und Inseln auch Lagunen, kulturelle Traditionen und regionale Gerichte umfasst.
Inseln und Lagunen entdecken
Die Nha-Phu-Lagune umfasst etwa 1.500 Hektar; davon entfallen rund 40 Hektar auf Mangrovenwald. Hòn Lao, auch Monkey Island genannt, ist ein ausgewiesener touristischer Ort in der Lagune. Hon Mun wiederum ist ein geschütztes Meeresschutzgebiet. Die Inseln stehen damit für unterschiedliche Aspekte der regionalen Landschaft – von Lagune und Mangroven bis zum Meeresschutz.
Auch die möglichen Aktivitäten unterscheiden sich: Auf Hon Tre sind Schwimmen, Schnorcheln und Jetskifahren möglich. Auf Hon Ong können Besucher schwimmen, tauchen und Kajak fahren. Angeln und Jagen sind dort aufgrund der Umweltschutzvorgaben nicht erlaubt. Wer die Inseln rund um Nha Trang per Tour erkunden möchte, findet eintägige Insel-Hopping-Angebote vieler Anbieter. Häufig umfassen sie Transfers, Verpflegung, Unterhaltung und Aktivitäten; prüfen Sie vorab, welche Leistungen das konkrete Angebot einschließt.
Auf Hon Yen können Besucher die 220 Stufen zum Du Ha Mountain hinaufsteigen und von oben den Panoramablick genießen. Einen anderen Schwerpunkt setzt das Hoang Hoa Village auf Hon Tam: Es umfasst historische Wohnhäuser früherer Bewohner, Möbel aus der jeweiligen Epoche und Relikte. Bei Diep Son verbindet eine Sandbank die drei Inselchen der Inselgruppe. Bei Ebbe können Besucher von einem Inselchen zum nächsten gehen. Da diese Möglichkeit von der Tide abhängt, sollten Sie die Bedingungen vor Ort prüfen, bevor Sie den Gang einplanen.
Cham-Erbe und regionale Traditionen
Tháp Bà Pô Nagar wurde von den Cham zwischen dem 8. und 13. Jahrhundert zur Verehrung der Göttin Pô Inư Nagar errichtet. Das Tháp-Bà-Ponagar-Festival wurde 2012 als nationales immaterielles Kulturerbe anerkannt. Zum Festivalprogramm gehören traditioneller Cham-Tanz, Bóng-Tanz, Chầu Văn, Volksspiele und traditionelle Kunstaufführungen. Die einzelnen Programmpunkte können variieren.
Ein anderes Fest ist das Khanh-Hoa-Yến-Sào-Festival. Es findet jährlich am 10. Tag des fünften Mondmonats statt. 2025 wurden sowohl dieses Festival als auch das Wissen über die Gewinnung und Verarbeitung von Yến-Sào aus Khanh Hoa als nationales immaterielles Kulturerbe anerkannt. Für die Planung eines Besuchs empfiehlt es sich, die konkreten Veranstaltungstage zu prüfen. Ebenfalls in das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde das Wissen über die Gewinnung und Verarbeitung von Agarholz aus Khanh Hoa.
Lokale Küche und Orientierung
Zu den für die Fischerdörfer von Khanh Hoa typischen Gerichten gehören bánh căn, bún cá und bún sứa. Zusammen mit den Festen und dem Wissen um Yến-Sào und Agarholz zeigen diese Speisen eine weitere Seite der regionalen Kultur.
Auch ein Blick auf Nha Trang eröffnet eine andere Perspektive auf die Region: Von den oberen Etagen des Tháp Trầm Hương können Besucher den 2.-April-Platz, den Strand von Nha Trang und die Trần-Phú-Straße überblicken. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Zugangsmöglichkeiten. Für die Anreise bietet die Verkehrslage weitere Orientierung: Cam Ranh liegt an Vietnams Nord-Süd-Eisenbahn, und der internationale Flughafen Cam Ranh ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für Khanh Hoa und Südzentralvietnam.
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