Die Entdeckungen in Tây Ninh reichen von Óc-Eo-Tempeltürmen und einer Cao-Đài-Anlage bis zu Khmer-Traditionen und Naturzielen wie Berg, Wald und See. Historische Bauwerke erzählen dabei von sehr unterschiedlichen Zeiten; Handwerk und Feste geben Einblicke in lebendige kulturelle Traditionen.
Tempeltürme, Glauben und Traditionen
Der Turm Chót Mạt wurde etwa im 8. Jahrhundert n. Chr. als Bauwerk der Óc-Eo-Kultur errichtet. Er ist einer von drei erhaltenen Tempeltürmen in Südvietnam. Auch der alte Turm Bình Thạnh ist ein erhaltenes architektonisches Denkmal dieser Kultur und zählt zu den wertvollen antiken Baudenkmalen von Tây Ninh und Vietnam. Er liegt in Ấp Bình Phú, Xã Bình Thạnh, Trảng Bàng, Tây Ninh. Die ungefähr ins 8. Jahrhundert datierte Geschichte Chót Mạts bildet einen deutlichen zeitlichen Kontrast zur Tòa thánh Cao Đài Tây Ninh: Mit ihrem Bau wurde 1933 begonnen, fertiggestellt wurde sie 1955.
Zum Komplex der Tòa thánh gehören die Heilige Stätte, der Phật-Mẫu-Tempel und eine Stupa. Beim Betreten dürfen Besucher keine Schuhe tragen; prüfen Sie vor Ihrem Besuch die geltenden Regeln. Die Anlage bietet damit nicht nur einen einzelnen Baukörper, sondern mehrere benannte Bestandteile, die zum Verständnis ihres religiösen und architektonischen Charakters gehören.
Auch die Khmer-Pagode Khedol steht für eine eigene kulturelle Tradition. Ihre Architektur ist traditionell Khmer; zugleich bewahrt sie die kulturelle Identität der Khmer-Gemeinschaft. Gegründet wurde die Chùa Khedol 1811. Ihr Pali-Name lautet Botumkirirangsey und bedeutet „Glanz der Lotosblüte nahe dem Berg“. Jährlich veranstaltet die Pagode die Khmer-Feste Chol Chnam Thmay, Sen Dolta, Ok Om Bok und Kathina. Wenn Sie eines davon erleben möchten, prüfen Sie die Termine vor Ort.
Ein weiteres Fest ist dem Núi Bà Đen und der Bà Linh Sơn Thánh Mẫu gewidmet: Es findet am fünften und sechsten Tag des fünften Monats nach dem Mondkalender statt. Seit dem 4. September 2018 ist es als nationales immaterielles Kulturerbe anerkannt. Der Wechsel zwischen festen Kalendertagen und dem Mondkalender macht die kulturellen Termine in Tây Ninh zu einem eigenen Teil der Reiseplanung.
Die Chùa Thiền Lâm, auch Chùa Gò Kén genannt, ist mehr als 100 Jahre alt und wurde als erster Tempel in Tây Ninh errichtet. Ihre Architektur verbindet östliche und westliche Kultureinflüsse und wirkt zugleich klassisch und modern. Zusammen mit den Khmer-Bauten und der Cao-Đài-Anlage zeigt sie, wie unterschiedlich religiöse Architektur und Traditionen in der Region ausgeprägt sind.
Berg, Wald und See
Am Núi Bà Đen bringt die Vân-Sơn-Seilbahn Besucher vom Fuß des Berges in etwa acht Minuten auf den Gipfel. Die kurze, angegebene Fahrzeit gibt Orientierung für diesen Höhenwechsel; da sich Betriebsdetails ändern können, prüfen Sie vor dem Besuch den aktuellen Fahrplan.
Der Nationalpark Lò Gò–Xa Mát ist ein ASEAN Heritage Park. Einen besonderen Blick über Wälder und Feuchtgebiete bietet der 32 Meter hohe Aussichtsturm Trảng Tà Nốt. Der Hồ Dầu Tiếng wiederum ist ein künstlicher See und gilt als Ausflugsziel mit ruhiger Landschaft, Felsriffen und kleinen Inseln. So stehen in den Naturbeschreibungen Wald- und Feuchtgebiete, ein Berggipfel und eine Seenlandschaft für unterschiedliche Eindrücke.
Handwerk und weitere Erlebnisse
Im Reispapier-Handwerksdorf von Trảng Bàng können Besucher den Herstellungsprozess kennenlernen und Bánh tráng phơi sương als regionale Spezialität kaufen. Das Handwerk bewahrt eine über Generationen weitergegebene kulturelle Tradition. Der Besuch verbindet damit den Einblick in eine Herstellung mit einer lokalen Spezialität – eine andere Art, Tây Ninh kennenzulernen als über Tempel und historische Bauwerke.
Der Freizeitpark Long Điền Sơn umfasst einen Wasserpark mit zahlreichen Spielen. Auf seinen Rasenflächen gibt es außerdem Möglichkeiten zum Campen und für Teambuilding-Aktivitäten. Da sich die Angebote ändern können, prüfen Sie vorab die aktuellen Möglichkeiten für diese Aktivitäten.
Auch historische Erinnerungsorte gehören zu den Entdeckungen: Das Siegesdenkmal Junction City erinnert an die 82 Tage dauernde Schlacht beziehungsweise Operation Junction City vom 22. Februar bis 15. April 1967. Die Gedenkstätte Căn cứ Trung ương Cục miền Nam wurde nach ihrer Restaurierung 2005 für Besichtigungen und Besuche zur historischen Erinnerung zugänglich gemacht.
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