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Wer für eine Reise historische Architektur und Wege entlang einer Stadtbefestigung in den Mittelpunkt stellen möchte, findet in Famagusta verschiedene Anknüpfungspunkte. Die ummauerte Altstadt verbindet Bastionen, Stadttore und Sakralbauten mit Geschichten aus unterschiedlichen Epochen. Zu Fuß lassen sich ausgedehnte Abschnitte der Befestigungsanlagen erkunden; einzelne Orte bieten zugleich konkrete Orientierung für die Planung eines Besuchs.

Spaziergänge entlang der Stadtmauern

Ein drei Kilometer langer Spaziergang verläuft entlang und durch die venezianischen Mauern, die die gesamte antike Stadt Famagusta umschließen. Besucher können ausgedehnte Abschnitte der Befestigungsanlagen begehen. Die Länge gibt einen greifbaren Maßstab, wenn Sie den Spaziergang in Ihren Aufenthalt einordnen. Rundgänge entlang der Stadtmauern beginnen häufig am südlichen Ende, nahe der Rivettina Bastion.

Auf einem Weg durch die Stadtmauern führen Treppen zur Mauerkrone. Von dort können Besucher über Arsenal bis zum ursprünglichen Seetor Porta del Mare weitergehen. Das Tor ist einer von zwei ursprünglichen Eingängen zur ummauerten Altstadt. An der zur Seeseite gerichteten Stadtmauer befindet sich sein eisernes Fallgatter aus venezianischer Zeit. Einen weiteren markanten Orientierungspunkt bildet die Martinengo Bastion, auch Tophane genannt, in der nordwestlichen Ecke der Altstadt.

Bastionen und Ansichten

In der Arsenal Bastion befindet sich das ethnografische und archäologische Canbulat-Museum. Zu seiner Sammlung gehören osmanische Artillerie und Uniformen, antike Gegenstände sowie venezianische Keramik. Die Bastion beherbergt außerdem ein Grabmal mit den sterblichen Überresten eines Märtyrers. Diese Orte geben dem Besuch der Befestigungsanlagen eine zusätzliche historische Dimension.

Othello’s Castle wurde 2014 restauriert und am 3. Juli 2015 wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Diese Wiederöffnung ist ein historischer Termin; wenn Sie einen Besuch fest einplanen, prüfen Sie den aktuellen Zugang vorab. Treppen führen vom Innenhof des Kastells zu den Wehrgängen. Von dort bietet sich ein Blick auf den alten und den modernen Hafen. Damit verbindet der Ort Baugeschichte mit einem Ausblick auf beide Hafenbereiche.

Kirchen und Architektur der Altstadt

Die religiösen Bauten Famagustas stehen für unterschiedliche Traditionen. St. George of the Greeks diente im Mittelalter als Kathedrale der griechisch-orthodoxen Gemeinde. Ganchvor Sourp Asdvadzadzin ist eine armenisch-apostolische Kirche innerhalb der ummauerten Altstadt; ihr Gebäude wurde 1346 von armenischen Flüchtlingen aus Kilikien errichtet. Im Südosten Famagustas liegt Ayia Zone, eine von drei verbliebenen byzantinischen Kirchen der Stadt.

Auch die Geschichte der ursprünglichen Kirche St. Peter und St. Paul lässt sich an konkreten Daten festmachen: Ihre Fundamente wurden während der Herrschaft Peter I. aus dem Haus Lusignan von 1358 bis 1369 gelegt. Der Kaufmann Simon Nostrano aus Famagusta finanzierte die Kirche mit einem Drittel des Gewinns aus einer einzelnen Reise nach Syrien. Die erhaltenen Reste des venezianischen Palasts gelten als seltenes Beispiel der Renaissancearchitektur auf Zypern. Zusammen zeigen diese Orte, wie verschieden die historischen Themen innerhalb der Altstadt sind.

Für die Orientierung an einem weiteren Bauwerk ist der Haupteingang der Lala Mustafa Pasha Mosque hilfreich: Er liegt am westlichen Ende des Gebäudes, an der Ostseite des Namik-Kemal-Platzes im Stadtzentrum. Solche konkreten Bezugspunkte ergänzen die Wege entlang der Mauern und helfen, Kirchen, Plätze und Befestigungsanlagen als unterschiedliche Schwerpunkte für den Aufenthalt in Famagusta wahrzunehmen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Famagusta.

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