Ismailia eröffnet mehrere Zugänge zu seiner Geschichte: Das Suez Canal Museum befindet sich in einem früheren Verwaltungsgebäude der Suez Canal Company, das Ismailia Museum verbindet eine lange Museumsgeschichte mit tempelinspirierter Architektur, und bei Tell Rod Iskandar wurden bedeutende Gräber entdeckt. Jährliche Feste und die Yacht Marina am Temsah-See ergänzen diese kulturellen und historischen Themen um Veranstaltungs- und Schifffahrtsbezüge.
Museen mit unterschiedlichen Geschichten
Das Suez Canal Museum befindet sich im ehemaligen ersten Verwaltungsgebäude der Suez Canal Company in Ismailia. Das Gebäude wurde 1862 errichtet, 1869 eingeweiht und später in ein Museum umgewandelt. Seine Architektur verbindet arabisch-islamische und europäische Stile. In zwölf Ausstellungssälen zeigt das Museum bis zu 2.000 Artefakte. Hier gehören die Baugeschichte des Hauses und seine frühere Verwaltungsfunktion zum besonderen Rahmen der Sammlung.
Das Ismailia Museum setzt einen anderen Akzent. Es wurde 1934 für die Öffentlichkeit eröffnet und zählt zu den ersten Regionalmuseen Ägyptens. Sein Entwurf ist von der Architektur altägyptischer Tempel inspiriert. Das Museum beherbergt rund 3.800 Artefakte, die bei der Errichtung des Suezkanals entdeckt wurden. Die beiden Häuser bieten damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte: beim Suez Canal Museum die Geschichte eines ehemaligen Verwaltungsgebäudes, beim Ismailia Museum die Tempelinspiration und Funde aus der Zeit des Kanalbaus.
Archäologische Spuren bei Tell Rod Iskandar
Bei Tell Rod Iskandar im Gebiet Maskhouta des Gouvernements Ismailia wurde das Grab eines Militärkommandeurs aus der Regierungszeit von König Ramses III. entdeckt. Dort kamen außerdem Sammel- und Einzelgräber aus der griechisch-römischen Epoche sowie aus der Spätzeit ans Licht. Tell Rod Iskandar wird eine militärische Bedeutung beim Schutz der östlichen Grenzen Ägyptens während des Neuen Reiches zugeschrieben. So stehen konkrete Grabfunde neben einer Deutung der damaligen Rolle des Ortes.
Feste im Jahreslauf
Auch die wiederkehrenden Feste setzen unterschiedliche kulturelle Akzente. Beim jährlich stattfindenden internationalen Folklorefestival nehmen mehrere Länder mit ihren Volkstänzen teil. Das ebenfalls jährlich veranstaltete Kamelrennfestival bringt Stämme aus ganz Ägypten zusammen. Das Frühlingsfestival des Gouvernements findet jedes Jahr zu Cham El Nassim statt und zieht Besucher aus dem ganzen Land an. Wenn Sie Ihre Reise auf ein bestimmtes Fest ausrichten möchten, prüfen Sie vorab dessen Termin.
Temsah-See und Yacht Marina
Der Temsah-See bei Ismailia ist ein natürliches Becken mit etwa 90 Millionen Kubikmetern Salzwasser. In der Stadt Ismailia liegt an diesem See die Yacht Marina. Sie zählt zu den Yacht-Empfangszentren, die der Suez Canal Authority angeschlossen sind, und ist ein obligatorischer Zwischenstopp für durchfahrende Touristenyachten. Damit tritt neben die Museums- und Fundgeschichte auch ein klar umrissener nautischer Bezug. See und Marina stehen dabei für eine andere Perspektive auf Ismailia als die Sammlungen und archäologischen Entdeckungen.
Für Ihre Reiseplanung können Sie daher nach dem Schwerpunkt wählen, der Sie am meisten interessiert: Museums- und Baugeschichte, archäologische Funde, jährlich wiederkehrende Feste oder der Bezug zum Yachtverkehr. Für einen Aufenthalt zu einem konkreten Festival lohnt es sich, den Termin vorab zu prüfen.
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