Die Paleta del Pintor ist Maimarás wichtigste Sehenswürdigkeit: vielfarbige Hügel, an denen zugleich Spuren und Fährten verschiedener Dinosaurier- und Vogelarten aus der Oberkreide gefunden wurden. Neben dem Landschaftsbild eröffnen die Funde einen Blick auf die Erdgeschichte der Gegend. Rundgänge, landwirtschaftliche Angebote und kulturelle Erfahrungen setzen andere Schwerpunkte für Ihre Zeit in Maimará.
Landschaft und Wege
Der Puente Natural ist eine fluviale geologische Formation in der Schlucht Quebrada del Cementerio, neben dem Río Grande. Der Rundweg dorthin beginnt an der Oficina de Informes Turísticos de Maimará und folgt einem in das Flussbett angelegten Weg durch die Schlucht. Ein leichter Anstieg gehört dazu. Die sechs Kilometer dauern vier Stunden; der Schwierigkeitsgrad ist niedrig.
Für eine kürzere Wanderung führt der Rundgang „Miradores y Fiestas Andinas“ vom Hauptplatz zu mehreren Aussichtspunkten. Er dauert zwei Stunden, umfasst 2,5 Kilometer und hat einen niedrigen Schwierigkeitsgrad. Unterwegs geht es um Pachamama, Carnaval, Todosantos und den Weg der Sikuri-Bands zur Virgen de Punta Corral. Auch der Philosoph Rodolfo Kush gehört zu den Themen des Rundgangs.
Der zweistündige Rundgang „Maimará: Pueblo agricultor“ startet an der Oficina de Información Turística. Über die Plaza San Martín und die Plazoleta del Agricultor führt er in die Quintas, wo Gemüse, Gartenbaukulturen und Blumen zu sehen sind. Die Strecke ist 1,65 Kilometer lang und hat einen niedrigen Schwierigkeits- und Anforderungsgrad. Im Vergleich der beiden zweistündigen Rundgänge stehen somit Aussichtspunkte und kulturelle Themen einer Route durch landwirtschaftliche Anbauflächen gegenüber.
Ein weiterer Rundweg beginnt an der Oficina de Informes Turísticos, überquert die Brücke über den Río Grande und führt auf einem Saum- oder Trekkingpfad auf den Cerro General San Martín. Eine Panoramasicht begleitet ihn vom Beginn bis zum Ende. Für geführte Optionen sind unterschiedliche Dauern und Schwierigkeitsgrade vorgesehen.
Landwirtschaft, Küche und Handwerk
Turismo Rural Maimará umfasst Begegnungen mit landwirtschaftlichen Familien, ihren Tieren und Anbauflächen sowie Fahrradtouren, geführte Rundgänge und Handwerks- oder Kochworkshops. So stehen neben den Wegen durch die Landschaft auch Angebote im Mittelpunkt, die landwirtschaftliche Arbeit und handwerkliche Tätigkeiten einbeziehen.
Die dreistündige Route „Cicloturismo rural“ startet am zentralen Platz von Maimará, folgt unter anderem der alten Eisenbahntrasse und endet an der Bodega Jesús Vilte. Dort können Sie Wein kaufen und verkosten. Die Route verbindet damit eine Fahrt durch die Umgebung mit einem konkreten Ziel für Weinverkostung.
Die zweistündige gastronomische Erfahrung Inti Pacha umfasst den Besuch eines Bio-Gartens und einen Workshop, in dem handwerkliches Brot aus regionalen Produkten hergestellt wird. Die Brote können Sie anschließend mitnehmen; außerdem gehören hausgemachte Brote und Süßspeisen zur Verkostung. Für die lokale Küche verweist Maimarás Tourismusportal auf Orte, an denen Spezialitäten probiert werden können. Viele Zutaten stammen von Gemüseanbauflächen an beiden Ufern des Río Grande am Fuß der Paleta del Pintor; mehrere Rezepte werden über Generationen weitergegeben.
Bei der zweistündigen Erfahrung Textil Alborada werden Sie Schritt für Schritt beim Besticken eines Souvenirs oder Kleidungsstücks angeleitet. Das selbst bestickte Stück können Sie anschließend mitnehmen. Qullana bietet die Beteiligung an einem lokal und handwerklich hergestellten Kosmetikprozess mit Heilpflanzen der Region; dabei stellen Besucherinnen und Besucher ein eigenes Produkt her.
Kulturelles Maimará und Orientierung
Auch der Weg über die Paleta del Pintor hat eine kulturelle Bedeutung: Jedes Jahr nutzen ihn Pilger und Sikuri-Bands aus Maimará auf dem Weg zum Heiligtum der Virgen de Punta Corral. Das Carnaval de Maimará gehört zu den traditionellen Feiern des Ortes. Der farbenfrohe, malerische Höhenfriedhof liegt auf einem kleinen Hügel und kann mit entsprechendem Respekt betreten werden.
Maimará gehört zur Quebrada de Humahuaca, die seit 2003 als Kulturlandschaft zum UNESCO-Welterbe zählt. Für die Anreiseorientierung: Der Ort liegt an der Ruta Nacional N° 9 und hat zwei Zufahrten. Die südliche liegt hinter dem Museo Posta de Hornillos, die nördliche gegenüber dem Friedhof. Die beschriebenen Wege unterscheiden sich in Dauer und Thema; richten Sie Ihre Tagesplanung danach aus, ob Sie eher Zeit für eine längere Strecke, Aussichtspunkte oder landwirtschaftliche und kulturelle Angebote vorsehen.
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