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Der Cerro de los Siete Colores gibt Purmamarca ein prägnantes Landschaftsthema: Seine Gesteinsschichten weisen unterschiedliche Farbtöne auf. Mit dem Paseo de los Colorados, der Capilla de Santa Rosa de Lima und zwei jährlich stattfindenden Festen kommen eine konkrete Wegstrecke, Bau- und Kunstgeschichte sowie kulturelle und gastronomische Akzente hinzu. Purmamarca ist außerdem ein Ausgangspunkt zur Erkundung der Quebrada de Humahuaca. Für die Reiseplanung stehen damit Landschaft, Ortsgeschichte und Jahreslauf als verschiedene Schwerpunkte nebeneinander.

Landschaft und Wegstrecke

Purmamarca ist für den Cerro de los Siete Colores bekannt. Seine Gesteinsschichten zeigen unterschiedliche Farbtöne. Der Cerro wird auch als „steinerner Regenbogen“ beschrieben; die Farben spiegeln den sedimentären Ursprung seiner Gesteine wider. So stehen der sichtbare Farbeindruck und eine geologische Einordnung nebeneinander.

Der Paseo de los Colorados ist eine 3 km lange Strecke hinter dem Cerro de los Siete Colores. Sie verläuft als geschwungener, leicht begehbarer Weg durch das Flussbett des Río de Tumbaya und beginnt in Purmamarca. Die beiden Landschaftsthemen unterscheiden sich dabei klar: Der Cerro steht für die farbigen Gesteinsschichten, der Paseo für einen konkreten Verlauf durch das Flussbett.

Capilla, Kunst und Ortsgeschichte

Santa Rosa de Lima ist das einzige monumentale Bauwerk in der Siedlung Purmamarca. Die heutige Capilla weist charakteristische Merkmale hispanoamerikanischer Kirchen der sevillanischen Mudéjar-Tradition auf. An ihren Seitenwänden befindet sich eine Darstellung der Virgen de Cocharcas; daran schließen zehn Cuzco-Gemälde über das Leben der heiligen Rosa an. Architektur und Bildwerke setzen unterschiedliche kulturelle Akzente: Neben der architektonischen Einordnung steht ein konkret benanntes religiöses Bildprogramm.

Ein weiterer historischer Bezugspunkt ist das Cabildo von Purmamarca, das etwa 1850 erbaut wurde. Der ungefähre Bauzeitpunkt ergänzt die architektonischen und kunsthistorischen Details um eine zeitliche Orientierung.

Feste im Jahreslauf

Das Encuentro de Copleros de Purmamarca findet jedes Jahr auf dem zentralen Platz statt. Ebenfalls jährlich, im Februar, wird auf der Plaza 9 de Julio der Concurso de Queso de Cabra de Purmamarca veranstaltet. Er gehört zu den bedeutendsten kulturellen und gastronomischen Festen der Region. Für die Reiseplanung setzt der Concurso damit einen konkreten Februar-Akzent; das Encuentro ergänzt das jährlich wiederkehrende Veranstaltungsangebot.

Orientierung und regionaler Rahmen

Die Nationalstraße 52 durchquert Purmamarca. Die Siedlung liegt westlich der Nationalstraße 9, etwa 3 km entfernt. Diese Straßenbezüge ordnen den Ort räumlich ein. Zugleich ist Purmamarca ein Ausgangspunkt zur Erkundung der Quebrada de Humahuaca.

Im übergeordneten Reiseziel Departamento Tumbaya ist die Quebrada de Humahuaca ein schmaler, trockener Gebirgstalraum von ungefähr 155 Kilometern Länge, den der Río Grande durchquert. Die Quebrada wurde 2003 von der UNESCO als Kulturlandschaft zum Welterbe erklärt. In ihren Tälern im Departamento de Tumbaya sind zahlreiche archäologische Stätten, architektonische Kulturgüter und indigene Traditionen erhalten; letztere werden über Generationen weitergegeben.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Jujuy.

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