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Im Departamento Tafí Del Valle stehen mehrere Zugänge zu Geschichte und Landschaft nebeneinander: rekonstruierte Siedlungsbereiche, bearbeitete Menhire und Schutzgebiete mit archäologischen Bezügen. Für die Auswahl der Ziele hilft die Unterscheidung zwischen der räumlichen Anlage einer Siedlung, einzelnen Steinmonumenten und dem Zusammenspiel von Natur- und Kulturerbe.

Quilmes: Siedlungsanlage und Interpretation

Die Ciudad Sagrada de Quilmes wurde in den 1970er-Jahren restauriert. Zu sehen sind rekonstruierte Wohnbereiche, landwirtschaftliche Terrassen, eine Festung auf der Hügelkuppe und seitliche Befestigungsanlagen. Zusammengenommen verweisen die Elemente auf unterschiedliche Seiten der Anlage: Wohnen, landwirtschaftliche Nutzung und Verteidigung. Der Blick richtet sich dadurch nicht allein auf ein einzelnes Bauwerk, sondern auf eine Siedlung mit mehreren erkennbaren Bestandteilen.

Direkt neben der archäologischen Stätte liegt das Centro de Interpretación de Quilmes. Seine vier pädagogischen Räume vermitteln mit visuellen, akustischen und taktilen Mitteln Herkunft, Alltag, Bräuche und Vertreibung der Quilmes. Während die rekonstruierte Anlage ihre bauliche Gestalt zeigt, ordnet das Centro die Geschichte über diese Themen und unterschiedliche Vermittlungsformen ein.

Menhire und Wegebezug in El Mollar

Ein anderer archäologischer Schwerpunkt liegt im Museo Arqueológico a Cielo Abierto Los Menhires in El Mollar. Dort sind etwa 124 bearbeitete, längliche Steine zu sehen, die bis zu drei Meter hoch und mehr als 2.000 Jahre alt sind. Anders als in Quilmes, wo Wohnbereiche, Terrassen und Befestigungen die Anlage prägen, stehen hier einzelne Steinmonumente im Mittelpunkt. Auch die Zeitperspektive unterscheidet die Orte: Quilmes wurde in den 1970er-Jahren restauriert, die Menhire sind mehr als 2.000 Jahre alt.

Für Los Menhires kann eine Besichtigung mit Begleitung von Reiseführern erfolgen; klären Sie vorab, ob diese Begleitung aktuell verfügbar ist. Der Sendero Santa Lucía–El Mollar endet an der Hostería La Angostura in El Mollar. So steht El Mollar sowohl für die archäologische Sammlung als auch als Endpunkt dieses Weges im Departamento.

Schutzgebiete und alte Wegespuren

Der Parque Provincial Los Ñuñorcos und die Reserva Natural Quebrada del Portugués liegen im Departamento Tafí Del Valle. Die Hügel Ñuñorco Grande und Ñuñorco Chico waren Teil des alten Inkawegs; dort befinden sich archäologische Stätten. Die Reserva Natural Quebrada del Portugués wurde 1996 gegründet, um das Natur- und Kulturerbe der Gegend zu bewahren. Zusammen zeigen diese Orte unterschiedliche Bezüge zwischen archäologischen Spuren und dem Erhalt von Natur- und Kulturerbe.

Tucumán im weiteren Kontext

Im übergeordneten Reiseziel Tucumán liegt der Parque Nacional Aconquija. Er schützt den südlichsten Restbestand der Yungas in Argentinien sowie hoch gelegene Andenlandschaften. Im Park führt der Weg zur Laguna del Tesoro über zwölf Kilometer und dauert ungefähr sechs Stunden in eine Richtung; er ist als mittelschwer bis anspruchsvoll eingestuft.

Auch die Casa Histórica de Tucumán gehört zum übergeordneten Reiseziel Tucumán. Das koloniale Haus liegt im Zentrum von San Miguel de Tucumán, der Provinzhauptstadt. Am 9. Juli 1816 wurde dort die Unabhängigkeit der Vereinigten Provinzen Südamerikas unterzeichnet.

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