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Calimonte gehört zu den verstreut liegenden Weilern auf dem Talboden nahe dem Río Santa María. Zur Ortsgeschichte zählen die territorialen Ansprüche der Amaichas und eine historische Einordnung des Ortes in eine Gemeinde. Im näheren Umfeld liegen die Ciudad Sagrada de Quilmes und Angebote, die sich mit der Geschichte und Kultur der Quilmes befassen.

Ortsgeschichte und Amaicha-Bezüge

Die Protokollierung der Königlichen Urkunde im Jahr 1892 führte zur Anerkennung der territorialen Besitzansprüche der Amaichas im Calchaquí-Tal; zu diesen Gebieten gehörte auch Calimonte. Ein weiterer historischer Bezug betrifft Land in Calimonte, das Nicolás Aramburu besetzt hatte und das die Amaichas als ihr Eigentum beanspruchten.

Calimonte wurde zusammen mit Tío Punco, Encalilla, El Bañado und Quilmes als Teil einer Gemeinde beschrieben, die den Nachkommen des Amaicha-Häuptlings Francisco Chapurfe überlassen worden war. Die Tonaufzeichnungssammlung von Calimonte umfasst außerdem eine 1941 katalogisierte Aufnahme der Gattung Gato. Diese Aufnahme und die historischen Bezüge zur Landgeschichte geben unterschiedliche Einblicke in den Ort.

Ciudad Sagrada de Quilmes und Interpretationszentrum

In der näheren Umgebung von Calimonte liegt die Ciudad Sagrada de Quilmes, auch Ruinas de Quilmes und früher Fuerte Viejo genannt. Sie besteht aus den Überresten einer prähispanischen Siedlung, die seit etwa dem 10. Jahrhundert n. Chr. bewohnt war. Besucher können Wege zur nördlichen oder südlichen Atalaya nutzen.

Das Centro de Interpretación de Quilmes liegt in Calimonte und wurde am 2. Februar 2018 im Komplex von Quilmes eingeweiht. Neben der archäologischen Stätte ergänzt es den Besuch mit vier thematischen Räumen. Visuelle, akustische und taktile Mittel vermitteln dort Herkunft, Alltag, Bräuche und Vertreibung der Quilmes. Hinzu kommt ein Mikro-Kino mit einer kurzen Dokumentation zur Geschichte der Quilmes und zur heutigen Comunidad India Quilmes.

Weitere Erlebnisse im näheren Umfeld

Im nahegelegenen El Bañado bietet die Estancia Río de Arena geführte Besichtigungen der Bodega mit Weinverkostungen und handwerklich hergestelltem Käse an. Zum Aktivitätenangebot dort gehören auch nächtliche astronomische Beobachtungen mit computergesteuerten Teleskopen und eine Einführung in die beobachtende Astronomie. Diese Angebote ergänzen die archäologischen und historischen Themen um Wein, Käse und einen Blick in den Nachthimmel.

Regionaler Rahmen im Departamento Tafí Del Valle

Die Gebiete der indigenen Gemeinschaft Amaicha del Valle liegen in den Valles Calchaquíes, im Departamento Tafí Del Valle der Provinz Tucumán. Auch die Ciudad Sagrada de Quilmes gehört zu diesem regionalen Rahmen: Sie wurde in den 1970er-Jahren restauriert. Zu sehen sind rekonstruierte Wohnbereiche, landwirtschaftliche Terrassen, eine Festung auf der Hügelkuppe und seitliche Befestigungsanlagen.

Im Departamento Tafí Del Valle zeigt das Museo Arqueológico a Cielo Abierto Los Menhires in El Mollar etwa 124 bearbeitete, längliche Steine. Sie sind bis zu drei Meter hoch und mehr als 2.000 Jahre alt. Zum regionalen Landschafts- und Kulturerbe gehören außerdem der Parque Provincial Los Ñuñorcos und die Reserva Natural Quebrada del Portugués. Die Hügel Ñuñorco Grande und Ñuñorco Chico waren Teil des alten Inkawegs; dort befinden sich archäologische Stätten. Die Reserva Quebrada del Portugués wurde 1996 gegründet, um das Natur- und Kulturerbe der Gegend zu bewahren.

Weitere Reiseziele entdecken: Amaichá Del Valle.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Departamento Tafí Del Valle.

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