Eine Straße von der M-3 führt nahe dem südlichen Ende des Aparan-Stausees nach Jrambar und quert einen Erddamm mit Blicken über das Wasser. Der Stausee wurde zwischen 1962 und 1967 gebaut und hat eine Oberfläche von 7,9 Quadratkilometern. Am Stausee gibt es Camping, Picknick und Wanderungen; der markierte Trail „Oh Dam!“ führt an Ruinen vorbei, durch Wald und über Sommerwiesen.
Wandern am Aparan-Stausee
Die Aparan Reservoir Loop gilt als leichte Wanderung über 10 Kilometer und dauert rund drei Stunden. Sie führt durch Kiefernwälder; unterwegs sehen Sie den Stausee und die Gipfel des Aragats. Zugänge zur Runde gibt es von der Jrambar-Seite und aus Richtung des Dorfes Yeghiapatrush. Im Winter kann die Runde mit Schneeschuhen begangen werden. Damit lässt sich die Wanderung sowohl nach ihrem ungefähren Zeitrahmen als auch nach der Jahreszeit einordnen.
Der Zugang zur Runde von der Jrambar-Seite setzt voraus, mit dem Auto über den Damm zu fahren. Wachposten können eine Querung gelegentlich auch zu Fuß verhindern. Klären Sie die Lage vor der Abfahrt vor Ort. Für die Planung ist daher neben der Streckenlänge auch der gewählte Zugang wichtig.
Radfahren und Landschaft
Die 30 Kilometer lange Aparan Reservoir Biking Tour ist eine Rundroute auf Feldwegen und verkehrsarmen Asphaltstraßen. Nach drei Kilometern entlang der Westseite der Kasakh-Schlucht erreicht sie Jrambar. Die Big Loop und die Small Loop führen beide durch Kiefernwälder und alpine Wiesen; steile Anstiege kennzeichnen die Big Loop. Die beiden Schleifen unterscheiden sich damit unter anderem durch die Anstiege, die für die größere Runde genannt sind. An der Radroute liegt eine Kolonie von Uferschwalbennestern.
Ein niedriger Hügel an der Radroute bietet den Blick über den Stausee. Dort befinden sich das Mausoleum St. Vartan, das Heiligtum Tukh Manuk, Chatschkare und eine Stele aus dem 5. bis 7. Jahrhundert. Auch die Ruinen von Old Zovuni liegen an der Aparan Reservoir Loop. Old Zovuni ist eine verlassene Siedlung nahe Jrambar. Die Zovuni-Denkmäler an der Radroute wurden beim Füllen des Stausees abgetragen und am heutigen Standort Block für Block wiederaufgebaut.
Kirchenruinen und Wasserstand
Die St.-Poghos-Petros-Kirche am Ufer wurde in der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts errichtet und im 6. Jahrhundert wiederaufgebaut. Je nach saisonalem Wasserstand können ihre Ruinen unter Wasser liegen; das Kirchenkreuz bleibt sichtbar. Die wechselnde Wasserhöhe gehört damit zum Besuchsbild dieses Ortes. Zusammen mit den Ruinen von Old Zovuni und den Denkmälern an der Radroute eröffnet sich ein Blick auf unterschiedliche Spuren der Geschichte rund um den Stausee.
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