Hope Town verbindet außergewöhnlich gut erhaltene koloniale Architektur mit einer Geschichte, die sich an Bauwerken, Sammlungen und Erinnerungsorten ablesen lässt. Besonders prägnant ist das Elbow Reef Lighthouse: Sein Bau begann 1862; seit 1863 wird es ununterbrochen von Menschen betrieben und von Hand bedient. Es ist das einzige aktive Leuchtfeuer der Bahamas, das weiterhin von Hand aufgezogen wird und mit Kerosin brennt. Sein charakteristisches Blinkmuster warnt Seefahrer vor dem gefährlichen Elbow Reef. Zum Bauwerk gehören 101 Stufen.
Ortsgeschichte in Museum und Gedenkort
Hope Town wurde 1785 von Wyannie Malone mitbegründet. Das Wyannie Malone Historical Museum zeigt Ausstellungen zu Schiffbau, Schiffswracks, Hurrikanen und torpedierten Frachtern. Daneben sind möblierte Räume, Kleidung, Haushaltsgegenstände und historische Fotografien zu sehen. Maritime Ereignisse und Gegenstände des Alltags eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Geschichte des Ortes.
Der Cholera Cemetery erinnert an eine Choleraepidemie in Hope Town in den 1850er-Jahren, bei der einhundert Menschen starben. Der Friedhof befindet sich weiterhin an seinem ursprünglichen Standort. So stehen im Ort Zeugnisse von Alltagsgeschichte und maritimer Vergangenheit neben einem Gedenkort, der an ein konkretes Ereignis erinnert.
Unterwegs und an der Küste
In Hope Town sind Autos verboten; Besucher bewegen sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad fort. Das ist eine hilfreiche Orientierung, wenn Sie Ihre Erkundungen im Ort planen.
Am Tahiti Beach treffen weicher weißer Sand, Kokospalmen und ruhiges, klares Wasser aufeinander. Bei Ebbe zeigt sich eine scheinbar endlose Sandbank. Wer gerade diesen Küsteneindruck erleben möchte, kann die Ebbe bei der Tagesplanung berücksichtigen. Tahiti Beach ist nur zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Boot erreichbar. Dort kann man schwimmen sowie Muscheln, Seesterne und Sanddollars sammeln.
Ein weiterer Küstenakzent findet sich auf Great Guana Cay: Die Insel hat einen fünf Meilen langen Strand mit weißem Sand. Zusammen mit den lebhaften Korallenriffen ist sie ein Ziel für Tagesausflügler und Schnorchler. Das Tilloo Cay National Reserve wiederum umfasst eine elf Acre große Küstenlinie südlich von Elbow Cay. Es ist ein wichtiges Brutgebiet für Tropikvögel, Guarahre, mehrere Seeschwalbenarten und weitere Seevögel und international als Important Bird Area anerkannt. Strand, Riffe und geschütztes Brutgebiet stehen damit für unterschiedliche Naturerlebnisse an den Cays.
Handwerk und praktische Orientierung
Auch lokales Handwerk gehört zum Bild von Hope Town: Hope Town Canvas entwirft einzigartige Taschen aus recycelten Segeltüchern. Welche Kollektionen gerade angeboten werden, kann wechseln.
Für Elbow Cay ist die Anreise von Marsh Harbour mit einem privaten Boot oder einer regelmäßig verkehrenden Fähre möglich. Prüfen Sie vor der Reise den Fährfahrplan.
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