Mehr als 700 Inseln und Cays, 16 eigenständige Inselziele und ein Archipel, das sich über 100.000 Quadratmeilen erstreckt: Auf den Bahamas stehen Natur und Kultur nicht für ein einziges Urlaubsmotiv. Nationalparks, Riffe, Vogelwelt und bahamaische Traditionen bieten verschiedene Anknüpfungspunkte für die Wahl Ihres Inselziels.
Riffe, Wege und Tierwelt
Die Nationalparks der Bahamas wurden eingerichtet, um die natürliche Schönheit und den natürlichen Reichtum des Landes für künftige Generationen zu schützen. Im Exuma Cays Land and Sea Park verbinden sich dieser Schutzgedanke und unterschiedliche Landschaftserlebnisse: Das Gebiet wurde 1958 als erstes Meeresschutzgebiet der Bahamas und der weiteren Karibik eingerichtet. Zum Park gehören außerdem mehrere Wanderwege.
Im Pelican Cays Land and Sea Park stehen Riffe und Strände im Mittelpunkt. An Riffsystemen mit einer großen Vielfalt tropischer Riffarten gibt es Möglichkeiten zum Schnorcheln und Tauchen. Die Strände werden zum Schwimmen, Sonnenbaden und Picknicken genutzt. Auf Andros wiederum bieten die North- und South-Marine-Parks Tauch- und Schnorchelplätze entlang des Andros Barrier Reef. Das Riff ist über 124 Meilen lang und gilt als das drittgrößte Barriereriff der Welt.
Auch jenseits dieser Parks eröffnet die Unterwasserwelt unterschiedliche Entdeckungen: Auf den Bahamas ist Tauchen am Barriereriff sowie zwischen zahlreichen Blue Holes, Höhlen und Kavernen möglich. Beim Kajakfahren können Sie verborgene Buchten, Korallenriffe und Mangrovenarme erkunden – selbstständig oder auf geführten Touren. Damit reichen die beschriebenen Naturerlebnisse vom Weg zu Fuß über die Küste bis in die Unterwasserwelt.
Die Tierwelt setzt weitere Akzente. Der Inagua National Park beherbergt die weltweit größte Brutkolonie westindischer Flamingos; dort leben auch der Bahama-Papagei und der endemische Inagua-Waldkolibri. Auf Abaco schützt der Abaco National Park den Bahama-Papagei und dessen Brutgebiete. Diese Schutzgebiete rücken unterschiedliche Vögel und Lebensräume in den Blick, ohne dass sich die Inselnatur auf ein einziges Motiv reduzieren lässt.
Kunst, Geschichte und bahamaische Kultur
In Downtown Nassau ist die National Art Gallery of The Bahamas im historischen Villa Doyle untergebracht, einem Wahrzeichen aus den 1860er-Jahren. Vom Stadtzentrum aus ist die Galerie zu Fuß erreichbar. Ein anderer Blick auf Kunst und Landschaft begegnet Ihnen im Art Park: Der Skulpturengarten im Freien verbindet einheimische Pflanzen mit Elementen eines Gemeinschaftsbauernhofs. Historisch ist er mit dem ersten afrikanischen Krankenhaus verbunden, das 1780 auf New Providence gegründet wurde.
Auch die Queen’s Staircase gehört zu den markanten historischen Wahrzeichen Nassaus. Sie liegt im Fort Fincastle Historic Complex. Fort Charlotte bietet mittwochs und freitags ab 11:30 Uhr eine lebendige historische Darstellung des Alltags im Nassau des 18. Jahrhunderts. Prüfen Sie den Termin vor Ihrem Besuch. Zusammen zeigen diese Orte unterschiedliche Zugänge zu Geschichte: über ein Gebäude, ein Freiluftgelände, ein Wahrzeichen oder eine Darstellung früheren Alltags.
Junkanoo ist eine bahamaische kulturelle Tradition, die sich durch Farben, Musik und Tanz ausdrückt. Beim jährlich stattfindenden Goombay Summer Festival stehen donnerstags im Juli unter anderem Junkanoo-Rush-outs, Bush-Tee-Verkostungen, Quadrilletanz, Rake-and-Scrape-Musik, Kunsthandwerk, Live-Unterhaltung und bahamaische Küche auf dem Programm. Zu den kulinarischen Traditionen zählen Hummer und Conch Fritters ebenso wie Sugarloaf-Ananas, die auf Eleuthera angebaut wird, und Rum, der auf den Inseln hergestellt wird.
Eine weitere kulturelle Begegnung ermöglicht das People-to-People-Programm, das Reisende für ein kulturelles Erlebnis mit ehrenamtlichen Einheimischen zusammenbringt. Zum Programm gehören mehr als 800 geprüfte und vom Tourismusministerium zertifizierte bahamaische Botschafter. Auf die Bootsbautradition richtet das Abacos Man-O-War Heritage Museum den Blick: Dort werden Archivunterlagen, Artefakte und weitere historische Materialien zu diesem Handwerk ausgestellt.
Inselziele und Anreise einordnen
Die Bahamas heißen Besucher willkommen, die mit Linien- oder Charterflügen, Fähren, Kreuzfahrtschiffen, Privatflugzeugen und privaten Wasserfahrzeugen anreisen. Das Flughafennetz umfasst 20 internationale Flughäfen mit planmäßigen kommerziellen Flugverbindungen. Zwischen den Inseln können Sie mit planmäßigen oder gecharterten Flügen, privaten Booten und Bahamas Ferries reisen. Da sich Flug- und Fährpläne ändern können, prüfen Sie die aktuellen Verbindungen vor Ihrer Reise.
Für die Wahl einer Unterkunft lohnt es sich, das gewünschte Inselziel und die Erlebnisse, die Sie dort besonders interessieren, gemeinsam zu bedenken. Riff- und Schnorchelmöglichkeiten, Wanderwege, Vogelwelt, Kunst und historische Orte bilden unterschiedliche Schwerpunkte innerhalb des Archipels. So beginnt die Planung nicht mit einem pauschalen Bild der Bahamas, sondern mit den Entdeckungen, die Ihrer Reise Richtung geben.
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