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Der Jardin des Dahlias im Parc d’Enghien dient als europäisches Dahlienkonservatorium. Das gibt der Gartenkultur in Enghien ein konkretes Profil. Hinzu kommen ein als außergewöhnliches Kulturerbe der Wallonie anerkannter Park, markante Bauwerke und eine Tapisseriensammlung. Wenn Sie einen Aufenthalt planen, können Sie die Stadt über verschiedene kulturelle Schwerpunkte kennenlernen: gestaltete Grünräume, Architektur oder textile Kunst.

Parklandschaft und Gartenkultur

Der Parc d’Enghien ist als außergewöhnliches Kulturerbe der Wallonie anerkannt. In ihm liegt der Jardin des Dahlias, der als europäisches Dahlienkonservatorium dient. Seine Rolle geht damit über die eines einzelnen Themengartens hinaus: Dahlien stehen hier auch für eine europäische Konservierungsaufgabe. Der Parc du Château d’Enghien vereint eine Vielzahl von Wasserflächen, Wäldern, alten Gebäuden und thematischen Gärten. In dieser Landschaft stehen unterschiedliche Elemente nebeneinander: Wasser, bewaldete Bereiche, historische Bausubstanz und gestaltete Gartenräume. Der Dahliengarten setzt einen klar umrissenen botanischen Akzent; die weiteren Merkmale eröffnen einen breiteren Blick auf die Parklandschaft.

Kirche, Pavillons und Tapisserien

Die Église Saint-Nicolas d’Enghien ist ein gotisches Bauwerk aus dem 14. und 16. Jahrhundert. Zu ihr gehört eine Kapelle aus dem 15. Jahrhundert, die Notre-Dame de Messines geweiht ist. An der Kirche lassen sich so mehrere Zeitangaben auseinanderhalten: Das Bauwerk wird mit dem 14. und 16. Jahrhundert verbunden, die Kapelle bringt eine eigene Datierung aus dem 15. Jahrhundert ein.

Auch die Maison Jonathas – musée de la Tapisserie verbindet Architektur- und Kunstgeschichte. Das Gebäude wurde auf den Fundamenten des ehemaligen Bergfrieds der Herren von Enghien errichtet. In der Maison Jonathas sind acht Tapisserien aus Enghien aus dem 16. Jahrhundert sowie zwei Tapisserien aus Brüssel aus dem 17. Jahrhundert zu sehen. Die beiden Gruppen unterscheiden sich sowohl nach ihrer Herkunft als auch nach ihrer Entstehungszeit. Zugleich ist das Zahlenverhältnis deutlich: Acht Stücke aus Enghien stehen zwei aus Brüssel gegenüber.

Der Pavillon Chinois ist als außergewöhnliches Kulturerbe der Wallonie anerkannt und ein denkmalgeschütztes Bauwerk am Eingang des Parc d’Arenberg in Enghien. Der Pavillon des Sept Etoiles ist ein anderes architektonisches Thema: Er wurde im 17. Jahrhundert errichtet, ist siebeneckig und befindet sich am höchsten Punkt des Parc d’Enghien. Früher hieß er Temple d’Hercule. Historisch diente der Pavillon als astronomische Sternwarte, von der aus sich Himmel und Horizont über 360° betrachten ließen. Name, Form und frühere Nutzung geben damit jeweils einen eigenen Anknüpfungspunkt für die Beschäftigung mit dem Bauwerk.

Ein Rundgang mit historischen Stationen

Der Circuit du parc d’Enghien bietet an jeder Station Audiokapseln mit historischen Informationen und Anekdoten. Das Format gliedert Inhalte in einzelne Stationen und unterscheidet sich dadurch von der Beschäftigung mit einem einzelnen Bauwerk oder einer Sammlung. Sie können bei der Planung überlegen, ob Sie eher eine solche Folge von Themenstationen, die Geschichte der Architektur oder die Tapisserien in den Mittelpunkt stellen möchten.

Die kulturellen Schwerpunkte lassen sich gut voneinander unterscheiden: Der Dahliengarten und die Parkmerkmale führen zu Garten- und Landschaftsthemen, die Kirche und die Pavillons zu Baugeschichte, die Maison Jonathas zu textiler Kunst. Für Ihre Auswahl kann deshalb die Frage maßgeblich sein, welches dieser Themen Ihren Aufenthalt in Enghien prägen soll.

Weitere Reiseziele entdecken: Erquelinnes, Thuin, Lobbes, Chapelle-lez-Herlaimont, Écaussinnes, Estaimpuis, Leernes, Belœil.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hennegau.

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