Das Hôpital Notre-Dame à la Rose wurde 1242 von Alix de Rosoit gegründet und ist ein prägender Ausgangspunkt für eine Reise nach Lessines. Daneben führen die Église Saint-Pierre, eine Karfreitagstradition und ein erhaltenes Zeugnis der Steinbruchgeschichte zu unterschiedlichen Kapiteln der Stadt.
Das Hôpital Notre-Dame à la Rose
Das Hôpital Notre-Dame à la Rose gehört zu den ältesten Krankenhäusern Europas. Zu seinem baulichen Bestand zählen eine barocke Kapelle, ein Kreuzgang, Gärten, ein Krankensaal und ein Kloster. Die Anlage verbindet damit mehrere architektonische Bereiche, statt nur einen einzelnen Blick auf ihre lange Geschichte zu geben.
Das Museum bewahrt mehrere tausend Kunstgegenstände. Dazu gehören gotische und Renaissance-Möbel, Namurer Möbel sowie Regence- oder barocke Holzarbeiten. Eine weitere Sammlung umfasst medizinische und pharmazeutische Objekte. Wer sich für die Geschichte der Medizin interessiert, findet hier also einen anderen Zugang als beim Blick auf Möbel und Holzarbeiten: Die Sammlung verbindet materielle Kultur mit medizinischen und pharmazeutischen Themen.
Zum Besuch gehört auch ein botanischer Garten mit Heilpflanzen. Erläuterungstafeln geben Informationen zu den Pflanzen; ein Audioguide bietet 1 Stunde und 30 Minuten Kommentare. Die Gärten sind im Rahmen des Besuchs zugänglich. Da sich Zeitpläne ändern können, prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchsbedingungen. Gruppen empfängt das Hôpital ganzjährig nach vorheriger Reservierung.
Kirchenarchitektur und Karfreitagstradition
Die Église Saint-Pierre bietet einen weiteren architektonischen Bezugspunkt in Lessines. Sie steht auf einem romanischen Kern und zeigt ein gotisches Erscheinungsbild, das vor allem durch Erweiterungen vom 14. bis zum 16. Jahrhundert geprägt wurde. So treffen an der Kirche ein älterer baulicher Kern und eine später geprägte Gestalt aufeinander.
Eine eigene Tradition ist die Mise au Tombeau du Christ am Karfreitag. Sie wird im Allgemeinen auf ein Archivdokument aus der Zeit um 1475 zurückgeführt. Die Prozession der Büßer von Lessines findet jedes Jahr in der Nacht zum Karfreitag statt; einige Büßer schlagen Trommeln, während andere Wachsfackeln tragen. Anschließend kehrt der Zug zur Kirche zurück, wo der Ritus der Grablegung Christi stattfindet. Wenn Sie Ihre Reise auf dieses Ereignis ausrichten möchten, prüfen Sie den jeweiligen Termin: Er richtet sich nach Karfreitag und fällt daher nicht jedes Jahr auf dasselbe Datum.
Steinbruchgeschichte, Wege und Tauchen
Der Chargeur à bateaux ist ein erhaltenes Zeugnis der früheren Steinbruchgeschichte Lessines’ und ein Beispiel industrieller Archäologie. Er ergänzt die religiösen und medizinischen Themen um einen Einblick in die industrielle Vergangenheit der Stadt.
Les venelles de la cité de Magritte et du porphyre bilden eine andere Möglichkeit, Lessines kennenzulernen. Der Ausgangspunkt ist mit Zug und Bus erreichbar; der SNCB-Bahnhof liegt 400 Meter davon entfernt. Bei feuchtem Wetter können einige Abschnitte der Route schlammig oder rutschig sein. Auch der Wapitour folgt der Dendre bis nach Lessines.
Für einen Tauchgang kommt das Site de Raph in Lessines als gekennzeichnetes Zentrum in Betracht. Zur Organisation eines Tauchgangs nehmen Sie Kontakt mit dem Club auf und stimmen Sie die Absprachen vor Ihrem Besuch ab. Damit unterscheidet sich die Planung von einem Besuch des Hospitals oder einer Route: Hier gehört die direkte Abstimmung mit dem Club dazu.
Für die Wahl Ihrer Reisedaten sind diese Unterschiede hilfreich: Die Prozession ist an den Karfreitag gebunden, Gruppenbesuche im Hôpital erfordern eine vorherige Reservierung, und einen Tauchgang planen Sie mit dem Club.
Weitere Reiseziele entdecken: Celles, Braine-Le-Comte, Seneffe, Mons, Estinnes, Aiseau-Presles, Ham-Sur-Heure-Nalinnes, Aiseau
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hennegau.